FeindlicheÜbernahme

Citadel von Ciaran Foy

CitadelTommy und seine hochschwangere Frau Joanne ziehen in einem verwahrlosten Viertel aus einem verlassenen Hochhausblock aus. Zwar bleiben sie in unmittelbarer Nähe wohnen, aber das Abrissgebäude wollen sie hinter sich lassen. Doch während Tommy die Koffer zum Taxi bringt, wird Joanne auf dem Hausflur von ein paar Kids überfallen und schwer verletzt, daneben wurde ihr eine unbekannte Flüssigkeit injiziert. Joanne fällt ins Koma, aber das Baby kann gerettet werden.
Nach dem Vorfall leidet Tommy unter Agoraphobie und kann nur mit großer Überwindung das Haus verlassen. Er macht eine Therapie doch das Leben im Sozialviertel baut ihn nicht gerade auf und dann stirbt seine Frau.
Als er auch noch bemerkt, dass er von scheinbar den gleichen kriminellen Kindern verfolgt wird, die seine Frau töteten, gerät er in Panik und als der Priester bei der Beerdigung seiner Frau seltsame Andeutungen macht, verschlimmert sich Tommys Zustand zunehmend.
Aber der Priester hat recht: die Kinder haben es auf sein Baby abgesehen, töten jeden, der sich ihnen in den Weg stellt und riechen Angst.
Als seine Tochter von ihnen entführt wird, wird es Zeit sich zu wehren.

„Citadel“ gehört zu den Filmen, die erst oder einerseits Sozialdrama sind, andererseits dann ins Horrorgenre abdriften.
Manchmal funktioniert das, hier hat es mich eher genervt, weil ich das Gefühl hatte die Geschichte bereits in zig Variationen gesehen zu haben. Ciaran Foy macht es einem zudem nicht leicht für seinen Streifen zu erwärmen, denn die graue real verlassene Szenerie, der ganze Dreck, die wenigen Darsteller, die nur begrenzt so etwas wie Optimismus verbreiteten, zerrten die Stimmung ganz schön runter. Auch würde ich behaupten, dass „Citadel“ ein klassischer Fall für einen Kurzfilm wäre, das Drama zog sich für meinen Geschmack endlos dahin und das Ende verpuffte in Albernheit, Unlogik und schlechten Effekten.
Ein Mann lebt in einem klassischen Hochhausabrissviertel, wird überfallen, traumatisiert, muss aber bleiben, weil er wahrscheinlich auch kein Geld hat zu entkommen. Er muss sich seinen Ängsten und einer sehr realen Bedrohung stellen, wobei ich irgendwann keine Lust mehr hatte darüber nachzudenken, ob die Dämonen nur symbolisch oder wirklich waren, weil ich das Ganze einfach langweilig und uninteressant fand.
Überraschungsfrei und trist mit durchwachsenen darstellerischen Leistungen (Aneurin Barnard konnte überzeugen), etwas halbherziger Symbolik – nicht Gurke, aber auch absolut kein guter Film. Ich denke das Thema ist so langsam durch.5:10

Citadel Directed by Ciaran Foy Written by Ciaran Foy Starring Aneurin Barnard James Cosmo Jake Wilson Wunmi Mosaku Music by tomandandy Cinematography Tim Fleming Editing by Tony Kearns Jake Roberts Release date(s) March 11, 2012 (South by Southwest Film Festival) Running time 84 minutes Country Ireland Language English

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