There’llNeverBeAnotherCamelotAgain

Jackie von Pablo Larraín

Directed by Pablo Larraín
Produced by Juan de Dios Larraín, Darren Aronofsky, Mickey Liddell, Scott Franklin, Ari Handel
Written by Noah Oppenheim
Starring Natalie Portman, Peter Sarsgaard, Greta Gerwig, Billy Crudup, John Hurt
Music by Mica Levi
Cinematography Stéphane Fontaine
Edited by Sebastián Sepúlveda
Ausstattung Jean Rabasse, A.D.C.
Kostüme Madeline Fontaine
Make-Up Fabienne Gervais
Production companies  LD Entertainment, Wild Bunch, Fabula, Why Not Productions, Bliss Media, Endemol Shine Studios, Protozoa
Distributed by Fox Searchlight Pictures
Release date September 7, 2016 (Venice), December 2, 2016 (United States)
Running time 99 minutes
Country United States, Chile, France
Language English
Budget $9 million
Box office $16.8 million

 

Als am 22. November 1963 Präsident John F. Kennedy in Dallas erschossen wird, bricht für Jacqueline Bouvier Kennedy eine Welt zusammen. Nicht, dass das Leben an John F. Kennedys Seite ein Zuckerschlecken gewesen wäre, doch sie hat diesen Mann geliebt und wird von einer Sekunde auf die andere von der First Lady zur Präsidentenwitwe degradiert, die sich am besten schnell von der Bildfläche verabschiedet.
Doch Jackie fordert einen Abschied mit Anstand und in einer Größenordnung wie es ihrer Ansicht nach angemessen für einen Präsidenten, der in Erinnerung bleiben soll, ist.
Eine Woche nach dem Tod JFKs trifft sich Jackie mit dem „Life Magazin“-Journalisten Theodore H. White, um die wichtigsten Momente der jüngsten Vergangenheit Revue passieren zu lassen, für sich, aber auch für die Nachwelt.

Eines vorneweg: „Jackie“ betrachtet nur einen winzigen, aber sicherlich wichtigen Zweitraum im Leben Jacqueline Lee Bouvier Kennedy Onassis‘ genauer, nämlich den kurz vor dem Attentat bis wenige Woche danach. Im Fokus steht das „Life“-Interview mit dem Journalisten Theodore H. White, dass Jackie eine Woche nach der Ermordung JFKs führte. Sie ließ darin den Anschlag Revue passieren und erzählte wie sie sich danach gefühlt hatte und wie sie versuchte das Andenken an ihren Mann hoch zu halten wie auch ihre Bemühungen die Kennedys und das Weiße Haus für das Volk erlebbar zu machen und die Geschichte der Präsidenten zurück ins Weiße Haus zu bringen.
Die Geschichte wechselt dabei zwischen den Zeitebenen und zeigt Jackies geschickten Flirt mit den Medien. So führte sie bereits 1962 für CBS das amerikanische Fernsehen und damit das Volk durch das weiße Haus und erklärte dabei ihre aufwändigen Umbauten und Zukäufe alter Präsidentenausstattungen. Der gesamte Auftritt wurde perfekt durchchoreografiert, denn eines war Jackie mit Sicherheit: eitel.
Das Attentat selbst ein Albtraum für die junge First Lady, die zwar mit negativen Reaktionen in Texas rechnete, aber nicht mit der Ermordung auf offener Straße. Ohne durchzuatmen oder gar das blutverschmierte Kostüm zu wechseln taumelt sie durch den Pulk von Sicherheitskräften, um sich nach Stunden endlich das Blut aus dem Gesicht zu wischen und so wie sie ist bei der unmittelbaren Vereidigung Lyndon B. Johnson zu stehen.
Sie will genau wissen, was eine Obduktion ist und versicherte Bobby Kennedy alles getan zu haben das Gehirn im Kopf zu halten.
Das Leid erst zwei Kinder verloren zu haben und nun den Ehemann steht ihr auf dem Gesicht geschrieben und wie soll sie es den beiden verbliebenen Kindern beibringen?
Portmans Ausdruck schwankt zwischen Schock, Heulkrampf, Panik, Kälte. Jackie will alles unter Kontrolle halten. Kein Begräbnis in der Familiengruft, sondern ganz großes Kino mit Kindern und zu Fuß. Sie macht es für sich und sie erzählt alles, doch schreiben darf White davon nichts.
Larraín spielt mit den Zeitebenen.
Nahaufnahmen, Nachgestelltes vermischt mit Originalmaterial und immer wieder die Bemühungen Jackie so menschlich wie möglich darzustellen, denn machen wir uns nichts vor: Stilikone heißt noch lange nicht, dass sie als herzlich galt. „Nur vom feinsten“ so auch ihre Worte im Film. Fürs Volk und für ihre Eitelkeit, das wusste sie.
„Jackie“ ist Kunst und besticht neben der unorthodoxen Erzählweise durch seine hervorragenden Darsteller. Vor allem Greta Gerwig und Peter Sarsgaard haben es mir angetan, ob mich die Portman jemals überzeugen kann, dass sie für so eine Rolle idealbesetzt ist, weiß ich nicht, für mich ist sie einfach zu starr und zu wenig wandelbar.
Das große Manko des Films und der Grund warum ich ihn ganz bestimmt nie wieder ansehen werde, ist aber die Musik von Mica Levi. Was für ein furchtbarer Score und mir völlig unverständlich, dass der für einen Oscar nominiert wurde. Bei „Under The Skin“ mag die Musik von Levi noch gepasst haben, hier konnte ich mich teilweise überhaupt nicht auf den Film einlassen, weil ich davon abgenervt war.
„Jackie“ war der letzte Film, in dem John Hurt mitgespielt hat.

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