DerFalscheSohn

The Chameleon von Jean Paul Salomé

Le_CameleonInhalt:
In Frankreich wird ein junger Mann von der Polizei aufgelesen. Er liegt auf der Straße, wirkt sehr verwirrt und hat keine Papiere, die ihn identifizieren könnten. Nach wochenlangem Schweigen behauptet er der 16-jährige Nicholas Barcley zu sein, ein Junge aus Baton Rouge USA, der vor vier Jahren spurlos verschwand. Laut seiner Aussage wurde Nicholas gekidnapped und immer wieder brutal vergewaltigt. Zurück in seiner Heimatstadt empfängt ihn überglücklich seine Schwester Kathy, während seine Mutter sehr zurückhaltend reagiert. Auch sein älterer Bruder verhält sich seltsam.
Dann tritt FBI Agent Jennifer Johnson aufs Parkett. Sie hat sich mit dem Fall beschäftigt und glaubt felsenfest, dass es sich bei Nicholas um einen Betrüger handelt, doch die Familie steht hinter dem Jungen.

Fazit:
„The Chameleon“ ist wieder einer der Filme „based on a true story“. Unglaublich aber wahr. Da treibt sich ein Mann in der Weltgeschichte herum, der in mehr als hundert Identitäten geschlüpft ist.
Eine dieser Persönlichkeiten war Nicholas Barcley, ein Junge aus Louisiana, der im Alter von 12 spurlos verschwand. Eigentlich ist von seinem Aufgreifen an klar, dass da etwas nicht stimmt. Nicholas wirkt viel zu alt, viel zu wenig traumatisiert für das was er erlebt haben soll, kennt sich mit der Familiengeschichte denkbar schlecht aus und hat einen starken französischen Akzent. Doch die Schwester will ihn erkennen und auch der Rest der Familie nimmt ihn auf. Erst im Laufe des Films öffnet sich die drogenabhängige Mutter, hier beängstigend gut gespielt von Ellen Barkin, und lässt erahnen, dass der „echte“ Nicholas alles andere als ein netter Junge war und wahrscheinlich gar nicht so zufällig verschwand.
Jean Paul Salomé hatte wirklich Glück Ellen Barkin sowie Emilie de Ravin für seinen Film zu gewinnen. Während Marc-André Grondin einfach nur hübsch ist und eigentlich nicht wirklich gut spielt, schwämmt einem die Barkin fast die Tränen in die Augen und de Ravin glänzt in der Rolle des kettenrauchenden Südstaatenmädels.
„The Chameleon“ ist ein sympathischer, unaufgeregter und beklemmender Film. Das unstillbare Bedürfnis nach Aufmerksamkeit und Zuneigung bringt einen Mann dazu verschiedene Identitäten anzunehmen und er trifft auf eine Familie, die sich genau so einen „lieben“ Jungen gewünscht hat, ihn aber nie hatte und „adoptiert“ ihn. Wer nutzt da eigentlich wen aus?
Kein Meisterwerk, aber gut ansehbar und wenn es nur für die Barkin ist!7-10

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p>KANADA/FRANKREICH/USA 2010 / 35MM / 106 MIN / ENGLISCHE OV REGIE JEAN-PAUL SALOMÉ DARSTELLER EMILIE DE RAVIN / MARC-ANDRÉ GRONDIN / FAMKE JANSSEN / BRIAN GERAGHTY / ELLEN BARKIN / NICK STAHL / NICK CHINLUND DREHBUCH JEAN-PAUL SALOMÉ / NATALIE CARTER PRODUZENT BILL PERKINS / COOPER RICHEY / MARIE-CASTILLE MENTION-SCHAAR

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