AngriffDerKissArmyOderWerIstDerRosarotePanther?

Why Him? von John Hamburg

Directed by John Hamburg
Produced by Stuart Cornfeld, Dan Levine, Shawn Levy, Ben Stiller
Screenplay by  John Hamburg, Ian Helfer
Story by Jonah Hill, John Hamburg, Ian Helfer
Starring James Franco, Bryan Cranston, Zoey Deutch, Megan Mullally, Griffin Gluck, Keegan-Michael Key, Steve Aoki
Music by Theodore Shapiro
Cinematography Kris Kachikis
Edited by William Kerr
Production company  21 Laps Entertainment, Red Hour Productions, TSG Entertainment
Distributed by 20th Century Fox
Release date December 17, 2016 (Los Angeles), December 23, 2016 (United States)
Running time 111 minutes
Country United States
Language English
Budget $38 million
Box office $66.3 million

Papierkartenfabrikant Ned Fleming ist nicht begeistert, als er den Freund von Tochter Stephanie das erste Mal sieht.
Gut, es passiert während einer Videokonferenz mit ihr, übertragen auf großer Leinwand vor versammelten Gästen bei seinem 55. Geburtstag und Laird Mayhew, so heißt der Auserwählte, steht mit heruntergelassener Hose vor dem Laptop…
Der erste Eindruck zählt, Steph ist Neds einzige Tochter und studiert an der Stanford Universität und niemand wusste bis dahin von ihrem Freund und klar, dass nach so einem Auftritt die Euphorie zum Weihnachtsfest zu ihr nach Kalifornien zu fahren begrenzt ist. Die Situation entspannt sich vor Ort auch nicht wirklich, denn Laird ist 10 Jahre älter als Steph, sagt, was er denkt, spricht vornehmlich in Kraftausdrücken, ist stinkreich und führt einen papierlosen Haushalt.

 

Als ich die ersten Trailer sah, die ich wirklich lustig fand, dachte ich: okay wie üblich die amüsantesten Szenen herausgepickt und der Rest ist total dröge, doch dem ist nicht so!
„Why Him?“ ist mit Sicherheit keine der besten Komödien der letzten Jahre, aber so langsam kann ich was mit diesem Franco/Hill/Stiller-Humor anfangen oder diese Sneak hat mich den Tag auf dem rechten Fuß erwischt wer weiß; auf jeden Fall habe ich mich gekringelt vor Lachen, wie der Rest des Publikums auch.
Gestrickt wurde diese Geschichte nach altbewährtem Muster und ja, sie läuft auf ein Happy End hinaus, dazwischen gibt es jedoch viel zu lachen, selbst wenn es sich nicht um die frischesten Gags handelt. Das Gesamtpaket stimmte hier einfach und vor allem Cranston ist unbezahlbar und Franco ist perfekt für seine Rolle.
Es geht wie in so vielen Familienkomödien um den Crash der Generationen, moderne Softwareentwickler gegen „verstaubte“ Kleinunternehmer, Vater gegen Freund der Lieblingstochter.
Papier ist auf dem absteigenden Ast, das muss Ned Fleming zur Kenntnis nehmen, verdrängt es aber und dann schleppt seine einzige Tochter auch noch einen Freund an, der sich als potentieller Schwiegersohn entpuppt und ihre Zukunftspläne ordentlich von denen des Vaters trennen.
Freund Laird ist ein Softwarehipstermillionär, der so ziemlich jedem Trend folgt. Vom Promikoch und essbarer Erde über Kunst in Urin bis hin zum japanischen Klo und der Tatsache, dass es im Haushalt kein Fitzelchen Papier gibt, Ned trifft auf einem Albtraum zu anderen. Dazu kommt, dass Laird nicht ohne Tyraden von Kraftausdrücken kommunizieren kann und Tochter Stephanie offensichtlich total begeistert von ihm ist.
So versucht Ned mit Frau Barb und Sohn Scotty die Tage bis Weihnachten zu überstehen, doch das erweist sich als schwieriger als gedacht und wirbelt die Familie mächtig durcheinander.
Es ist alles dabei: die innerwohnenden und immer arbeitenden Softwarentwicklersklaven, schwachsinnige moderne Kunst, Yuppiköche mit ungenießbaren Kreationen, Technik, die eigentlich niemand versteht und Haus-Siri „Justine“ die Stimme, die alles sieht und kommentiert.
Es gibt unverschämt freche Anleihen des Pink Panther-Running Gags mit Kato, der aber vehement abgestritten und nur von Vater Ned erkannt wird, nichtsdestotrotz Spaß macht, vor allem wegen der beiden Beteiligten und natürlich die Kiss-Army, ein wichtiger Bestandteil des Lebens von Ned und Barb.
Zusammenfassend ein harmloser Spaß, der für eine Sneak Preview genau richtig kam und lustigerweise habe ich, seinen sie noch so mittelmäßig, bislang alle Regiearbeiten Hamburgs gesehen. Das nur am Rande :))

 

3 thoughts on “AngriffDerKissArmyOderWerIstDerRosarotePanther?”

  1. Dann kann man den also doch gucken. 🙂 Ich mochte auch die Trailer, aber dachte, das wäre ein „Meet the Parents“-Abklatsch. Vielleicht ist es ja auch, aber wenn es funktioniert und lustig ist. Ja, Bryan Cranston ist immer toll und Megan Mullaly liebe ich ja noch aus „Will & Grace“. Also muss ich den nachholen. Wirst wohl noch ein James Franco-Fan, was? :))

    1. Ja Megan ist putzig und wie gesagt, ich fand der Film hat funktioniert, vielleicht weil er slapstickig war 🙂
      Na ja, ich komme um Franco einfach nicht herum :))

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