Monstren,Mumien,Mutationen1.Versuch

Die Mumie von Alex Kurtzman

Directed by Alex Kurtzman
Produced by Alex Kurtzman, Chris Morgan, Sean Daniel, Sarah Bradshaw
Screenplay by David Koepp, Christopher McQuarrie, Dylan Kussman
Story by Jon Spaihts, Alex Kurtzman, Jenny Lumet
Starring: Tom Cruise, Annabelle Wallis, Sofia Boutella, Jake Johnson, Courtney B. Vance, Marwan Kenzari, Russell Crowe
Music by Brian Tyler
Cinematography Ben Seresin
Edited by Paul Hirsch, Gina Hirsch, Andrew Mondshein
Production company: Perfect World Pictures, Secret Hideout, Conspiracy Factory, Sean Daniel Company
Distributed by Universal Pictures
Release date May 22, 2017 (State Theatre), June 9, 2017 (United States)
Running time 107 minutes
Country United States
Language English
Budget $125 million
Box office $295.5 million

 

Eigentlich sind Nick Morton und Kumpel Chris Vail als Aufklärer im Irak unterwegs. Aber andererseits sind die beiden im wirklichen Sinn Grabräuber und nehmen alles mit, was sie auf Erkundungstour so finden.
Da trifft es sich perfekt, dass Nick der Archäologin Jenny Halsey nach einem Schäferstündchen eine Karte zu einem Grabmal abknöpfen kann. Was niemand ahnt, ist dass es sich um das Gefängnis der ägyptischen Prinzessin Ahmanet handelt, die hier vor 2000 Jahren weit entfernt von der Heimat lebendig begraben wurde; die Gute versuchte nämlich seinerzeit ihre Macht mit Hilfe dunkler Mächte zu verstärken und war sich nicht zu schade Seth zu beschwören.
Und so kommt es wie es nicht kommen sollte: ein Luftschlag legt das Grab frei, Nick, Jenny und Chris gucken sich dort unten kurz um und befreien versehentlich die ziemlich unwirsche Ahmanet und bringen sie auch noch mit nach London.

So, das ist nun also der erste Reboot Universals Horrorfilmkollektion, die sich fortan „Dark Universe“ nennt und angeblich mit „Frankensteins Braut“ weitergeführt wird (macht ja auch Sinn die Braut vor dem eigentlichen „Monster“ zu erschaffen).
Nun ich weiß nicht, was das mit diesem Dark Universe werden wird, bin ich jetzt doch sehr auf die „historischen“ und die „Penny Dreadful“ – Versionen eingeschossen und erlebte hier alleine mit Dr. Jekyll eine wahre Enttäuschung.
Was die eigentlichen Hauptfiguren dieses Filmes angeht, kann ich nicht sagen, dass sie versagt hätten.
Tom Cruise macht sich als Haudrauf Abenteurer immer gut, insbesondere, wenn er wie hier nicht versucht irgendwie schlau rüberzukommen und Sofia Boutella ist für diese exotischen Rollen geboren. Hätten die beiden nun auch noch ein spannendes Drehbuch bekommen, wäre das ein unschlagbarer Mumienfilm geworden, was er in leisen Ansätzen auch schon war.
Leider verspielte Universal sein potential mit einer etwas fantasielosen Runterassellei von Effekten. Sandstürme, mehr Sandstürme, Tom Cruise wie er wegrennt und letztendlich doch verliert, na ja sein Charakter Nick Morton ist eben nur ein Weltenbummler, der nach seinem Ableben wiederauferstanden ist. Was will man da erwarten?
Dabei fängt der Streifen verheißungsvoll an. Die blutige Vorgeschichte Ahmanets, Nick mit Kumpel Chris im Irak, das freigelegte Grab und eine etwas farblose Archäologin. Dann Flugzeugabsturz (zieht bei mir immer) und Ahmanets Auferstehung irgendwo vor London.
Leider arbeitet Archäologin Jenny für eine Organisation unter der Leitung eines gewissen Dr. Jekyll, gespielt von einem kastenförmigen Russell Crowe, die versucht Nick sofort einzuvernehmen. Das findet er nicht wirklich prickelnd und auch die Tatsache, dass sie das Böse bündeln und einsperren, kann ihn nicht beeindrucken. Bislang hatten sie damit wohl eher mäßigen Erfolg, egal, jetzt haben sie dank des U-Bahn Baus in London ein paar alte Kreuzritter aufgetan, die, wie der Zufall es will, ausgerechnet das entscheidende Relikt versteckt hielten, dass Ahmunet braucht, um Seth zu beschwören und die totale Unterjochung der Welt zu verwirklichen.
Und so weiter.
Ich kann nicht sagen, dass der Film nicht unterhält, doch hätte man wesentlich mehr daraus machen können und die intensive Verquickung des Mumienstoffs mit einer Organisation für das Böse ist an sich okay, dann aber nicht unter Dr. Jekylls Führung. Ich weiß nicht, hätte man lieber einen Van Helsing nehmen sollen.
Frau Boutella ist klasse, aber ich hoffe sie wird nicht gleich verheizt, denn zur Zeit ist sie in jedem zweiten Film zu sehen.
Es ist noch viel Luft nach oben im Dark Universe, vor allem was die Drehbücher angeht. Bitte gebt Euch mühe, denn Ihr habt so tolle Monstren!

8 thoughts on “Monstren,Mumien,Mutationen1.Versuch”

  1. Wenn ich das richtig verstanden habe, ist das Dark Universe also in Anlehnung an das Marvel Cinematic Universe die neue Hollywood-Gelddruckmaschine. 😀 Na dann hoffe ich, dass dabei wenigstens ein sehenswerter Film dabei rauskommt. „The Mummy“ ist schon mal nichts für mich, wegen T.C. schon. 🙂

    1. Ja klar, das waren die „Universal-Monster „aber schon immer. Jetzt versuchen sie nur alles nochmals in Form und Zusammenhang zu bringen. Ich denke, da ist noch viel Luft nach oben; alles können die doch nicht vergeigen :))

  2. Ich fand den Film echt nicht gut. Es war zu viel verzweifelter Versuch, das Dark Universe aufzubauen und zu wenig Mumie. Die wurde ja mehr und mehr zum Nebencharakter in ihrem eigenen Film. Ich bin mal gespannt, wie das weitergehen wird… ich hoffe nur, dass wir jetzt nicht in jedem Film Russell Crowe als langweiligen Erklär-Bär / Nick Fury-Verschnitt haben werden.

  3. Bonjour!

    Ich hätte da ’nen guten Vorschlag:
    Wir verziehen uns alle nach Skull Island und machen
    selbst auf Abenteurer. Vielleicht können wir uns ja mit
    King Kong soweit verbrüdern, sodass er uns quasi als
    Fremdenführer die Sehenswürdigkeiten von Skull Island
    zeigt und für uns inseltypische Delikatessen zubereitet.
    Kein Kino, kein Internet – nur wir , King Kong und die Insel..;-)

SagWas!