KollateralschädenUndDasRechtAufFreiheit

The First Avenger: Civil War 3D von Anthony Russo und Joe Russo

CivilWarDirected by Anthony Russo, Joe Russo
Produced by Kevin Feige
Screenplay by Christopher Markus, Stephen McFeely
Based on Captain America  by Joe Simon, Jack Kirby
Starring Chris Evans, Robert Downey Jr., Scarlett Johansson, Sebastian Stan, Anthony Mackie, Don Cheadle, Jeremy Renner, Chadwick Boseman, Paul Bettany, Elizabeth Olsen, Paul Rudd, Emily VanCamp, Tom Holland, Frank Grillo, William Hurt, Daniel Brühl
Music by Henry Jackman
Cinematography Trent Opaloch
Edited by Jeffrey Ford, Matthew Schmidt
Production company  Marvel Studios
Distributed by Walt Disney Studios Motion Pictures
Release dates April 12, 2016 (Dolby Theatre), May 6, 2016 (United States)
Running time 147 minutes
Country United States
Language English
Box office $224.3 million

 

Ob die Vorfälle in New York oder der Avengers Einsatz in Sokovia, die Superhelden sind erfolgreich und beschützen die Menschheit, jedoch nicht ohne „Kollateralschäden“, unschuldige Menschen, die bei den Kämpfen sterben. Diese Opfer machen die Avengers bei nicht wenigen in der Bevölkerung unbeliebt und ruft die UN auf den Plan, die die Megatruppe registrieren und kontrollieren will. Das Fass läuft endgültig über, als bei einem heiklen Einsatz in Lagos wieder Unbeteiligte sterben und dann auch noch Captain Amerika den Wintersoldier einfach nicht hergeben will. Die Fronten verhärten sich und aus Freunden werden Gegner. Auf der einen Seite Captain Amerika und seine freiheitsliebenden Anhänger, auf der anderen Seite Iron Man und seine Fangemeinde.
Der Graben ist tief: Kontrolle durch die Menschen und Einsätze, die womöglich fragwürdige Intentionen haben oder die Freiheit selbstbestimmt zu agieren und nach besten Gewissen zu handeln.

Warum ich diesen x-ten Superhelden-Marvel-Streifen in 3D angesehen habe kann ich nur mit mauen Ausreden rechtfertigen, aber das Kind war in den Brunnen gefallen und ich mit Kopfschmerzen bestraft, denn 146 Minuten mit Plastikbrille und viel zu leisen Kino (danke an das unfähige UCI Potsdam Team) übersteht man nicht so ohne weiteres.
Davon abgesehen wusste ich auch sonst nicht, ob mir dieser dritte so hoch gelobte First Avenger-Film wirklich so gut gefallen hat.
Unbestritten ist die Civil War Story gut, wenn auch etwas zusammengedampft.
Die Frage was vorgeht: die Freiheit des Einzelnen oder die Sicherheit aller durch Kontrolle und Reglementierung durch die Regierung oder ihr ähnliche Institutionen, ist damals wie heute ein Dauerbrenner und sicherlich nicht einfach oder pauschal zu beantworten.
So bilden sich auch bei unseren Marvelhelden schnell zwei Lager. Eines um Captain America mit Falcon, Scarlet Witch, Ant-Man, Winter Soldier und Hawkeye, auf der anderen eines um Iron Man mit Black Widow, War Machine, Vision, Spiderman und Black Panther.
Neben der Grundsätzlichen Frage, ob man sich registrieren und einkasernieren lässt, um für die Ziele einer Regierung zu kämpfen, die nicht meine eigenen sind, kommt es in „Civil War“ zum zusätzlich Disput um den Winter Soldier. Während Captain America weiß, dass sein alter Freund nur aufgrund einer Gehirnwäsche so handelte, sehen das die Regierungstreuen ganz anders und wollen ihn ausgeliefert sehen. So ist Cap und seine Mannen auch noch vollauf damit beschäftigt Bucky in Sicherheit zu bringen und wäre das nicht schon kompliziert genug, schürt ein gewisser Helmut Zemo, Ex-Hydra Mann das Feuer weiter an. Seine Rache ist wirklich Blutwurst und so versucht er die Avenger gegeneinander auszuspielen und sie so zu vernichten, denn er kommt an ein altes Geheimnis, das für Iron Man alles entscheidend ist und bei Cap bislang ruhig im See schlummerte.
Herr Zemo ist für mich dann auch eine echte Schwachstelle im Film, denn Brühl bringt nicht nur die deutsche Filmförderung in die Disney Studios, sondern auch Verwirrung in seine Figur und der im Drehbuch für sie konstruierten Geschichte und Intention. Das hätte man sicherlich eleganter lösen können. Brühl an sich war aber okay.
Wie man unschwer erkennt gibt es eine echte brisante Story, die aber die 146 Minuten nicht wirklich ausfüllt und so kommt es wie es immer kommt: viel Haudruff und noch mehr unsinnige und manchmal echt blöd aussehende Klopperei. Das ermüdet.
Insgesamt ist „The First Avenger: Civil War“ eine gute Marvelproduktion mit ungewöhnlich viel Gehalt. Für meinen Geschmack hätte man das Ganze auf zwei Stunden verkürzen  und einige Verdreschereien aussparen sollen, dann wäre sie nahe an der Perfektion.
6975309_af82268b23_sIch hätte gut auf noch einen neuen Spiderman verzichten können und was Hobbits im Film machten, konnte ich mir auch nicht erklären, aber was solls.
Für Marvelfans ein Muss, für sporadische Anseher eher anstrengend, aber dafür interessant und ziemlich unblutig. Ist ja auch was.

9 thoughts on “KollateralschädenUndDasRechtAufFreiheit”

  1. Haha… ja, was der Hobbit im Film gesucht hat, ist wirklich eine berechtigte Frage. Aber ich mochte den neuen Spiderman, der machte Laune und Lust auf (noch) einen neuen Spiderman-Film.

    Ansonsten kann ich nur sagen, dass es schade ist, dass du in so einem blöden Kino sitzen musstest… das 3D an sich ist wirklich überflüssig, aber Lautstärke muss schon sein 😀

    Wie gesagt, für mich ist Civil War meine neue Nummer 1 der Marvel-Filme. Hat echt sauviel Spaß gemacht.

    1. Vor allem wurde Spiderman genial eingeführt. Ohne viel Brimborium, und das hat genau gepasst.
      Ich fand den Film auch insgsamt sehr gut. Etwas ernster, aber das darf schon mal sein.

        1. Ich bin kein Fan, das muß ich klarstellen. War es nicht bei den Comics, den alten Filmen, und schon gar nicht von dem unsäglichen Reboot. Aber ich mochte wie Spiderman da so nebenbei einfach da war. Zack Snyder hätte bestimmt einen extra 40minütigen Handlungsstrang dafür gebraucht 😉

  2. Bonjour!

    Seit elf Tagen tote Hose!
    Es wird Zeit für eine neue Rezension!
    (Falls innerhalb der nächsten 24 Stunden nichts folgt,
    schicke ich dir ein altrosafarbenes Tüllkleidchen zu! Droh!!!..;-D

    Weshalb werden eigentlich nur die Marvel-Comics so penetrant
    realverfilmt? Klasse wäre zum Beispiel eine Realverfilmung
    von Gilbert Shelton’s „The Fabulous Furry Freak Brothers“.
    http://tinyurl.com/hum4e93
    Den Fat Freddy Part könnte Jack Black übernehmen..;-)

    Da wären noch „Spy vs Spy“ oder „Pervers Pépère“.
    Die Abenteuer von Lolek und Bolek könnte man mit Gore
    und Splatterorgien würzen..;-D

    Mal gucken… und Gruß aus der guten Stube!

  3. 3 wochen nach filmstart endlich gesehen. ich werd alt.
    fuer die hobbitaufloesung hoff ich auf den naechsten teil.
    es gab 2 post credit scene. bei der ersten war der saal halb leer und bei der zweiten waren nur noch wir da #hardcorefans
    ansonsten fand ich das 3d irgendwie ueberfluessig bis nervig.

    1. Mit den Post Credit Szenen war es bei uns genauso :)) Potsdam macht sofort beim ersten Wort im Abspann Licht und alle stürmen aus dem Kino. Wir waren vielleicht noch 10 Leute als die letzte Szene lief ^.^
      Sag ich doch, das 3D war für die Katz.

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