SchwertGegenRevolverhelden

The Warrior’s Way von Lee Sngmoo

Inhalt:
Irgendwo in Asien des 19. Jahrhunderts strebt Yang seinem Ziel entgegen der größte Schwertkämpfer der Welt zu werden. Als gnadenloser Kämpfer und Meuchelmörder des Clans der Traurigen Flöten tötet er den früheren größten Schwertkämpfer und Anführer des befeindeten Clans.
Beide Clans schwörten einst, dass sie gegeneinander kämpften, bis keiner der Gegenseite mehr übrig ist und so tötete Yang einem nach dem anderen. Doch als der letzte Mann durch sein Schwert fällt, findet Yang ein Körbchen mit einem Baby und er kann das kleine Mädchen einfach nicht umbringen.
So nimmt er die Kleine und verlässt das Land Richtung Neue Welt, in der er nach einem alten Freund sucht. Kämpferkumpan Smiley ist zwar seit 3 Jahren tot, doch trifft Yang stattdessen auf eine Hand voll schräger Typen, die ihn herzlich aufnehmen und ein paar fiesen Lumpen, die die Stadt immer wieder überfallen.

Fazit:
Tja „The Warrior’s Way“ ist wieder mal so ein Dexter Ding. Ich weiß nicht, warum ich so auf diesen Film anspringe, vielleicht ist es meine romantische Ader und meine Vorliebe für extravagante Optik. Wer weiß, denn an sich ist weder Story noch Effekte hui, an manchen Stellen sogar recht albern, trotzdem mir hats gefallen.
Ein sogenannter Assassin, Vorzeigekämpfer des Clans der „Sad Flutes“ hat die Gegener praktisch auf Null dezimiert und damit sein Ziel erreicht, der beste Schwertkämpfer der Welt zu sein. Doch dann entdeckt er in einem Körbchen ein Baby, die wirklich letzte Überlebende der Feinde. Ein Blütenblatt auf seinem Gesicht bringt das Schnuckelchen zum lachen und hin sind alle guten Mördervorsätze, Yang entschließt sich zur Flucht über den großen Teich. Er versiegelt sein Schwert, damit die Traurigen Flöten ihn nicht finden können und schwört somit auch dem Töten ab.
Das scheint in dem versandeten heruntergekommenden Städtchen Lode recht einfach zu sein. Neben den wenigen Einwohnern, haben sich dort auch eine Hand voll Schausteller niedergelassen und alles geht seinen ruhigen Weg, bis eine Bande von Gesetzlosen mit dem Colonel als Anführer wieder über die Stadt herfallen, töten und vergewaltigen. Das kann Yang, der hier Skinny gerufen wird nicht lange mit ansehen, allerdings ruft das entsiegelte Schwert nun auch seinen Clan ins Wüstenstädtchen.
Neben der nicht ausgefallenen, aber auch nicht gerade ausgelutschten und sehr netten Story, kann Lee Sngmoo, wie auch immer der ausgesprochen wird, besonders durch originelle und sympathische Typen und eine ebenso fast schon surrealistische Kulisse Punkten.
Ich fand es sehr positiv, dass hier ein Fremder in einer Westernstadt aufschlägt und einfach mal gut aufgenommen wird. Sicher, nicht zuletzt leben hier allesamt seltsame Typen, schon wegen der Schaustellertruppe, dennoch. Gut und Böse werden auch klar getrennt; der einzige der sowas wie eine leichte Grauzone ist, ist der Protagonist selbst, der aber vom Bösen abgeschworen hat und sogar Blümchen fürs Baby in den Wüstensand setzt.
Auf der guten Seite stehen ihm dafür Kate Bosworth als Lynne, der jungen Frau mit tragischer Vergangenheit, Geoffrey Rush als Ron, dem Trinker und Scharfschützen mit tragischer Vergangenheit und Tony Cox als 8-Ball, der Zwerg mit glaube ich auch mit tragischer Vergangenheit, zur Seite. Die Bösen werden vor allem perfekt durch Danny Huston als The Colonel, dem pädophilen Zahnfetischisten mit tragischer Zukunft, verkörpert. Alle sind sie ganz schön dreckig, aber motiviert, wenn es fließt, fließt das Blut auch ordentlich, auch wenn die Schwertkämpfe nun nicht besonders herausragend sind; zurückhaltend geht’s hier nicht.
Ich habe gelesen, dass sich viele an der Machart störten; die Kulisse ist schon sehr theatermäßig, aber ich fand das richtig gut. Das passte für mich einfach alles zusammen wie mir auch Jang Dong Gun, die Bosworth und Huston gut gefielen.
Alles in allem für mich ein Kandidat, den ich mag und wahrscheinlich auch immer wieder gucken werden, wenn er mir über den Weg läuft.
9:10

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p>Directed by Sngmoo Lee Produced by Barrie M. Osborne Lee Joo-Ick Michael Peyser Written by Sngmoo Lee Starring Jang Dong Gun Geoffrey Rush Kate Bosworth Danny Huston Music by Javier Navarrete Cinematography Woo-Hyung Kim Studio Fuse Media Sad Flutes Relativity Media Distributed by Rogue Release date(s) December 3, 2010 Running time 100 minutes Language English Budget $42 million

8 thoughts on “SchwertGegenRevolverhelden”

  1. Ja der hatte einfach das gewisse Etwas. Schöne Kritik übrigens, war in seinem Erscheinungsjahr auch einer meiner Lieblings DVD- Premieren hierzulande, muss mal gucken was ich damals dazu loswerden wollte, in meiner Kritik 😉

  2. Jetzt fällt es mir richtig auf, Du hast Deine credits geändert, nicht? Oder das liegt schon länger zurück und mir fällt es jetzt erst richtig auf. (dann sorry) Finde ich gut, auch dass Du Budget reingenommen hast. Der release date bezieht sich dann auf Deutschland?

  3. Ja ich habe z. B. immer Probleme mit der Filmlänge, die variiert häufig. Ich nehme dann immer die von dem Kino, in dem ich den Film gesehen habe oder was iTunes schreibt, oder so. Wäre es bei Deinen credits nicht besser (weil Du ja wahrscheinlich überwiegend dt. Leser hast) den deutschen Kino- oder DVD Start zu nehmen und vielleicht zusätzlich den amerikanischen? Das mit dem U.S. release würde mich persönlich glücklich machen. 🙂

  4. Ja klar. Wie erwähnt nehme ich meist deutsche Quellen für Filme, die hier aktuell laufen, nur in Ausnahmen gehe ich auf die englische oder deutsche Wikipedia, wenn die Kinoseiten nichts bringen. Da bin ich meist recht faul 🙂

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