DerBesondereSchädling

Arlo & Spot von Peter Sohn für Pixar/Disney

heGoodDinosaurDirected by Peter Sohn
Produced by Denise Ream
Screenplay by Meg LeFauve
Story by Peter Sohn, Erik Benson, Meg LeFauve, Kelsey Mann, Bob Peterson
Starring Raymond Ochoa, Jack Bright, Sam Elliott, Anna Paquin, A. J. Buckley, Jeffrey Wright, Frances McDormand, Steve Zahn
Music by Mychael Danna, Jeff Danna
Edited by Stephen Schaffer
Production companies  Walt Disney Pictures, Pixar Animation Studios
Distributed by Walt Disney Studios, Motion Pictures
Release dates November 10, 2015 (Paris premiere), November 25, 2015 (North America)
Running time 100 minutes
Country United States
Language English
Budget $200 million, Box office $134.6 million

 

Nehmen wir an, DER Meteorit hätte die Erde verfehlt und die Dinosaurier überlebt…und schwups sind ein paar Millionen Jahre vorbei und wir finden uns auf einer Maisfarm wieder, die von den Apatosauriern Henry und Ida betrieben wird. Die beiden haben drei Kinder, Libby, Buck und Arlo. 
Doch während erstere keine Probleme haben sich in das Farmleben einzufügen, hat Arlo so seine Schwierigkeiten, denn sein größtes Problem ist die Angst. Vater Henry hat dafür Verständnis und überträgt Arlo vermeintlich einfache Aufgaben wie die Schädlingsbekämpfung, doch der Schädling entwischt Arlo und seine Verfolgung bringt ihn in große Schwierigkeiten.

Das vorneweg: „Arlo & Spot“ ist ein guter Pixar-Film, dennoch denke ich, es war keine gute Entscheidung ihn direkt nach „Alles steht Kopf“ ins Kino zu bringen, Produktionsschwierigkeiten hin oder her.
Gewiss ist er auf ein noch jüngeres Publikum abgestimmt, aber ihn jetzt in die Vorweihnachtszeit zu quetschen ist pure Verschwendung und so war es nicht verwunderlich, dass ich mit Muddi nachmittags alleine im Kino saß.
Pixar erzählt in „Arlo & Spot“, der eigentlich „der gute Dinosaurier“ hieß und kurzfristig, warum auch immer, umbenannt wurde, die Geschichte einer fiktiven Realität, in der die Dinosaurier nicht ausgestorben sind und sich zu intelligenten sprechenden Wesen entwickelt haben, die Ackerbau und Viehzucht betreiben, während die Menschen sich noch im Heul- und Grunzstadium befinden und als Schädlinge angesehen werden.
Die Hauptrolle spielt ein junger Apatosarus, Arlo, der zu klein geraten ist und voller Ängste steckt. Als er bei der Schädlingsbekämpfung versagt, gerät er in große Not und findet sich auf einmal weit von zu Hause weg wieder. Trotz seines Ärgers auf ihn, behält er den Schädling bei sich, bei dem es sich um einen kleinen Waisenjungen handelt. Die beiden treten nun die gemeinsame Heimreise an und treffen auf Freunde und weniger nette Gesellen und werden unzertrennlich.

Nun, richtig die Geschichte ist eine Variation über Freundschaft, Familie und die Ängste, die das Erwachsenwerden so mit sich bringt, die sicherlich schon tausend Mal erzählt wurde, trotzdem ist es ein süßer Film, der vor allem durch seine phänomenale Machart beeindruckt.
Ich bin auf Empfehlung gleich in die 3D Vorstellung gegangen und mir liefen von der ersten Szene an die Tränen, so gut ist PIXAR mittlerweile. Dabei schwingt auch immer noch die Trauer um meine Freundin mit, die so ein großer PIXAR-Fan war und das nun nicht mehr sehen kann, aber mit Sicherheit total verzaubert mit dabei gesessen hätte.
Ich konnte kaum noch unterscheiden, ob ich da echte Bäume oder animierte sehe, ob es ein echter Bach war oder nicht. Die Oberflächen und Spiegelungen sind ungeheuer gut, was eigentlich schon gar nicht mehr sein kann und im starken Kontrast zu den sehr vereinfacht dargestellten Sauriern stand.
Das war aber okay so und dieser kleine Kerl, Spot, war so zuckersüß, dass man ihn am liebsten gleich adoptiert hätte.
8/10So gehen die beiden dann auf ihre beschwerliche Reise, der Apatosaurus vollbringt für einen so klobigen Riesen ganz dolle Sachen und der Menschenknirps ist nur zum Anbeißen, was auch die Bande religiös fanatischer Pterodactylus‘ so sieht.
Ein ganz feiner Film, den ich unbedingt fürs Kino und in 3D empfehle.

4 thoughts on “DerBesondereSchädling”

  1. Na „Inside Out“ kam ja zumindest in den U.S.A. bereits im Juni raus, sie hätten sich in Deutschland vielleicht nicht so viel Zeit lassen sollen, ihn hier rauszubringen. Aber es stimmt schon, wenn PIXAR nur einen Film pro Jahr rausbringt, besteht nicht die Chance, dass der irgendwie untergeht. „Arlo und Spot“ ist ein blöder Titel.

    Also Du hättest Spot adoptiert? Der hatte ja was von einem kleinen, gefrässigen Hund. Da wären wir uns bei unserem Adoptionsbedürfnis ja wenigstens nicht in die Quere gekommen. :)) Diese Szene mit den Stöckchen, die die jeweilige Familie symbolisierte, fand ich so herzzerreissend. Das ist wirklich ein traurig-schöner, aber auch sehr lustiger Film. 🙂

    1. Ja klar, so ein kleiner Wuselkindhund wäre doch lustig :))
      Genau, die Stöckchenfamilie – natürlich musste ich da auch heulen.
      War auf jeden Fall eine schöne Mischung. Habe heute Freundin mit Sohn den Film ans Herz gelegt, mal sehen, was der Kurze davon hält.

Schreibe eine Antwort zu MissCharlesDexterWard Antwort abbrechen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.