WerSuchetDerFindet

Centurion von Neil Marshall

centurionInhalt:
117 nach Christus, Rom hat Britannien besetzt. Doch wider erwarten wehren sich die dort ansässigen Pikten erbittert gegen die Legionen des römischen Reiches. Centurion Quintus Dias ist der einzig Überlebende eines Angriffs der Pikten auf ein Grenzfort. Er wird von ihnen gefangen genommen, kann aber fliehen und stößt zur 9. Legion unter der Führung Generals Titus Flavius Virilus. Der General bekommt den Auftrag den König der Pikten gefangen zu nehmen, doch die 9. Legio gerät in einen Hinterhalt, verraten von ihrer piktischen Spurensucherin. Die Legion wird vernichtet, der General entführt. Doch auch der Centurion konnte mit sechs weiteren Kämpfern überleben. Die Männer beschließen den General zu befreien und sich dann auf römische besetzten Boden durchzuschlagen. Kein leichtes Unterfangen wie sich herausstellt.

Fazit:
Versucht sich Neil Marshall mit
„Centurion“ nun an einem der üblichen Historienschinken? 
Nein, „Centurion“ hält sich nur sehr lose an historische Fakten. Angefangen bei der 9. Legio, deren treiben 117 nach Christus noch nicht beendet war, bis hin zum Hadrianswall, der erst ein paar Jährchen später entstand. 
Aber solche Ungenauigkeiten kann man Marshall durchaus verzeihen, geht es doch vielmehr um die klassische Verfolgungsjagd in historischer Kulisse, bei der die politischen Intentionen des Krieges weit in den Hintergrund gerückt werden und nur hin und wieder kurz aufflammen.
Hauptfigur seines römisch-piktischen Thrillers ist Centurion Quintus Dias (Michael Fassbender), dessen erste Einheit bereits von den Pikten niedergemetzelt wurde und er dann im Schutze der berühmten 9. Legio von ihnen gleich wieder auf die Mütze bekommt.
Ab der Niederschlagung der 9. wird der Streifen dann zur reinen Hatz. Zuerst versuchen die Römer ihren General von den Pikten zu befreien, vermurksen den Einsatz total und werden dann unbarmherzig von den Pikten verfolgt.
Als „Bluthund“ der Pikten sehen wir die hübsche Olga Kurylenko, die Dank der in der Rolle nicht vorgesehenen Zunge auch nicht sprechen muss und einfach hübsch böse zu Pferde sitzt. 
Marshall hält sich auch in „Centurion“ was die Zwei- und Mehrkämpfe angeht nicht zurück und so fließt das Blut stetig und in Fontänen aus allen Körperöffnungen. Schwert, Axt und alles was wehtut wird ruppig und eindrucksvoll eingesetzt, teils um Köpfe zu spalten, zu zermalmen, zu zerteilen, teils um andere schwere Wunden zuzufügen – ja das waren schon raue Zeiten bei den Römern.
Einziger Wermutstropfen sind wieder die viel zu schnellen Schnitte, die ein genaues Verfolgen der Schlachtszenen nahezu unmöglich machen.
Gut ist, und das unterscheidet „Centurion“ von anderen Historienschinken, das Neil Marshall gänzlich auf Theatralik und Rührseligkeit verzichtet.
Schmutzig, blutig, unromantisch, kämpferisch, gnadenlos und ohne Schnörkel durch Matsch und Schnee, so sieht der Überlebenskampf des Centurion Quintus Dias aus.
Sehenswert.

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p>8-10GROSSBRITANNIEN 2010 / 35 MM / 97 MIN / ENGLISCHE OV REGIE NEIL MARSHALL DARSTELLER MICHAEL FASSBENDER / DOMINIC WEST / OLGA KURYLENKO / NOEL CLARKE / DAVID MORRISSEY / JJ FEILD / AXELLE CAROLYN DREHBUCH NEIL MARSHALL PRODUZENTCHRISTIAN COLSON / ROBERT JONES VERLEIH CONSTANTIN FILM

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