AllDead-DasInszenierteFinale

Glass von M. Night Shyamalan

Directed by M. Night Shyamalan
Produced by M. Night Shyamalan, Jason Blum, Marc Bienstock, Ashwin Rajan
Written by M. Night Shyamalan
Starring  James McAvoy, Bruce Willis, Anya Taylor-Joy, Sarah Paulson, Samuel L. Jackson
Music by West Dylan Thordson
Cinematography Mike Gioulakis
Edited by Luke Ciarrocchi, Blu Murray
Production company: Blinding Edge Pictures, Blumhouse Productions
Distributed by  Universal Pictures (US), Walt Disney Studios Motion Pictures (International)
Release date January 12, 2019 (Alamo Drafthouse Cinema), January 18, 2019 (United States)
Running time 129 minutes
Country United States
Language English
Budget $20 million
Box office $162.7 million

Mittlerweile betreibt David Dunn zusammen mit seinem Sohn Joseph eine Sicherheitsfirma, geht aber gleichzeitig mit Josephs Unterstützung auf Streifzüge, um böse Menschen zur Strecke zu bringen. Dunn lebt gefährlich, denn er wird gesucht, nichtsdestotrotz hat er sich in den Kopf gesetzt, den noch auf der Flucht befindlichen Entführer und Mörder Kevin Wendell Crumb zu finden. Kevin hat unterdes erneut vier Mädchen entführt und seine Bestie wartet auf ihre Tötung.
Als Dunn Kevin tatsächlich trifft und identifiziert, kommt es zu einem Kampf, der jäh durch eine Spezialeinheit unterbrochen wird. Dunn und Crumb werden in eine geschlossene Psychiatrie verbracht, in der bereits Elijah Price, schwer unter Drogen gesetzt, einsitzt.

Während ich „Unbreakable“ bis heute richtig gern mag, muss ich gestehen, einfach nie die Motivation gefunden zu haben „Split“ zu gucken. Ich denke, das wird sich auch noch herausziehen, denn der junge Mann mit den vielen Persönlichkeiten plus Bestie, liegt mir nicht wie ich in diesem Film bestätigt bekam, ohne die hervorragende Leistung James McAvoy schmälern zu wollen, denn wie er die Persönlichkeiten wechselte war beeindruckend.
„Glass“ führt Shyamalans drei Comiccharakter zusammen. David Dunn, Elijah Price und Kevin Wendell Crumb. Doch die drei werden festgenommen und in eine psychiatrische Anstalt gebracht, in der sie Dr. Ellie Staple davon zu überzeugen versucht, dass es keine Superhelden gibt und alles nur Einbildung ist.
Natürlich wissen es die Drei besser und Dunn weiß, dass es keine gute Idee ist Price und Crumb so ohne verstärkte Sicherheitsmaßnahmen festzusetzen. Doch Dr. Staple ist sich sicher, dass sie Vorkehrungen reichen und täuscht sich gewaltig. Das hätten wir ihr auch sagen können.
So kommt es wie es kommen muss, Price, der sich nun Mr. Glass nennt, trickst alle aus und befreit Dunn und die Bestie. Dabei geht es ihm nicht um den Sieg von Gut oder Böse, sondern um den öffentlichen Showdown, den Beweis, dass Wesen wie sie existieren.
Ich hätte mir für diesen Film wirklich gewünscht er hätte sich auf das Wesentliche beschränkt. Man kann den Inhalt so herrlich zusammenfassen und selbst mit ein paar Extraszenen hätte er in 90 gute Minuten gepasst. Leider verheddert sich Shyamalan wieder in zu üppiger und teilweise auch langweiliger Erzählung, sein größtes Manko ist jedoch Sarah Paulson. Es tut mir so leid, ich mag sie wirklich gerne, aber hier ging sie an meine Schmerzgrenze. Die Story, um eine Geheimorganisation, die Superhelden kontrolliert und ausschaltet ist an sich nicht schlecht, aber diese bescheuerten Sitzungen mit Dr. Staple gingen an meine Substanz. Auch kommt praktisch null Input zum Filmnamensgeber Glass. Wir sehen mal wieder einen Einspieler aus seiner Kindheit, aber so wirklich Neues gibt es nicht. Stattdessen verkommt er vom Superschurken zum Dirigenten.
Sicherlich hat der Film trotzdem, insbesondere zu Beginn gute Momente.
Eine Sicherheitsfirma zu betreiben und die Technik dazu mitzuverwenden die bösen Jungs zu fangen, war eine gute Idee und passt zu Dunns Charakter und selbst das Casey Cooke versucht Kevin zur Dominanz zu zwingen, fand ich völlig okay. Mir gefiel, dass Joseph noch immer von Spencer Treat Clark verkörpert wird, auch gibt es ein Wiedersehen mit Mr. Glass Mutter sowie mit Anya Taylor-Joy aka Casey Cooke, auch Shyamalan selbst hatte eine nette Cameo. Und sogar das irrwitzig konstruierte Ausbruchsszenario hatte seinen Charme. 
Doch dann gab es immer wieder Längen, Paulson Closeups und gefühlt nie enden wollenden Auseinandersetzungen und Kampfszenen, die den Gesamtgenuss erheblich schmälerten. So gesehen kann ich nicht sagen, dass es ein richtig guter Film geworden wäre. Leider.

Vorerst haben wir nun Ruhe, aber Shyamalan ist erst 49 und das Boxoffice gibt ihm recht. Also harren wir der Dinge.

 

 

6 Gedanken zu „AllDead-DasInszenierteFinale“

    1. Du, es gibt reichlich positive Stimmen, ziemlich einig sind sich alle nur bei der Paulson. Diese Sitzungen in der Psychatrie sind für die Katz.
      Da Du ja McAvoy-Fanin bist, lohnt sich ein Blick schon. Er ist wirklich klasse und hat mit Sicherheit auch die besten Parts und Gags im Film. Einen ganzen Film mit der Figur wäre mir persönlich aber zu anstrengend und langweilig.

  1. Shyamalans Cameo ist nicht überraschend. Macht er ja häufig in seinen Filmen. Kurz auftauchen und wieder verschwinden. Ich hab „Split“ nicht gesehen und an „Unbreakable“ kann ich mich nur rudimentär erinnern. Ich werde wohl irgendwann mal alle drei als Features anschauen (müssen). Das muss ja nicht zwingend im Kino sein.

    1. Ist mir echt noch nie aufgefallen :))
      Unbreakable habe ich schon ein paar Mal gesehen, den mag ich richtig gerne. Das wird dann aber ein langer Kinoabend 😀

NurZuTrauDich!

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