DieSchönheitVonNapalmBeiNacht

The Night Manager von Susanne Bier für BBC One

TheNightManagerWritten by John le Carré
Screenplay by David Farr
Directed by Susanne Bier
Starring Tom Hiddleston, Hugh Laurie, Olivia Colman, Tom Hollander, Tobias Menzies, Elizabeth Debicki, Douglas Hodge, Antonio de la Torre
Music by Victor Reyes
Country of origin United Kingdom, United States
Original language(s) English
No. of episodes 6
Producer(s) Rob Bullock
Cinematography Michael Snyman
Running time 58 minutes
Production company(s) The Ink Factory, BBC, AMC
Release Original network BBC One (UK), AMC (US)
Picture format 16:9 1080i
Audio format Stereo
First shown in United Kingdom
Original release 21 February – 27 March 2016

 

Der Brite Jonathan Pine ist Nachtportier eines Luxushotels in Kairo, als er das erste Mal über die Machenschaften des Waffenschiebers Richard Onslow Ropers stolpert. Die Verliebtheit in die Mätresse des Sohnes einer sehr einflussreichen ägyptischen Familie, bringt ihn in den Besitz brisanter Unterlagen. Leider wird die Frau kurze Zeit später im Hotel brutal ermordet. Der ehemalige Soldat Pine gibt die Unterlagen an den britischen Geheimdienst weiter und schwört Rache für seine Freundin. Viele Monate später lernt er Roper persönlich auf seiner jetzigen Arbeitsstelle in der Schweiz kennen und wird zudem vom britischen Geheimdienst kontaktiert. Trotz der Gefahren stimmt er einer Zusammenarbeit zu und schleicht sich in den Kreis Ropers Vertrauter ein.

Die ersten beiden Folgen „The Night Manager“ konnte ich bereits in der Sektion Berlinale Special Series sichten, natürlich in Anwesenheit der wunderbaren Darsteller der Miniserie.
Neben Tom Hiddleston als Jonathan Pine und Hugh Laurie als Gegenspieler Richard Onslow Roper, stechen Olivia Coleman als sehr ungewöhnliche und noch schwangerere Mi6-Agentin sowie Tom Hollander als Major Lance Corkoran „Corky“ – schwuler misstrauischer Busenfreund Ropers, heraus.
Die Geschichte erzählt von einem Nachtportier und ehemaligem Soldaten mit unbedingter Vaterlandsliebe und Schnauze voll vom Krieg, der durch Zufall herausfindet, dass ein offizieller Gutmensch und Kinderstreichler in illegalen Waffenschiebereien macht, und zwar in ganz großen Umfang. Durch seine Kontakte gerät der Nachtportier an eine Mi6-Agentin „mit Herz“ und dem unbedingten Willen genau diesen Waffenschieber dingfest zu machen. Sie wirbt den Nachtportier an, der von nun an „ihr Junge“ ist und der schleicht sich mit viel Geschick und Verve in den engsten Kreis, sprich die Familie des Waffenhändlers ein, der ihm total vertraut.
Natürlich gibt es misstrauische Blicke und selbstredend fängt unser Protagonist was mit der falschen Frau an, aber wir sind hier ja auch bei John le Carré, der höchstpersönlich an der Serie mitgearbeitet hat und mit dem Ergebnis im höchsten Maß zufrieden war.
Keine Frage, bei „The Night Manager“ handelt es sich um eine top besetzte Krimi-Miniserie, die zudem durch beeindruckende Drehorte betört, dennoch würde ich nicht sagen, dass sie mich nun total vom Hocker gehauen hätte. Zu mainstreamig und berechenbar das, nichtsdestotrotz sehr sympathisch und anrührend. Ich bewundere Olivia Coleman, die hier tatsächlich hochschwanger bei Hitze und gleißender Sonne ihren dicken Bauch durch die Kulissen bewegte und dabei so gut war und so strahlte, dass man sie einfach nur dauernd herzen wollte.
Aber wie bereits früher erwähnt haben auch Hiddleston und Laurie ihre Sache gut gemacht, letzterer als über weite Strecken gar nicht so unsympathischer Bösewicht. Tom Hollander, der auf der Berlinale euphorischen Beifall einheimste, hatte mal wieder eine Rolle, die ihm auf den Leib geschneidert war und kaum jemand hätte diese immer etwas notgeilen Killer so gut spielen können wie er.
Ansonsten war in der anderen weiblichen Hauptrolle Elizabeth Debicki zu sehen, die bereits in „The Man from U.N.C.L.E.“ zu bezirzen wusste und hier einfach mal alle überragte und darum praktisch immer in Klapperlatschen unterwegs war. Tja die Frau ist dünn, zurechtgemacht aber sehr hübsch.
Es überraschte mich, dass die Serie in Deutschland auf Amazon Prime zu sehen ist, obwohl sie von den Produzenten für Netflix angekündigt war. Weiterhin machte Amazon aus 6 Folgen 8, was dazu führte, dass ich die dritte Folge fast vollständig kannte, weil ich onion_msn_emot *7:10ja bereits zwei Folgen gesehen hatte (wenn es 6 gewesen wären). Ja verwirrend, aber so ist das nun mal.
„The Night Manager“ lohnt sich auf jeden Fall schon wegen der Darsteller und für John le Carré Fans, außerdem hat sie einen ziemlich coolen Vorspann und ist recht kurzweilig.

3 thoughts on “DieSchönheitVonNapalmBeiNacht”

  1. Ich liebe Olivia Colman auch. Findest Du nicht auch, dass Tom Hiddleston ein Bruder von Michael Fassbender sein könnte? Ist mir gerade erst wieder bei „High-Rise“ aufgefallen. Ja, diese Serie werde ich mir wohl auch anschauen. Es gibt immer mehr, wirklich klasse Serien die man „bingen“ muss. Woher soll man bloss die Zeit nehmen. 🙂

    1. Ja stimmt vom Typ sind sie sehr ähnlich und Hiddleston sieht in beiden Produktionen fast gleich aus und ist mehr Beobachter.
      Die Liste der zu sehenden Serien wird länger und bei den Filmen bin ich auch in Verzug, aber wie gesagt, die Zeit fehlt einfach 🙂

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