Pest,SündenbockUndKeineRettungAusLehm

The Golem von Doron Paz, Yoav Paz

REGIE Doron Paz, Yoav Paz
DARSTELLER Alex Tritenko, Brynie Furstenberg, Hani Furstenberg, Ishai Golan, Lenny Ravich
DREHBUCH Ariel Cohen
PRODUZENT Ariel Cohen, Doron Paz, Shalom Eisenbach, Yoav Paz
KONTAKT Epic Pictures
Israel 2018 •
95 Min •
englische OV

 

 

Die Pest wütet in Litauen im Jahr 1673 und rafft die Menschen dahin, doch eine kleine jüdische Gemeinde bleibt dank ihrer Abgeschiedenheit verschont. Hier lebt Hanna, die nach dem Tod ihres Sohnes vor sieben Jahren kein Kind mehr bekommen kann. Sie belauscht heimlich den Unterricht der Rabbiner und lernt fleißig im Verborgenen mit, denn sie hat den Plan ihren Sohn in Form des Golems wieder zu bekommen. Doch die von der Pest geplagten Siedler hegen Vorurteile und Hass gegen das jüdische Dorf und die Situation eskaliert, als das Dorf ein pestkrankes Mädchen heilen soll, was niemand kann und auf einmal ist der Golem los.

Tja, diese Golemversion greift nicht nur den bereits frühen Hass auf die jüdischen Mitbürger auf, sondern packt auch noch eine gorige Golemgeschichte mit hinein. Im Mittelpunkt steht Hanna die aus welchen Gründen auch immer nach dem Tod ihres Sohnes nicht mehr schwanger wird und das absichtlich. Statt ihren ehefraulichen Pflichten nachzukommen verhütet sie und noch schlimmer, lernt sie fleißig bei den Rabbinern die Kabbala, die sie dafür nutzen will, ihren Sohn zurückzuholen. Natürlich hat so ein Golem viele Haken, von denen die meisten in einem Blutbad enden und da kommen wir zum echten Gorefaktor dieser tristen mittelalterlichen Geschichte, denn das Wesen, dass Hanna da im Wald erschafft, sieht zwar nach Junge aus, metzelt aber letztendlich alles dahin, was er bekommen kann. Und da die Gegenformel nicht zur rechten Zeit zur Hand ist, sorgt er dafür, dass das jüdische Dorf nicht nur von hasserfüllten Nachbardörflern entflammt wird, sondern packt fröhlich mit an, wobei er keine Unterschiede macht, wen er da in Stücke reißt.
Am Ende bleiben außer Hanna nicht viele übrig und die Weisheit: erschaffe niemals nicht ein Männekin aus Lehm mit Kabbala Schriftrolle unter dem Arm, lassen wir mal so im Raume stehen.
Für Einsteiger in die Golemgeschichte ganz in Ordnung, aber nicht so wirklich spannend.

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