VerdammteUnsterblichkeit

Blade of the Immortal von Takashi Miike

Japanese 無限の住人
Directed by Takashi Miike
Produced by Jeremy Thomas, Misako Saka, Shigeji Maeda
Screenplay by Tetsuya Oishi
Based on Blade of the Immortal by Hiroaki Samura
Starring Takuya Kimura
Music by Koji Endo
Cinematography Nobuyasu Kita
Edited by Kenji Yamashita
Production companies: Warner Bros. Japan, Recorded Picture Company
Distributed by Warner Bros. Pictures(Japan), Magnet Releasing (United States)
Release date 29 April 2017
Running time 140 minutes
Country Japan
Language Japanese
Box office $6.73 million

 

Aus moralischen Gründen stellt sich Samurai Manji gegen seinen Fürsten und dessen Gefolgsmänner und tötet sie und in einer späteren Konfrontation mit fürstlichen Anhängern auch noch versehentlich seinen Schwager vor den Augen seiner Schwester. Nun steht er da und ist ein Ronin und muss sich um seine deshalb verrückt gewordene Schwester kümmern. Doch er verliert Machi, als sie von Banditen überfallen werden. Zwar tötet er letztendlich alle, doch seine Schwester stirbt und auch er wird tödlich verwundet. Im Blut der Gegner liegend findet ihn Yaobikuni die 800jährige Nonne, die ihn mit Hilfe von Blutwürmern heilt und unsterblich macht. Ungefragt und nicht zur Freude Manjis, der sich von nun an verbittert zurückzieht.
50 Jahre später wird Manji vom Mädchen Rin gefunden, die Rache für ihre Eltern sucht. Das Dojo ihres Vaters wurde von Master Anotsu und seinen Gefolgsleuten überfallen, Rins Vater getötet, ihre Mutter vergewaltigt und entführt. 
Rin erinnert Manji an Machi und so kann sie ihn verpflichten ihr Auftragskiller zu werden und sich mit ihr auf zu machen, Anotsu und seine Gefolgschaft aufzuspüren und zu töten. Doch es gibt noch bösere Kräfte als Anotsu und so nimmt das Unheil seinen Lauf.

Im Grunde kenne ich nur einen Bruchteil Miikes Werk und kann auch nicht sagen, dass ich von den Paar Filmen alle gut fände, trotzdem habe ich mich wild und selbstverständlich in seinen 100ersten Film gesetzt, der immerhin 140 Minuten lang ist, denn ich liebe Schwertfilme und insbesondere über verstoßende und womöglich verzauberte Samurais.
Geister und Schwerter wie Blut und Rache zieht sich ja durch meine Asiafilmsehkultur wie ein roter Faden und da kann mich eigentlich kaum was enttäuschen.
So passte die Realverfilmung des Mangas „Blade of the Immortal“ voll in mein Beuteschema; die Geschichte eines Ronin, der gegen seinen Willen von einer Geisternonne unsterblich gemacht wurde und sich vergrämt darüber zurückgezogen hat, doch letztendlich immer weiter kämpfen und Verbrecher töten muss, denn er wird von einem Mädchen, dass seiner toten Schwester zum verwechseln ähnlich sieht, verpflichtet für sie Rache zu üben. Natürlich steckt die Hexe dahinter und so lenkt sie die beiden in die Richtung des Master Anotsu, der die japanische Kampfkunst um jeden Preis erneuern will, die von alten engstirnigen Männern verteidigt und hochgehalten wird und schon seinen Vater zum Ausgestoßenen machte. Anotsu wandert mit seinen Leuten durch das Land und zwingt die Dojos entweder im zu folgen oder zu sterben. Er ist auch für den Tod Rins Vater verantwortlich, steht jedoch im Prinzip für die Erneuerung.
So bleibt im Laufe des Filmes kein Schwert trocken und so mancher verliert bis zum Bauchnabel hin alles, was so am Körper hängt, denn beide Seiten machen keine Gefangenen und Manji hat immerhin einen nicht unberechtigten Ruf, den er aber nur dank seiner Blutwürmer verteidigen kann, ist er teilweise nur wenig ungeschickter als sein Schützling Rin.
So gibt es hier neben einer Wahnsinns Action, Mord und Totschlag durchaus auch viel zu lachen, denn Rin versucht sich zwar in der Kampfkunst, wird aber immer ein tollpatschiges Mädchen bleiben. Dafür taucht irgendwann eine Kühne Kämpferin auf, die unsere vollste Aufmerksamkeit erhielt, schon weil sie in feschen Absatzschuhen auf die Mütze gab und Hauptdarsteller Takuya Kimura war ganz großartig. Natürlich muss man die stimmenmäßig schrillen japanischen Mädchenstimmen aushalten können, aber gut, das gehört einfach dazu.
Ich mag Helden mit Ecken und Kanten und auch mal nicht so perfekten Kampfkünsten und mehr Glück als Verstand und ich mag Bösewichter, die ihre Gründe haben und zu ihrem albernen Outfit stehen.
Takashi Miikes „Blade of the Immortal“ hat mich darum auch voll für sich gewonnen und hat gute Chancen auf eine Mehrfachsichtung.

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