DieMaschineAusDemAll

The Mutant Chronicles von Simon Hunter

MutantChroniclesInhalt:
Im Jahr 2707 befindet sich die ganze Welt im Krieg. Beherrscht von vier Großkonzernen wurden die Bodenschätze der Erde ausgebeutet und man kämpft um den spärlichen Rest. Längst wurden auch andere außerirdische Kolonien gegründet, aber die Armen kommen nicht von diesem heruntergekommenen Planten herunter.
Als in einer der vielen Schlachten das Bodensiegel einer fast gänzlich vergessenen Machine einer fremden Lebensform gebrochen wird, erwacht diese zum Leben und verwandelt alle ihr zu nahe kommenden Menschen in böse Mutanten. Die Mutationen gehen wie ein Lauffeuer über die Erde und nur eine Hand voll Söldner und die Priester, die das Geheimnis verwahrten nehmen den Kampf gegen die fremde Macht auf.

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p>Fazit:
John Malkovich und Ron Perlman können für einen guten Film stehen, sind jedoch kein Garant dafür, erst recht wenn Thomas Jane in der Hauptrolle mit von der Partie ist.
„The Mutant Chronicles“ ist die Verfilmung des gleichnamigen Spiels mit einem Drehbuch von Philllip Eisner, der bereits für das „Event Horizon“s zuständig war (jedoch auch nicht viel mehr bewerkstelligt hat).
Wir befinden uns in einer Welt des ewigen Krieges, der von vier verbliebenden Großkonzernen am Leben erhalten wird. Im Kampf um die letzten Krümel Bodenschätze, liefern sich die Menschen den Konzernen aus. Die Reichen verlassen die Erde in die Kolonien auf dem Mars und anderen Planeten, die ärmeren werden zu Kanonenfutter verheizt. Dann wird die Lage für die Menschheit brenzlich als in einer Schlacht das Versteck einer außerirdischen Maschine gesprengt wird. Die hatte nämlich schon vor tausenden von Jahren Menschen in Mördermutanten verwandelt. Seitdem es gelang sie abzuschalten und zu verbergen, wachte nun also eine religiöse Bruderschaft über das Geheimnis und darüber wie man sie zerstören kann.
Gut dass sich Major Mitch Hunter, der nur durch viel Glück der Maschine entkommen konnte und sich als Held und Ehrenmann entpuppt und Bruder Samuel, der als einziger der Bruderschaft gegen die Maschine in den Kampf ziehen mag, über den Weg laufen und gemeinsam versuchen die Welt zu retten.
Simon Hunter, der auch mit nicht mehr als drei Filmen „glänzen“ kann (diesem eingerechnet) inszeniert diesen Film in dunklen Gelbtönen, Dauerregen und im erster Weltkriegslook, der maßgeblich an der Glaubwürdigkeit des Szenarios kratzt. Unwahrscheinlich, das man sich in 700 Jahren Mann gegen Mann im Schlamm wälzt und den olivgrünen altbackenen Filz früherer Jahrhunderte trägt. So sieht dann auch der ganze Streifen nach gewollt und nicht gekonnt aus, schrabt aber meilenweit am Steampunk vorbei. Alte Kleidung, alte Waffen und alte Zusammenlebensstrukturen entsprechen eher dem Zukunftsbild der Zwanziger als dem von 2008.
Ansonsten ist „The Mutant Chronicles“ leidlich spannend, die Effekte so lala, die Schnitte lassen einen vermuten, dass hier was wichtiges Vorenthalten wurde, aber er ist nicht unerträglich. Nach den damaligen Ankündigungen, die wesentlich vielversprechender aussahen, bin ich nun ernüchtert, jedoch nicht entsetzt und irgendwie mochte ich ihn doch ganz gerne.6-10


Mutant Chronicles
Originaltitel: The Mutant Chronicles Herstellungsland: USA Erscheinungsjahr: 2008 Regie: Simon Hunter Darsteller Thomas Jane Major Mitch Hunter Ron Perlman Bruder Samuel Devon Aoki Corporal Valerie Duval Sean Pertwee Capt. Nathan Rooker Benno Fürmann Lt. Maximillian von Steiner John Malkovich Constantine Anna Walton Severian Tom Wu Corporal Juba Kim Wu Steve Toussaint Capt. John McGuire Luis Echegaray Corporal Jesus ‚El Jesus‘ de Barrera Genre: Science-Fiction

6 thoughts on “DieMaschineAusDemAll”

  1. Den hab ich auch vor ein paar Wochen geschaut und fand ihn so unspektakulär, dass ich sogar vergessen habe, ihn zu besprechen.

    „gewollt und nicht gekonnt“ war auch mein Eindruck, denn manchmal blitze echtes Potential auf, wurde aber ganz schnell wieder durch irgendeine Plattitüde zunichte gemacht.

    Die 6/10 kann ich mit etwas Wohlwollen unterschreiben, denn irgendwie war das alles recht unterhaltsam und hatte sogar ein paar coole Momente.

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