EinLukrativesSpiel

13 von Géla Babluani

13Inhalt:
Der junge Elektriker Vince ist in Schwierigkeiten: nach einem Unfall muss sein Vater etliche Operationen über sich ergehen lassen und das kostet die Familie Haus und Hof. Doch damit nicht genug, belauscht Vince seinen Arbeitgeber, der mit einem Bekannten über einen lukrativen Job spricht. Als sein Boss an einer Überdosisi stirbt, sucht Vince nach der Jobeinladung und „übernimmt“ den Deal. Leider findet er viel zu spät heraus, um was es sich dabei handelt, denn der tolle Job ist eher eine Reise ohne Rückkehr, bei der arme Schlucker, für die Unterhaltung einiger reicher Männer Russisch-Roulette spielen.

Fazit:
Das Original Géla Babluanis hatte ich mir seinerzeit wohlweißlich gespart und hätte dieses schäbige Remake auch sicherlich nie gesehen, wäre ein gewisser Herr nicht auf den Namen Statham angesprungen und hätte mir dieses Machwerk aufgedrückt.
Wie man unschwer erkennen kann, hat mir  „13“  nicht im Geringsten gefallen.
Das liegt nicht mal an der abartigen Idee. Ich will wohl glauben, dass es insbesondere in der georgischen Heimat des Regisseurs gelangtweilte reiche Säcke gibt, die keinen Bock mehr auf sich zerfleischende Hunde haben, Boxkämpfe öde finden und konsequent die nächste Stufe erreicht haben, auf der sie arme Schlucker gegeneinander im russischen Roulett gegeneinander antreten lassen.
Géla Babluani hat es jedoch völlig versäumt hier irgendeinem Charakter ein bisschen Tiefe zu geben, zu polarisieren oder irgendwas für seine Figuren zu tun. Der Grundtenor ist: irgendwie sind alle bekloppt und uninteressant, Hauptdarsteller Sam Riley als Vince ist ein Drama, die Rolle aber auch komplett Vollpfosten wie auch alle anderen Figuren. Was sollte das denn mit Statham als Jasper Bagges? Sowas unausgegoren peinlich Pseudobösewichtiges dazu Ray Winstone als ausgebeuteter unterbelichteter Bruder total in den Wind geschossen und dann Michael Shannon – haben sie dem vorher fünfe mit dem Hammer gegeben? Wieso nimmt der eine solche Rolle an?
Und ach ja diese selten dämliche Polizei mit einem lächerlich agierenden David Zayas, auf weia.
Aber noch mal ganz kurz zum schlecht inszenierten und musikalisch unerträglich untermalten Inhalt: einfälltiger junger Elektriker aus Ohio ist wegen der Krankenkosten für seinen Vater in Geldschwierigkeiten. Da bekommt er bei seinem augenblicklichen Arbeitgeber mit, dass dieser einen Brief mit einem tollen Jobangebot bekommen hat und dann verstirbt der einen Tag später an einer Überdosis. Vince, der Elektriker ergreift die Chance auf diesen gutbezahlten, aber unbestimmten Job, klaut den Brief und folgt den Instruktionen darin. Derweil wird er von ein paar Leuten observiert, wahrscheinlich Polizei. Vince macht alles, was man ihm sagt und landet letztendlich irgendwo im Hinterland bei einem Typen, der sauer ist, dass es sich nicht um den Angeforderten handelt, sondern jemand anderen, nimmt ihn aber, weil er sonst in die Bredouille kommt. Nun kann Vince nicht mehr zurück und ist ganz schön von den Socken, als er sich unversehens in einem etwas größer angelegten russischem Roulette wiederfindet, in dem sich seine Chancen zu überleben von Runde zu Runde reduzieren.  Während Vince nicht mal weiß wie man den Hahn eines Revolvers spannt, wetten die „Macher“ fleißig auf ihre Kandidaten.
Wie schon erwähnt ist das Ganze sehr zäh und langweilig von Babluani inszeniert. Man hat eigentlich für niemanden Mitgefühl und ist eher von allen angewidert. Völlig unlogisch wird es dann, wenn über „erfahrene“ Spieler gesprochen wird. Wie kann es sein, dass fast jeder Teilnehmer, außer Vince Erfahrungen dort hat? So viel Glück, das russische Roulette zu überleben und dann auch nicht ins Finale zu kommen (Spezialregel) halte ich für ausgesprochen unwahrscheinlich, als das es einem Teilnehmer mehr als einmal passiert, was ich dann nicht unbedingt als erfahren titulieren würde.
Völlig im Unklaren blieb auch die Rolle der Polizei, die etwas hinterherjagte, vom dem sie nicht den blassesten Schimmer hatte um was es ging. Also bitte – ich beobachte doch nicht Ewigkeiten irgendwelchen unbescholtenen Bürger in der Hoffnung den großen Fang zu machen, nur weil sie mit einem Haufen Geld von A nach B laufen. Das war alles so ohne Substanz und hirnlos wie nur irgendwas.
Nein nein, ich will auch gar nicht näher auf alle Mankos eingehen, der ganze Streifen war ein einziger Krampf. Schade um die sonst so gern gesehenen Darsteller.
0:10

Deutscher Titel 13 Originaltitel 13 Produktionsland Vereinigte Staaten Originalsprache Englisch Erscheinungsjahr 2010/ D: 2. Juni 2011 DVD  Länge 87 Minuten Altersfreigabe FSK 16 Stab Regie Géla Babluani Drehbuch Géla Babluani, Greg Pruss Produktion Rick Schwartz, Aaron Kaufman, Valerio Morabito Musik Marco Beltrami, Buck Sanders Kamera Michael McDonough Schnitt Géla Babluani, David Gray Besetzung Sam Riley: Vincent „Vince“ Ferro Mickey Rourke: Patrick „Jesse James“ Jefferson Jason Statham: Jasper Bagges Ray Winstone: Ronald Lynn Bagges 50 Cent: Jimmy David Zayas: Detective Mullane Alexander Skarsgård: Jack Ronald Guttman: Joe Gerber Michael Shannon: Henry Ben Gazzara: Schlondorff Brad Gallagher: Hans Michael Berry Jr.: William Harrison

9 thoughts on “EinLukrativesSpiel”

  1. :)) 0 Punkte. Wirklich nicht mal ein halbes Pünktchen für Mickey Rourke und einen halben Punkt, den sich Michael Shannon und Alexander Skarsgard teilen können? :)) Ich hatte ehrlich gesagt, noch nicht von dem Film gehört. Die drei wären aber der Grund, ihn mir anzuschauen. Deine credits gefallen mir jetzt richtig gut. 🙂

  2. Ich habe tatsächlich mit mir gerungen,genau wegen der eigentlich guten Schauspieler, aber da konnte niemand was reißen, auch wenn die Drei auf ihre Art nicht schlecht waren.
    Ja die Credits, nun gut, ich werde versuchen sie konstant so üppig zu halten :))

  3. Ich find’s cool, dass du auch Filme, die dir überhaupt nicht gefallen haben, so ausführlich besprichst. Könnte mich da vermutlich nicht zu mehr als einem kurzen Eintrag durchringen (falls ich überhaupt was schreibe xD).

  4. :))
    Hier musste ich meinem Ärger etwas Luft machen. Ist ja auch nur Getotter und das hängt auch von der Tagesform ab. An manchen Tagen ist mein Kopf einfach leer, an anderen gerate ich ins Schwafeln 😉

  5. Ich hätte dem Film vlt einen Punkt gegeben, doch bein Null Punkten würde ich – im Gegensatz zu dir – zu fluchen anfangen :)) Sehr diszipliniert geschrieben 😉

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