DerPerfekteMensch

Transcendence von Wally Pfister

543364Directed by Wally Pfister
Produced by Broderick Johnson Andrew A. Kosorve Kate Cohen Marisa Polvino Annie Marter
David Valdes Aaron Ryder
Written by Jack Paglen
Starring Johnny Depp Rebecca Hall Paul Bettany
Kate Mara Cillian Murphy Cole Hauser Morgan Freeman
Music by Mychael Danna
Cinematography Jess Hall
Edited by David Rosenbloom
Production company Alcon Entertainment DMG Entertainment Straight Up Films
Distributed by Warner Bros. Pictures (United States & Canada) Summit Entertainment (International)
Release dates April 10, 2014 (New York City) April 18, 2014 (United States and China)
Running time 119 minutes
Country United States China
Language English
Budget $100 million Box office $103 million

Dr. Will Caster ist der Rockstar in der Forschung  nach künstlicher Intelligenz. Zusammen mit seinem Team arbeitet er an einem fühlenden Computer und hat sogar das Bewusstsein eines Affen „auf Festplatte“ übertragen. 
Doch so begeistert Will und seine Frau und berufliche Mitstreiterin Evelyn von ihrer Vorstellung einer transzendierenden künstlichen Intelligenz sind, so dagegen ist eine radikale Gruppe R.I.F.T., die die Abhängigkeit von Technik komplett ablehnt. Mitglieder dieser Gruppe haben sich in Wills Team eingeschmuggelt und verüben brutale Anschläge, bei denen ein Teil seiner Kollegen stirbt und auch Will selbst wird von einer radioaktiven und in absehbarer Zeit tödlichen Kugel getroffen.
Aber Evelyn will nicht aufgeben und drängt darauf Wills „Geist“ auf seine Superprozessoren zu übertragen, entgegen den Zweifeln von Gemeinsamfreund Max.
Evelyn setzt sich durch und als die R.I.F.T. versucht das Gebäude zu stürmen, entlässt sie Wills Bewusstsein ins Internet, mit dramatischen Folgen.

Schon im Vorfeld wurde meinem Enthusiasmus diesen Film zu sehen alle Luft aus den Segeln genommen. Nach und nach kamen Freunde und Filmsichter meines Vertrauens aus dem Kino und hatten kaum gute Worte für „Transcendence“ übrig. Schlechtes Drehbuch, zu viele Schnitte, unflüssige Handlung, vorweggenommenes Ende und keine Spannung, flache Charakter und vergeudete Spitzendarsteller.
So richtig anschließen kann ich mich, nachdem ich den Film endlich gesichtet habe, in kaum einem Punkt, aber vielleicht waren meine Ansprüche auch im Keller, vielleicht spricht mich das Thema auch so sehr an, dass ich folgen kann und mir Ortssprünge und kurze Texte nichts ausmachen, vielleicht liegt mir aber auch so wenig an Cilian Murphy, dass ich ihn gut in einer unbedeutenden Nebenrolle versauern sehen kann. Nichts genaues weiß ich, nur dass ich „Transcendence“ nicht schlecht fand, schon gar nicht mies.
Gut, Johnny Depp hätte es in der Hauptrolle nicht gebraucht, dafür gab es aber Rebecca Hall.
Die Geschichte an sich ist nicht ganz frisch, aber welche ist das schon: ein Wissenschaftler, der an künstlicher Intelligenz arbeitet, hat die Vision diese KI auch fühlen zu lassen. Seine Idee ist, das Bewusstsein lebender Wesen auf die Maschine zu übertragen und ihr damit, die nötige Erfahrung für Gefühl zu geben. Das sein Wunsch so schnell in Erfüllung gehen wird, hätte er dabei sicherlich nicht gedacht, denn Technologie-Gegner versetzen ihm den Todesstoß. So landet er gegen den Willen seines kritischen Freundes auf der Festplatte und letztendlich im Internet und damit „Überall“.
Während auf der einen Seite die Skepsis vorherrscht, ob es sich tatsächlich um den verstorbenen Wissenschaftler handelt, ist sich die liebende Frau weitgehend sicher, bis die KI anfängt „für“ die Menschen zu handeln und damit gegen die Menschheit.
Die Behörden stehen dem Fall eher hilflos gegenüber, schließlich wollen sie nicht mit Radikalen zusammenarbeiten, was auch ab einem bestimmten Punkt keinen Sinn mehr macht und setzten auf Freundschaft und Vernunft.
Und da es zur Zeit populärer ist, landen alle in der enttechnisierten „Steinzeit“ und nicht in einer Zukunft ala Terminator, was wir ja bereits zu Beginn sehen konnten.
Dass der Film durch die Vorwegnahme des Endes nun völlig spannungsfrei geworden wäre kann ich nicht unterschreiben, schließlich geht es auch um das wie und das ist in großen Teilen recht ansehbar gestaltet.
Sicher gibt es den ein oder anderen ruhigen Moment, aber Rebecca Hall macht ihre Sache da gut und präsentiert uns eine glaubwürdige Ehefrau und Wissenschaftlerin, die zwischen den Stühlen sitzt und irgendwann nur noch von ihrer Angst vor der KI dominiert wird.
Alle anderen sind nur Statisten, wobei ich Kate Mara als eine der hysterischen Aktivisten wirklich gut fand.
cute_msn_7-253A10Der technische Fortschritt ist nicht aufhaltbar und ob uns das radikale und konsequente Unterbinden und vernichten selbiger nicht schneller dem Verfall und Aussterben ausliefert – wer weiß, ich will es nicht ausprobieren.
Keine „Des Teufels Saat“, aber durchaus ansehbar.

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