DieBerserkerLady

Alita: Battle Angel von Robert Rodriguez

Directed by Robert Rodriguez
Produced by James Cameron, Jon Landau
Screenplay by James Cameron, Laeta Kalogridis
Based on Gunnm by Yukito Kishiro
Starring  Rosa Salazar, Christoph Waltz, Jennifer Connelly, Mahershala Ali, Ed Skrein, Jackie Earle Haley, Keean Johnson
Music by Tom Holkenborg
Cinematography Bill Pope
Edited by Stephen E. Rivkin
Production company: 20th Century Fox, Lightstorm Entertainment, TSG Entertainment
Distributed by 20th Century Fox
Release date January 31, 2019 (Odeon Leicester Square), February 14, 2019 (United States)
Running time 122 minutes
Country United States
Language English
Budget $170 million
Box office $394 million

300 Jahre nach dem „großen Krieg“, im 26.Jahrhundert, ist nicht viel der gesellschaftlichen Systeme übrig geblieben. Von den ursprünglich 12 reichen Himmelsstädten, existiert nur noch Zalem um deren Müllkippe sich Iron City erstreckt.  Hier finden Menschen aus allen Gegenden der Welt eine Zuflucht und alle wollen nach Zalem. Doch das ist nur denen vorbehalten, die dort geboren sind.
Hier in Iron City lebt auch Dr. Ido, der Spezialist für Cyborg-Technologie. Auf einem Abstecher zur Zalem-Mülldeponie findet er den Kopf und Oberkörper eines weiblichen Cyborg und ihr menschliches Gehirn lebt! Ido gibt ihr einen kybernetischen Körper und einen Namen: Alita.
Doch als sie erwacht, kann sich Alita an nichts mehr erinnern. Erst nach und nach kommen die Flashbacks und sie entdeckt, dass in ihr eine echte Kampfmaschine steckt.

„Alita: Battle Angel“ war genau einer dieser Filme, die ich vom ersten Trailer an abgelehnt habe. Ich bin keine große Manga-Riesenaugen-Fanin und das CGI-Gesicht Alitas, konnte mich nicht für sich einnehmen.
Nachdem ich den Film nun doch gesehen habe, hat sich meine Meinung zu CGI-Charakteren nicht geändert, der Film gefiel mir überraschenderweise dennoch.
Er ist voller Mängel, angefangen beim für mich problematischen Versuch „Menschen“ über CGI zu generieren, über Christoph Walz monotoner Stimme, bis hin zu offenen Fragen wie: wer waren Cyborgs wie Alita denn ursprünglich mal? Menschliche Gehirne müssen ja irgendwo herkommen und wann verliert so jemand das Recht an sich. Aber gut, das wird der Manga auch nicht beantworten.
Davon losgelöst ist „Alita: Ballte Angel“ durchaus unterhaltsam, wenn auch im Zeitablauf etwas zu schnell, denn es vergehen ja nur wenige Tage, bis die „junge Frau“ (okay, ist sie ja eigentlich nicht) so durch die Gegend streunert, viele Sachen von scheinbar so gesprächigen Dr. Ido weiß und sich zu bewegen versteht. Natürlich ist das die Konsequenz, wenn man drei Bücher auf kleinsten Raum zusammenquetscht, die Essenz blieb aber, irgendwie.
So versucht Alita herauszufinden wer sie ist, was sie will, findet ihren „echten“ Körper und wird fast unschlagbar (was mir ziemlich gut gefiel), muss Verluste hinnehmen und setzte sich neue Ziele. Daneben gibt es einen Bösewicht hinter dessen Maske Edward Norton steckte und den ich das erste Mal in meinem Leben nicht erkannt habe und ein paar Handlanger, die mehr smart aussahen, als gefährlich zu wirken und Cyborgs, die nur blaues Blut vergießen durften, wegen FSK und so. Es scheppert gewaltig und ja, kleine „Mädchen“ die draufhauen gefallen mir doch besser als angenommen. Leider wird Dr.Ido, aus mir unverständlichen Gründen von Christoph Waltz verkörpert, aber er ist eben Kumpel von irgendwem, anders ist das nicht zu erklären. Sein Charakter ist aber gut und warmherzig. Macht er auch ordentlich, nur wenn er redet, nervt er mich etwas.
Das Set ist an sich schon Standardware: unten vermüllte Stadt, die man so schon etliche Male gesehen hat, etwas zu viele Altbauten, die ich in der Zukunft in 500 Jahren so nicht unbedingt sehe, aber gut und oben Luxus, von dem wir praktisch nix sehen. Wie immer wird dieser beliebte AlterLookmitElektronikgimmiks-Mix verwendet. Sieht immer gut aus, ist aber genau genommen recht fantasielos, wenn man mich fragt. Die Wenigsten können Design hochrechnen, so ist das eben, stattdessen setzen die Macher auf bekannte gefällige Formen und Variationen. 
Statt Polizei gibt es in Iron City Kopfgeldjäger, die natürlich alle kybernetisch aufpoliert sind und Kampfroboter, die doch sehr an Robocop erinnern und alle sind sie irgendwann hinter Alita her, was den wenigsten gut bekommt, weil das Mädel wohl mal für den schweren Kampfeinsatz konzipiert war und wieder ist oder was auch immer. Nur wer hat sie weggeworfen? Fragen!
Das CGI ist für heutige Verhältnisse ganz passabel. Man gibt sich viel Mühe mit Hautoberflächen, und Motion Capture, es gibt einen entzückende wir-essen-eine-Orange-mit-Schale-Szene, die das untermauert, die Mangaaugen störten mich trotzdem.
Insgesamt ein rasantes, actiongeladenes Feuerwerk, auch zum Nachdenken und ruhig, aber auch ziemlich brutal und natürlich mit Romanze, die allerdings zum Scheitern verurteilt ist, aber motiviert.
Kann man sehen. Sollte man auch.

 

3 Gedanken zu „DieBerserkerLady“

  1. Komisch, ich dachte Du wärst generell für Comic- (also auch Manga-) Verfilmungen zu haben. Ich mag diese Manga-Gesichter auch nicht sonderlich.

    Du hast Edward Norton nicht erkannt, weil er immer hinter einer Maske steckt und Du seine Stimme nicht erkannt hast oder weil Du Edward Norton nicht erkannt hast? :))

    Bei Sci-Fi-Filmen sollte man immer eine plausible Welt inszenieren, die nicht allzu viele Fragen für die Zuschauer aufwirft. Das scheint hier nicht so der Fall zu sein.

    1. Also nicht generell.

      Ich habe das Gesicht unter der Maske nicht erkannt, die Stimme auch nicht :))

      Na ja plausibel ist relativ. Vom Sehwert her geht das hier schon, aber ich denke in 500 Jahren wird einfach mal alles anders aussehen und man gibt sich so wenig Mühe das irgendwie darzustellen.

  2. Da bin ich zu großer Fan der Manga-Vorlage. Der Film sah nett aus und hatte gute Ansätze. Aber insgesamt hat er mich leider einfach nicht umgehauen.

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