AugenAufUndDurch

Jungle von Greg McLean

Directed by Greg McLean
Produced by Todd Fellman, Mike Gabrawy, Gary Hamilton, Mark Lazarus, Dana Lustig, Greg McLean
Screenplay by Justin Monjo
Based on Jungle by Yossi Ghinsberg
Starring Daniel Radcliffe, Alex Russell, Thomas Kretschmann, Yasmin Kassim, Joel Jackson, Jacek Koman
Music by Johnny Klimek
Cinematography Stefan Duscio
Edited by Sean Lahiff
Production company Babber Films, Cutting Edge Group, Screen Australia, Screen Queensland
Release date August 3, 2017 (MIFF)
Running time 115 minutes
Country Australia, Colombia
Language English

 

Nach drei Jahren beim israelischen Militär packt Yossi Ghinsberg entgegen des Willen seiner Eltern die Sachen und macht sich nach Südamerika auf. Er sucht das Abenteuer, will Land und Leute kennenlernen und so führt ihn seine Reise auch nach Bolivien, wo er den Schweizer Schullehrer Marcus Stamm und dessen Freund, den in Weltenbunmmlerkreisen bekannten Fotografen Kevin Gale kennenlernt. Als die drei in La Paz ankommen, wird Yossi von dem Österreicher Karl Ruchprecter angesprochen. Er erzählt von seinen magischen Ausflügen in den Dschungel und seiner Entdeckung eines unbekannten Indianerstammes.
Yossi ist begeistert und redet auf seine Freunde ein und nach langen Diskussionen erklären sich die beiden bereit mit Ruchprecter in den Dschungel zu gehen. Doch die Vorbehalte Marcus‘ und Kevins sind berechtigt und bald driftet die Expedition in eine Tour de Force ab.

Tja und da war er wieder, unser Fantasy Filmfest Dauerbrenner und mittlerweile Cast-away-Experte: Daniel Radcliffe.
Ich persönlich mache keinen Hehl daraus, dass ich den Kerl optisch für eine Zumutung halte und ich auch keine große Varianz in seinen Darstellungen erkennen kann. Radcliffe ist für mich immer Radcliffe. Dessen ungeachtet macht er seine Sache hier ganz gut. Mit Schlamm bedeckt und hungrig nach irgendwas, egal ob altes Vogelei oder etwas schlammiges Wasser, schlägt er sich als Yossi Ghinsberg durch den Dschungel Boliviens und stellt recht kurzweilig die tatsächliche Begebenheit nach. Denn man mag es kaum glauben, aber die Geschichte ist wahr. Ghinsberg suchte ein Abenteuer und bekam wesentlich mehr, denn er ist einem Österreicher aufgesessen, dessen Intentionen nicht mehr nachvollziehbar waren, der auf jeden Fall aber keine Ahnung vom Dschungel hatte und schon gar keinen Indianerstamm entdeckt hatte. Es war wohl auch nicht das erste Mal, dass er Leute zu einer Expedition überredete, doch diesmal war für ihn und leider auch für Yossis Freund Marcus der Weg zu Ende.
Ghinsberg selbst wurde durch unglückliche Umstände von Kevin getrennt, der gerettet wurde und irrte über 3 Wochen ohne alles durch einen unerforschten Teil des bolivianischen Dschungels. Ein Unding wie die Einheimischen das sahen und niemand glaubte an sein Überleben, doch sein Freund gab nie auf und fand ihn letztendlich.
Ich erzähle das so frei weg, denn die Geschichte ist ja bekannt und was man zu diesem Film sagen kann ist, dass sie hier auch ordentlich und ohne Pathos verfilmt wurde.
Insgesamt kein Film, den ich ein zweites Mal ansehen würde, aber bereut habe ich ihn auch nicht.
In Deutschland wird „Jungle“ nicht in die Kinos kommen.

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