DerDamenschuhsammler

Willkommen in Marwen von Robert Zemeckis

Directed by Robert Zemeckis
Produced by Jack Rapke, Steve Starkey, Robert Zemeckis
Screenplay by Caroline Thompson, Robert Zemeckis
Starring  Steve Carell, Leslie Mann, Diane Kruger, Merritt Wever, Janelle Monáe, Eiza González, Gwendoline Christie, Leslie Zemeckis, Siobhan Williams, Neil Jackson
Music by Alan Silvestri
Cinematography C. Kim Miles
Edited by Jeremiah O’Driscoll
Production company: Universal Pictures, DreamWorks Pictures, ImageMovers, Perfect World Pictures
Distributed by Universal Pictures
Release date December 21, 2018 (United States)
Running time 116 minutes
Country United States
Language English
Budget $39–50 million
Box office $12.7 million

Mark Hogencamp ist ein leidenschaftlicher Schuhfetischist. Er sammelt Damenschuhe und steht dazu. Doch eines Tages wird ihm eine harmlose Bemerkung darüber in einer Bar zum Verhängnis. Fünf Rechtsradikale prügeln ihn auf der Straße ins Koma und danach ist nichts mehr wie es war. 
Mark hat praktisch sein ganzes Leben vergessen und nach einer Weile entfällt auch die Therapie. 
So beginnt Mark sein Trauma mittels einer Puppenstadt in seinem Vorgarten zu verarbeiten, in der die fiktive belgische Stadt Marwen im Szenario des zweiten Weltkrieges dargestellt wird und in der die Frauen seines Lebens und ein paar Nazis eine tragende Rolle spielen.

Wieder einmal eine Sneak-Preview und ein Film, den ich nicht auf dem Plan hatte.
„Willkommen in Marwen“ erzählt die wahre Geschichte Mark Hogancamps, der von fünf Rechtsradikalen vor einer Bar ins Koma geprügelt wurde. Hogencamp war angetrunken und machte eine läppische Bemerkung zu seiner Leidenschaft: Frauenschuhe. Grund genug für die Männer ihn fast umzubringen.
In Folge dessen verlor er sein Gedächtnis und seine Fähigkeit als Illustrator zu arbeiten. Doch sein Talent hat Hogenkamp behalten und als die Versicherung seine Therapie nicht mehr bezahlt, baut er sich ein belgisches Dorf in seinem Vorgarten, dass von Puppen bevölkert wird, die Abenteuer im zweiten Weltkrieg durchleben. Dabei gibt es auf der einen Seite die kampfkräftigen Frauen aus Hogenkamps Leben, auf der anderen Seite die Nazis. Hogenkamp stellte Szenen nach und durchspielte Geschichten, die er dann fotografierte. Nichtsdestotrotz kämpfte er mit sich und seiner Sucht nach Medikamenten, die ihn beruhigten. 
Ich persönlich kann gar nicht verstehen, dass man Zemeckis Film so negativ gegenübergetreten ist, denn er ist grandios gemacht. Die Puppengeschichten und Übergänge von Realität und Puppenwelt sind unglaublich gut und liebevoll gemacht, die Gesichter der „Barbies“ sind einmalig gut und die Storys, die sich unser Protagonist hier im Film ausdenkt sind grandios. Daneben erzählt Zemeckis die dramatische Geschichte Mark Hogencamps und wie ihm sein soziales Umfeld unterstützt. Stück für Stück erfahren wir was Mark passiert ist und wie er damit umgeht. Wir lernen „seine“ Frauen kennen und verstehen wie sie ihm helfen über das Geschehene hinwegzukommen, im positiven wie negativen Sinn. Man kann sicherlich fragen, ob es eine Fastromanze gebraucht hätte, aber ich sage ja.
Wir sehen Leslie Mann, Diane Kruger, Merritt Wever, Janelle Monáe, Eiza González und Gwendoline Christie, die sicherlich allesamt stereotype darstellen, aber das sind ja schließlich auch ganz private Fantasien eines traumatisierten Mannes und in so fern legitim.
Dass den Puppen Brustwarzen fehlen ist nun kein großes Thema, weil es einfach so ist, aber ich habe gelesen, dass es den ein oder anderen Herren gestört hat. Barbiebanausen eben.
Der Film ist vielleicht nicht perfekt, an manchen Stellen vielleicht etwas zu glatt, aber seine Machart ist so einmalig, sein Witz so meins und die Geschichte so berührend, dass ich darüber hinwegsehen kann.

 

3 Gedanken zu „DerDamenschuhsammler“

  1. Hätte nach den Bewertungen für den Film auch gedacht, dass der richtig schlecht ist. Vielleicht war die Erwartungshaltung zu hoch, weil der Film in den U.S.A. einen Starttermin zu Weihnachten hatte und man sich einen „Oscar-Film“ versprochen hatte.

    Seit wann haben Barbie-Puppen denn Brustwarzen? Meine acht Stück (und auch Ken) hatten keine. ;))

    Die Miniatur-Welt hatte mich eigentlich im Trailer angesprochen, wenn der Film nicht so tränendrüsig ist, werde ich ihn mir wohl doch noch irgendwann anschauen.

    1. Nein Tränendrüsen ist er überhaupt nicht. Ich finde sie gehen mit dem Thema recht entspannt um und wie gesagt: die Puppengeschichten sind richtig gut, aber da bin ich auch wieder ganz Kind :))

  2. Danke. Ich fand den auch sehr schön. Klar, wie du schon sagst, nicht perfekt… aber für sich perfekt genug. Ich mochte diese Animationen… ein bisschen Inglorious Basterds mit Puppenfrauen.

NurZuTrauDich!

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

%d Bloggern gefällt das: