Besitzergreifend

Beast von Christoffer Boe

BeastInhalt:
Bruno und Maxine waren ein glückliches Paar, auch wenn Bruno ein sehr einnehmender Mensch ist.
Eine wunderschöne neue Eigeentumwohnung, gutes Essen, viel Liebe, Bruno legt seiner Herzensdame die Welt zu Füßen, doch Maxines Liebe hält nicht an. Bruno spürt es und Bruno zerfrisst es. Maxine geht fremd und Bruno verwandelt sich.

Fazit:
„Beast“ hatte ich mir etwas mystischer und einfach ganz anders vorgestellt. Nun erwarte ich aus Dänemark nicht wirklich etwas Fröhliches, Beschwingtes, schon gar nicht, wenn es um ein Trennungsdrama geht, aber Christoffer Boe gibt es uns mit dem Holzhammer. „Beast“ ist extrem ruhig, farblos, frustrierend, minimalistsisch.
Ein Paar ist verliebt, aber das Gefühl hat nicht wirklich bestand.
Bruno ist sehr fordernd, besitzergreifend, will seine Frau am liebsten fressen und ist doch auch so nachlässig, was ihre Tatsächlichen Interessen und Meinungen angeht. Er erdückt sie, ist dabei viel zu ichbezogen – tödlich für jede Partnerschaft. Maxine spielt lange Zeit mit, lässt sich von ihm quälen, ritzen, hat auch gefallen daran, doch gleichzeitig möchte sie von Bruno weg, hat eine richtige normale Liebschaft.
Natürlich ahnt er, dass sie fremdgeht und wird von seiner Eifersucht innerlich zerfressen und verwandelt sich zu einem Biest. Dann wird der Film für mich zu sehr zum Nachdenken, sorry, das ging am vorletzten Tag des FFF zu Beginn eines anstrengenden Filmtages gar nicht. Will er sie töten? Ist sie Schwanger oder er? Ist wer am Ende Tod oder nicht? Ich habe es nicht kapiert, hatte aber auch keine Lust mich ernsthaft damit auseinanderzusetzen. Das mag an der überzeugenden Darstellung Brunos durch Nicolas Bro liegen, der mir ausnehmend unsympathisch war. Ich mag solche Männer nicht und hatte Schwierigkeiten in Brunos Leiden mehr als unendliches Selbstmitleid zu erkennen. Dazu konnte ich Maxine auch nicht wirklich verstehen. Sie schien einerseits mit Bruno abgeschlossen zu haben und konnte sich trotzdem nicht von ihm lösen. 
Na ja, Beziehungsprobleme mal ganz unspannend.
„Beast“ ist nicht unbedingt mein Favorit, schlecht war er jedoch auch nicht. Wer so getragenes Frustkino mit viel symolism gut aushalten kann, sollte ruhig mal reinschauen.6:10

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p>BEAST SELECTED FEATURES DÄNEMARK 2011 / 83 MIN / DÄNISCHE OMEU REGIE CHRISTOFFER BOE DARSTELLER NICOLAS BRO / MARIJANA JANKOVIC / NIKOLAJ LIE KAAS DREHBUCH CHRISTOFFER BOE PRODUZENT TINE GREW PFEIFFER KONTAKT DFI

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