DieAxtAusKentucky*

Abraham Lincoln Vampirjäger von Timur Bekmambetow

abraham_lincoln_vampire_hunterInhalt:
Während seiner Kindheit lebt Abraham Lincoln zu sammen mit seinen Eltern auf der Plantage Jack Barts.
Als Barts eines Tages jedoch Abrahams schwarzen Freund William Johnson zusammenschlägt, geht er dazwischen und dann wird auch noch sein Vater in den Streit verwickelt. Barts kündigt Mr. Lincoln und fordert seine Schulden ein; noch in der gleichen Nacht dringt Barts in das Haus der Lincolns ein und beißt Abrahams Mutter, denn er ist ein Vampir. Abe sieht das, doch niemand glaubt ihm und alle denken an eine unbekannte Krankheit, als Abes Mutter stirbt.
Die Jahre vergehen und Abe wächst zu einem kräftigen Mann heran, der nur auf Rache sinnt. Als er seine Zeit gekommen sieht und endlich zuschlagen will, trifft er auf Henry Sturgess, der ihm sein Leben rettet und erzählt, dass es nicht nur sehr viele Vampire gibt, die sich untereinander nicht töten können, sondern dass der Obervampir Adam und seine Schester Vadoma in eine riesige Verschwörung verwickelt sind, die die Sklaverei zu ihrer Ernährung beinhaltet, aber auch Expansionsgelüste in den Norden.

Fazit:
Gut, dieser Film spaltet die Fangemeinde: die meisten hassen und wenige mögen ihn. Dazu muss man hinzufügen, dass der überwiegende Teil der Nichtmöger niemals das Buch gelesen haben und nicht damit gerechnet haben, mit welcher Ernsthaftigkeit Seth Grahame-Smith seine Geschichte erzählt und die auch im Film so fortsetzt. Diese Kombination aus einem recht humorlosen und nicht augenzwinkernden Vampir-Horror und den modernen Hochglanzeffekten des Timur Bekmambetow wie man sie bereits aus den Wächter-Filmen, Wanted und Darkest Hour kennen, brachte für die meisten das Fass zum überlaufen, meins aber nicht.
Sicherlich hat Grahame-Smith viel Hintergrundgeschichte und nette Details weggelassen und der berühmten Quote zuliebe den schwarzen Busenfreund mit eingefügt, dafür den Präsidentenmörder John Wilkes Booth unterschlagen. Auch ist die Vampirverschwörung längst nicht so ausgeprägt geschildert wie in der literarischen Vorlage und es gibt praktisch nur böse Vampire; nichtsdestoweniger ist die Story gelungen und spannend.
Ich mag diesen Bekmambetow-Look, tolle Kostüme und Makeup gepaart mit übertriebener unrealistischer Action – aber hallo wir sind hier in der Fantasy!
Ein Mann fällt einen Baum mit einem Axtschlag – ja; Vampir und Mensch verfolgen sich auf einer Herde wilder Pferde – ja, Mensch und Vampir hetzen sich über einen Zug, der auf einer einstürzenden brennenden Brücke fährt – ja; langeweile – nein.
Wie gesagt die Story ist stark vereinfacht, aber dennoch gut und ausreichend für einen Genrefilm, Look und Ausführung haben mir total gefallen, besonders die Schlacht bei Gettysburg. Für meinen Geschmack waren die Schnitte nicht zu schnell, das Bild nicht zu dunkel, und die Slowmotion ausgewogen, zudem kam Benjamin Walker recht gut als Abraham Lincoln rüber, Mary Elizabeth Winstead hat überraschenderweise ein gutes Gesicht für Kostümfilme, aber auch Dominic Cooper und Anthony Mackie passten. Und natürlich möchte ich den überzeugenden Score nicht vergessen.
Insgesamt fand ich Abraham Lincoln Vampirjäger recht stimmig und bin froh, dass ich ihn gesehen habe. Wenn man jedoch nicht auf diesen modernen CGI-Kram wie auch schon bei RE, Sherlock Holmes oder Wanted steht, kann man den Streifen getrost stecken lassen.8:10

Abraham Lincoln Vampirjäger USA 2012 – Originaltitel: Abraham Lincoln: Vampire Hunter – Regie: Timur Bekmambetov – Darsteller: Benjamin Walker, Dominic Cooper, Anthony Mackie, Mary Elizabeth Winstead, Rufus Sewell, Marton Csokas – FSK: ab 16 – Länge: 110 min.

16 thoughts on “DieAxtAusKentucky*”

  1. 8 von 10, Frau Ward ich bin entsetzt ;D Ich kann mich auch gut mal auf den Hollywood-Kram einlassen, siehe Resident Evil, aber den guten Abraham fand ich einfach sterbenslangweilig!

  2. :))
    Resident Evil , Matrix und diesen ganzen Kram finde ich nun wieder ganz schlimm doof und langweilig.
    Ich weiß auch nicht, aber ich wusste ja was kommt (storymäßig) und was die Optik anging, war ich auf das Schlimmste vorbereitet.
    Da muss ich jetzt mit leben *lach*

  3. Damit meinte ich ja auch nur, wer solche Optik und Action nicht mag, sollte gleich die Finger hiervon lassen.
    Natürlich habe ich mich gefreut, dass M. und ich beide den Film gut fanden. Hatte ihn ja vorher darauf vorbereitet, dass den alle ganz schrecklich fanden :))

  4. Optisch fand ich den Film jetzt auch nicht sooo überzeugend… nicht zu vergleichen mit „Wanted“ und Co. Klar, wer die ewigen Zeitlupen mag, aber mir war das irgendwann einfach zu viel. Insgesamt fand ich die Idee super, aber die Umsetzung furchtbar.

    Und ganz ehrlich: Benjamin Walker war doch irgendwie fehlbesetzt!

  5. Also ich fand die Zeitlupen gar nicht so dick aufgetragen. Bei Resident Evil zum Beispiel ist das doch wesentlich aufdringlicher.
    Mit einem anderen Regisseur hätte man das Ganze sicher unaufdringlicher verwirklichen können, aber gut man kann nicht alles haben.
    Ich fand es ganz gut, dass mit Benjamin Walker ein unverbrauchtes Gesicht eingesetzt wurde. Hätte schlimmer kommen können.

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