DerVielfraßAnUndFürSich

X-Men Origins: Wolverine von Gavin Hood

wolverineInhalt:
Kanada 1845 der junge James Howlett ist mal wieder krank und wird von seinem Freund Victor Creed gehänselt als sich die Ereignisse überschlagen. James Vater wird von Victors Vater getötet und James gerät darüber so in Zorn, dass er Mr. Creed tötet. Ziemlich überraschend, denn es zeigt sich erstmals, dass James ein Mutant ist, dem Klauen aus den Händen wachsen. Doch das Leid hat kein Ende, denn im Todeskampf gesteht Creed, dass tatsächlich er James Vater ist und Victor sein Bruder. James Mutter ist über James entsetzt und die beiden Jungen flüchten und kämpfen sich im Laufe der Jahrhunderte durch den ein oder anderen Krieg. Sie sind beide Mutanten mit ähnlichen Fähigkeiten, die nach dem Erwachsenwerden nicht mehr altern, doch entfernen sie sich voneinander. Während James des Tötens müde ist, gerät Victor zunehmend in den Blutrausch und mordet völlig unkontrolliert. Als die beiden dann für eine Spezialeinheit rekrutiert werden und wieder nur töten sollen, velässt James Victor und die Einheit und zieht sich in die Berge zurück. Leider sind seine ruhigen Tage gezählt, denn Colonel William Stryker will Logan wieder im Boot haben – um jeden Preis…

Fazit:
Man kann Wolverine mit Fug und Recht als eine der coolsten Mutanten aller Zeiten bezeichnen und niemand hat so sehr einen eignen Film verdient wie er, dennoch ist hier nicht alles Gold was glänzt. Während die ersten 30 Minuten total gut losgehen und die beiden Brüder Logan/Wolverine und Victor/Sabretooth sich durch die Kriege kämpfen, verliert sich die Spannung dann im folgenden Film total und dümpelt effektvoll vor sich hin. Hervorzuheben ist neben der guten Wahl Danny Hustons als William Stryker, die Leistung Liev Schreibers, der den Sabretooth unglaublich gut spielt und sein Abdriften zum Bösen nicht besser hätte darstellen können. Leider ist mir schleierhaft, warum Sabretooth hier Wolverines Bruder ist…. Die beiden sind dann eigentlich auch die einzigen interessanten Mutanten, alle anderen erscheinen nur sehr oberflächlich. Schade denn die ein oder andere Figur hätte wirklich mehr Aufmerksamkeit verdient, aber Silver Fox, Gambit, Agent Zero oder Bolt sind nur schmückendes Beiwerk, der Film insgesamt ein Effektfeuerwerk, das jetzt aber auch nicht gerade bahnbrechend daherkommt und manchmal richtig albern wirkt.
6-10
Alles in allem hat Hood der Wolverine-Figur mit seinem Film keinen Gefallen getan, aber unansehbar ist er nicht. Wer die X-Men-Filme mag kann diesen eigentlich auch nicht nicht mögen, denn so prall waren die drei ja auch nicht.

USA / Neuseeland / Australien 2009 – Regie:Gavin Hood – Darsteller: Hugh Jackman, Ryan Reynolds, Liev Schreiber, Dominic Monaghan, Lynn Collins, Danny Huston, Daniel Henney, Taylor Kitsch, Kevin Durand – FSK: ab 16 – Länge: 107min.

11 thoughts on “DerVielfraßAnUndFürSich”

  1. Ja auf jeden Fall ist deine Bewertung fair…
    …jedenfalls wenn man den Comic nicht kennt…

    Ich hab mich in den Film teilweise so was von weggelacht.

    Am besten ist diese Kitsch-Szene, wie er zu dem Namen Wolverine
    kommt! Denn eigentlich hat er den Namen in einer Bergbauersiedlung
    bekommen, weil er so bullig ist und so schnell gräbt und das wird
    dann zu seinen Spitznamen bei den Boxkämpfen dort… Und Silberfox
    erzählt da was von einer Göttin und blablabla… LOL

    Aber ich fand ihn auch ganz ok.

    Ach ja und wenn es dich interessiert:

    Logan und Victor kannten sich ja schon als Kinder
    sehr sehr gut und waren deshalb wie Brüder füreinander.

  2. Ich fand den Film stellenweise auch etwas träge.

    Auch die anderen Mutanten, die auftauchten, wirkten wahrhaftig etwas dahingeschmettert.

    Gerade die Rolle des Gambit ist in diesem Film wohl nur aufgetaucht, weil er in X-men 3 herausgekürzt wurde.
    Der damalige Schauspieler hatte kurzfristig ein für ihn besseres Filmangebot angenommen und so wurde Gambit erst in diesem Film eingeführt. Ich finde, solche Patzer merkt man „Wolverine“ deutlich an.

    Echt schade um die Serie. Bin ein großer X-Men Fan.
    Naja, immerhin war der Film schonmal besser, als dieser Wiederstandsschwachsinn von Teil Drei, in dem mal eben gefühlte fünfzehn Handlungsstränge aus knapp 50 Comics in 100min Film gepackt wurde….lächerlich!

  3. Den Fehler darf man natürlich nie machen, zu denken, ein Film könnte genau wie der Comic werden, aber mich ärgert es schon, wenn „die Geschichte“ einfach neu geschrieben wird, um es massenkompatibel verständlich zu machen. Außerdem kam Sabretooth ja bereits im den X-Men-Film vor und da haben sich die beiden fast völlig ignoriert was irgendwie seltsam rüberkam.
    Hier sind sie doch Halbbrüder, nicht wie Brüder?!

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