EinBlaulingAusDerFlascheUndEinBlasserGroßwesir

Aladdin von Guy Ritchie für Disney

Directed by Guy Ritchie
Produced by Dan Lin, Jonathan Eirich
Screenplay by John August, Guy Ritchie
Based on  Disney’s Aladdin, by Ron Clements, John Musker, Ted Elliott, Terry Rossio Aladdin and the Magic Lamp from One Thousand and One Nights
Starring  Will Smith, Mena Massoud, Naomi Scott, Marwan Kenzari, Navid Negahban, Nasim Pedrad, Billy Magnussen
Music by Alan Menken
Cinematography Alan Stewart
Edited by James Herbert
Production company: Walt Disney Pictures, Rideback
Distributed by Walt Disney Studios Motion Pictures
Release date May 8, 2019 (Grand Rex), May 24, 2019 (United States)
Running time, 128 minutes
Country United States
Language English
Budget $183 million
Box office $810.1 million

Seit dem Tod ihrer Mutter darf Prinzessin Jasmin von Agrabah nicht mehr das Haus verlassen. Eigentlich, denn die junge Dame ist gelangweilt und will sich unter das Volk mischen. So verkleidet sie sich und begibt sich runter in den Basar. Doch als sie in Schwierigkeiten gerät, steht ihr ein junger Straßendieb bei. Aladdin lebt hier und stiehlt sich mit seinem Äffchen Abu seinen Lebensunterhalt zusammen, doch er träumt von einem besseren Leben. 
Aladdin verliebt sich sofort in Jasmin, die Vorgibt eine Zofe zu sein und so steigt er nachts in den Palast sie zu treffen. Prompt wird er entdeckt und zum Großwesir Dschafar gebracht, der die Macht über das Land an sich reißen und andere Länder erobern will. Er sucht nach dem Auserwählten, der ihm aus einer verwunschenen Höhle eine Öllampe herausholen soll, in der ein Dschinni lebt. Nur dieser besondere Mann kann die Lampe holen und so verspricht Dschafar Aladdin Schätze und Freiheit.
Doch der unstete Abu berührt in der Höhle etwas anderes, als die Öllampe und alles stürzt ein, die beiden können sich jedoch mit Hilfe eines fliegenden Teppichs mit der Lampe retten.
Als Aladdin entdeckt, dass ein allmächtiger Dschinni in der Lampe lebt, sieht er seine Chance Jasmin für sich zu gewinnen. Aber Dschafar ist ihm dicht auf den Fersen.

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Für meinen Geschmack sind alle Disney-Produktionen zwischen ’89 und ’99 komplett für die Tonne. Diese weichgespülten mit grausamen Gesang und schlechter Musik vermanschten Geschichten und Klassikerversionen sind in meinen Augen eine Beleidigung des guten Geschmacks. Schlimm genug, dass es so viele auf die Musical-Bühne geschafft haben, aber andererseits gehört der Mist auch dahin. Ich hasse Musicals.
Nun hat es eine Geschichte getroffen, die genau wie „Die Schöne und das Biest“ genau aus dieser Periode entsprungen ist und was soll ich sagen? Es war furchtbar.
Gut, ich war als Kind absoluter Märchenfan. Mehr die russischen, weil einfach mehr Blut floss, aber immerhin, und bin total von den alten Schinken geprägt, wobei ich „Der Dieb von Bagdad“ nicht als Schinken titulieren möchte. Dieses 1940iger Meisterwerk von Alexander Korda, konnte immerhin einen Conrad Veidt für sich gewinnen und über den wunderbaren Sabu muss man kein Wort verlieren. Hier war viel los, der Wesir war grundböse und auch der Djin war nicht ohne. An Gesang kann ich mich nicht erinnern, aber Effekte und Bauten waren für die Zeit ganz ordentlich.
Wenn ich nun sehe, dass ein Guy Ritchie in einer Disneyproduktion die Regie übernimmt, muss ich mich wundern, andererseits kann das auch eine Chance für Disneys Aladdin sein. War es aber leider nicht.
Zuerst war da Will Smith; ich meine wenn schon gesungen wird, dann er, aber leider war ich ja in der deutschen Version, weil Muddi Geburtstag hatte und damit fing das zusätzliche Dilemma zu dieser furchtbaren Verfilmung an.
Ich würde nicht sagen, dass die Disneyvorlage 1:1 übernommen wurde, aber die schwachen Ansätzen hier eine starke Prinzessin zu präsentieren waren mir zu aufgesetzt. Man, dann bleibt doch bei der alten Geschichte oder macht gleich was Ordentliches draus. Nicht Fisch, nicht Fleisch, singen sich da Jasmin und Aladdin durch nicht enden wollende 128(!!!!) Minuten. Alles ist quietschebunt, nicht arabisch, nicht indisch, mit blassen Nebenfiguren und einem noch blasseren Marwan Kenzari als Dschafar. Mit Kenzari warm zu werden ist mir nach etlichen Filmen nicht gelungen und das ist hier auch nicht anders; sein Großwesir ist jedoch ermüdend langweilig.
Dazu kommt diese unsäglich Pappkulissen, die ich in vorne genanntem Meisterwerk schon besser gesehen habe und die, vielleicht gewollt, diesen Billig-Stummfilm-Plastikcharme hatten, aber kein visueller Genuss waren.
Ich weiß nicht, eigentlich ist in diesem Film kaum was passiert und dennoch war er so lang. Ach ja der Gesang. Schrecklich, furchtbar, diese deutschen Stimmen…man sollte ihnen Auftrittsverbot geben, aber gut, die Songs waren ohnehin bescheiden.
Will Smith: ja, Muddis Bester (zur Zeit). Ich fand seinen Djin langweilig. Der Vorlage geschuldet natürlich herzensgut und musikalisch und dann verliebt er sich auch noch in die Kammerzofe. Geht gar nicht, war aber tatsächlich noch der bessere Part dieser Verfilmung.
Ansonsten: farblose Darsteller, langweilige Story, schlechte Musik und uninspirierte Inszenierung. Ich kann null verstehen, dass die Einspielergebnisse so durch die Decke gegangen sind. Aber das ist wohl was die Massen wollen. Schade.

 

5 Gedanken zu „EinBlaulingAusDerFlascheUndEinBlasserGroßwesir“

  1. Auweia… Das klingt ja gruselig. Als kleiner Steppke mochte ich den Trickfilm damals sehr… bei Guy Ritchie hatte ich jetzt auch so meine Bedenken, ob das was werden könnte… Aber das klingt ja nicht so 😂

    1. Ja wirklich ein schwieriger Film, wobei man ihn sicherlich mit anderen Augen sieht, wenn man wie Du als Kind die Vorlage mochte. Also ich kenne eine Disney-Fanin, die ihn total mochte, aber die kauft sich auch die Disney Musik :))

  2. Mein Kommentar und mein Like waren auf einmal verschwunden, die Hitze bestimmt :), also nochmal:

    :))

    „Für meinen Geschmack sind alle Disney-Produktionen zwischen ’89 und ’99 komplett für die Tonne.“ Ich würde sogar noch weiter gehen, ich bin erst mit „Tangled“ wieder bei Disney-Animationsfilmen eingestiegen. Die alten, mit der Hand gezeichneten habe ich geliebt und habe ich auch fast alle auf DVD. Mit den russischen Märchen hatte ich es nie so.

    Schlimm, dass Disney die Songs immer ins Deutsche synchronisieren müssen. Ist ja im Englischen schon manchmal eine Herausforderung, wenn man – wie ich – auch auf das Gesinge verzichten könnte. Guy Ritchie waren sicher die Hände gebunden, um so seltsamer, dass er sich überhaupt auf das Projekt eingelassen hat. Ich hoffe, dass ist nur sein paycheck-movie war und er hat ihn nur gedreht, um künftig wieder etwas Originales und Kreatives anzugehen. Ich verstehe auch nicht, dass der (ich kann ja nur die ersten 10 Minuten von „Aladdin“ beurteilen, aber Du bestätigst es für den gesamten Film) so billig aussieht. Der hat doch auch fast 200 Millionen Dollar gekostet. Den Erfolg dieses Films kann ich mir auch nicht wirklich erklären. Im Moment ist aber alles, bei dem der Maus-Konzern seine Filmger im Spiel hat, megaerfolgreich. Der Erfolg bestätigt sie und wir werden künftig wohl weiter mit solchen Filmen zugemüllt. Traurig.

    1. Ja traurig, dass der Konzern immer bestätigt wird und so viele Menschen zufrieden sind, mit dem, was sie da serviert bekommen. Alles wird bis zum letzten Tropfen ausgewrungen. Na mal sehen wo das endet.

NurZuTrauDich!

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