31.FantasyFilmfestResümee

Wenn ich richtig gezählt habe, habe ich dieses Jahr 35 Filme über die 12 Festivaltage verteilt gesehen. Das Programm an sich war für meinen Geschmack weniger durchmischt, also weniger Abwechslungsreich als sonst und so langsam mag ich auch keine Coming-of-Age Filme mehr sehen.
Die Supergurken blieben mir erspart, obwohl „Schneeglöckchen“ schon in diese Kategorie passte und natürlich „It Came From The Desert“, aber als wirklich ärgerlich kann man die beiden nicht betrachten.
Echte Schenkelklopfer waren „Hatchet – Victor Crowley“ und „Mayem“, daneben liegen bei mir im oberen guten Bereich: „Tragedy Girls“, „Raw“ „47 Meters Down“, „Colossal“, „Fashionista“, „Blade of the Immortal“, „Veronica“ und „The Villainess“.
Dieses Jahr waren die Pausen zwischen den Filmen kürzer, was einerseits gut war, da man im Sonycenter ohnehin nichts zu essen kaufen kann und unnütz rumhängt, andererseits für den ein oder anderen zu Hungerattacken führte.
Ich werde mit dem Cinestar Sony Center als Festivalkino niemals zufrieden sein. Es liegt blöd, man kommt nicht an die frische Luft und es ist meist stickig, darum weine ich dem Cinemaxx jedes Jahr nach.
Die Lage des Festivals war gekonnt schlecht gelegt, denn unbedachter als zum Berlin-Marathon konnte man das Fantasy Filmfest nicht hinpacken. Eine volle Stadt, kein geregelter öffentlicher Verkehr, kein Durchkommen auf den Straßen, keine Hotelzimmer für Anreiser und kein möglicher Straßenwechsel zum Potsdamer Platz, um nur einige Nachteile zu nennen. Dafür weniger Zuschauer, denn Strafe muss sein.
Es wäre also fürs nächste Jahr wünschenswert die Lage eine Woche nach vorne zu ziehen.
Ansonsten waren wir wieder die üblichen Verdächtigen mit ein paar Entbehrungen, da Filmfreunde aus beruflichen oder anderen Gründen nicht konnten und nach so viel Jahrzehnten gemeinsamen Guckens nähert man sich so langsam an und traut sich zunehmend auch mal mit anderen, als den gewohnten Freunden zu sprechen. Ist vielleicht mittlerweile auch Altersgelassenheit, wer weiß :))
Für mich wars ein gutes Fantasy Filmfest, wenn auch mit 12 Tagen weiterhin zu lang.

3 thoughts on “31.FantasyFilmfestResümee”

  1. Du ziehst das aber auch immer stramm durch, bewundernswert. 35 Filme in 12 Tagen. Ich hätte bereits spätestens nach sechs Tagen keine Lust mehr. Aber wenigstens war die Beute gut. Das Sonycenter-Kino kenne ich natürlich auch. Liegt wirklich doof, aber ich mag den Potsdamer Platz eh nicht. Es macht doch Spass, auch mit Fremden über Filme zu sprechen. Wir Berliner sind meist nur etwas reserviert, was den Kontakt zu Fremden angeht. Na dann bin ich mal auf Deine einzelnen Reviews gespannt. 🙂

    1. Tschuldigung, keine Ahnung was den Herren dazu treibt…
      Ich denke natürlich auch gerne an den Royal Palast zurück. Dort war es natürlich perfekt. Dan mussten wir die bittere Pille Cinemaxx schlucken und nun das Cinestar. Ich finde es echt schade, dass wir jedes Jahr in dieser Tourifalle gefangen sind, aber da kann man den Organisatoren schwer reinreden, leider.
      Na mal sehen wann ich für die einzelnen Reviews Zeit habe, wobei ich mich sputen muss, weil ich sonst die Hälfte vergesse. Notizen mache ich mir ja nicht :))

      1. Häh?

        Stimmt, das Festival war mal im Royal Palast, ich erinnere mich dunkel. Ach, die ganzen West-Kinos, Gloria, Gloriette, Mamorhaus, Royal Palast, Hollywood…

        Dass Du Dir keine Notizen machst…Könnte mir irgendwelche Besonderheiten o.ä. nicht mal bei zwei Filmen hintereinander merken.

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