CuddlyBearMustSurviveOder
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Puppet Master: The Littlest Reich von Sonny Laguna, Tommy Wiklund

Puppet Master: The Littlest Reich
Directed by Sonny Laguna & Tommy Wiklund
Produced by Dallas Sonnier, Charles Band (executive producer)
Screenplay by S. Craig Zahler
Based on Puppet Master by Kenneth J. Hall, David Schmoeller (as Joseph G. Collodi)
Starring Thomas Lennon, Kennedy Summers, Barbara Crampton, Udo Kier
Music by Fabio Frizzi, Richard Band
Production company: Cinestate
Distributed by RLJE Films
Release date August 17, 2018
Running time 90 minutes
Country United States
Language English

 

Das Glück scheint Edgar verlassen zu haben, erst die Scheidung von seiner Frau und nun muss er auch noch zu seinen Eltern ziehen.
Doch dann findet er im Kinderzimmer seines Bruders zwei bewaffnete Puppen und entdeckt, dass die ganz hoch im Kurs stehen. Zweifelsohne sind sie von André Toulon, der vor 30 Jahren mit Hilfe seiner zum Leben erweckten Puppen zahlreiche Morde begangen hat und dann verschwand. 
Just soll anlässlich des Jahrestages dieser Morde eine Auktion seiner Puppen stattfinden und natürlich will Edgar mit seiner neuen Freundin dorthin und ehe er sich versieht, sitzt sein Boss aus dem Comicladen, Markowitz, auch noch mit im Boot.

„Puppet Master: The Littlest Reich“ ist ein Film, den ich nun wirklich nicht auf meinem Plan hatte, aber dieser vorletzte Tag des Fantasy Filmfests hatte solche Riesenpausen zwischen den Filmen, dass ich partout nicht gewusst hätte, was ich da anstellen sollte und bin einfach mit reingegangen.

Dieser 13. Teil der „Puppet-Master“-Franchise macht nun einiges gleich, jedoch auch vieles anders, denn André Toulon ist nun nicht mehr der von Nazis verfolgte, sondern selbst einer und was für einer. Man hatte tatsächlich die Chuzpe keinen geringeren als Udo Kier als Toulon zu verpflichten, den einzigen Menschen, der einen noch härteren deutschen Akzent hat als Ruth Westheimer. Entsprechend tobte der Saal, insbesondere die Franzosenfraktion, als Kier als Toulon  seine Herkunft erklärend behauptete, er käme aus Paris. Nicht der letzte Lacher in diesem Film, denn so seltsam es klingen mag, Sonny Laguna und Tommy Wiklund haben die Puppen tanzen lassen und das hieß vor allem viel Gore mit winzigen Spielzeugwaffen. So schlitzen die Holzfiguren nach ihrer Wiedererweckung nicht nur mit weniger als zahnstochergroßen Schwertern Sehnen durch, sondern Trennen mit putzigem Minipropeller Köpfe ab und lassen ihr Opfer sich selbst ins Gesicht pinkeln. Ein Sammlerpaar wird verbrannt, eine Schwangere durchgraben. Das Blut spritzt und fließt und kaum jemand kann sich vor den Nazipuppen retten, auch das lesbische Paar nicht, denn Toulon war den „Randgruppen“ schon sehr abgeneigt. Und wenn man der Meinung ist, dass Sammler ohnehin Spinner sind, hier geht es den Kollektoren von Nazidevotionalien an den Kragen.
Dazwischen geben Thomas Lennon als Edgar und Jenny Pellicer als Ashley das frisch verliebte comicaffine Paar, die zwischen all dem Gemetzel immer wieder Zeit finden, Sex zu haben, Barbara Crampton ist sowas wie die Security im Haus und Michael Paré, mal nicht für Boll vor der Kamera.
„Puppet Master: The Littlest Reich“ ist bedingungsloser Puppet Master Trash vom Feinsten. Splatter wo das Auge hinreicht und dabei völlig politisch unkorrekt.
Das kann man einfach nur blöd finden oder nicht drüber nachdenken und sich amüsieren.

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