EnergieboosterUndEinKriechenderArm

The Cloverfield Paradox von Julius Onah

Directed by Julius Onah
Produced by J. J. Abrams, Lindsey Weber
Screenplay by Oren Uziel
Story by Oren Uziel, Doug Jung
Starring Daniel Brühl, Elizabeth Debicki, Aksel Hennie, Gugu Mbatha-Raw, Chris O’Dowd, John Ortiz, David Oyelowo, Zhang Ziyi
Music by Bear McCreary
Cinematography Dan Mindel
Edited by Alan Baumgarten, Matt Evans, Rebecca Valente
Production companies  Paramount Pictures, Bad Robot Productions
Distributed by Netflix
Release date February 4, 2018 (United States)
Running time 102 minutes
Country United States
Language English
Budget $45 million

 

Die Energieversorgung auf der Erde ist am Ende, aber so richtig und ein globaler Krieg um die letzten Ölreserven steht vor der Tür. Doch es gibt ein letztes Aufbäumen: ein internationales Team wird in einem Projekt zur Energiegewinnung in den Orbit geschickt. Ein kolossaler Teilchenbeschleuniger soll die Rettung bringen, aber was kurz angedacht war, entpuppt sich als mehrjähriger Einsatz, denn der „Shepard“ lässt sich nicht anwerfen.
Nach über zwei Jahren dann startet die Anlage endlich und fährt hoch, doch kommt es zu einer Fehlfunktion und einem Brand und auf einmal ist nichts mehr wie es vorher war, weder auf der Erde, noch auf der Raumstation.

Es ist kein Geheimnis, dass ich ein ausgesprochener Fan der Cloverfield Reihe bin. Während die Kritiker bereits den ersten Film verrissen, kam ich glückselig taumelnd aus dem Kino und auch bei diesem dritten Teil gehen die Meinungen auseinander.
Es ist keine Überraschung, dass dieser Film wieder ganz anders als die Teile davor ist. So war das Konzept, da beißt die Maus keinen Faden ab. Während „Cloverfield“ herrlich wüstes Monsterkino war, ohne sich großartig in Erklärungen zu ergehen, war „10 Cloverfield Lane“ ein dichtes Ensemble-Drama, dass fast die gesamte Zeit mit einer möglichen Bedrohung spielte und auch die Kritiker für sich gewann, die dem SF-Kino sonst weniger gewogen sind. „The Cloverfield Paradox“ ist nun wieder ein klassischer SF, der sicherlich nicht auf viele technische Details eingeht, was er aber auch nicht muss, da es nicht darum geht zu verstehen wie ein monströser Teilchenbeschleuniger funktioniert oder die Raumstation en detail aufgebaut ist.
Ähnlich wie in „Life“ muss sich hier die sehr gemischte Besatzung einer Raumstation mit einer Katastrophensituation auseinandersetzen, die wie der Titel impliziert paradox ist. Gleichzeitig erleben wir auch wie sich diese Katastrophe auf die Erde auswirkt und haben (leider) auch wieder eine Familienstory dabei, die ich jetzt nicht gebraucht hätte, die jedoch weit entfernt von irgendwelchem Emmerich-Mist ist.
Das Ensemble bestehend aus Daniel Brühl (war okay hier so als Physiker), Elizabeth Debicki (sehr sehr blass), Aksel Hennie, Gugu Mbatha-Raw (für den Herzschmerz), Chris O’Dowd (ich mag ihn so sehr), John Ortiz, David Oyelowo (Chef vons Janze) und Zhang Ziyi (gefiel mir wie meist nicht so gut) passte gut zusammen und ich bin mit dem Film zufrieden, wenn auch etwas Luft nach oben bleibt.
Ganz sicherlich ist es jedoch sehr schade, dass Paramount einen mit 45 Millionen budgetierten Film gleich zu Netflix abgeschoben hat, anstatt ihn ins Kino zu bringen. Ein Verfahren, das wohl nun häufiger so laufen wird.

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