DasGroßeGeschäftUndZweiZäheKerle

The Connection (La French) von Cédric Jimenez

theconnectionposterDirected by Cédric Jimenez
Produced by Alain Goldman
Starring Jean Dujardin as Pierre Michel, Gilles Lellouche as Gaëtan „Tany“ Zampa, Céline Sallette as Jacqueline Michel, Mélanie Doutey as Christiane Zampa, Guillaume Gouix as José Alvarez, Benoît Magimel as Le Fou, Bruno Todeschini as Le Banquier, Moussa Maaskri as Franky Manzoni, Féodor Atkine as Gaston Defferrem Pierre Lopez as Jean Paci, Éric Collado as Robert, Cyril Lecomte as Marco Da Costa, Jean-Pierre Sanchez as Fabrizio Mandonato, Georges Neri as Charles Peretti, Bernard Blancan as Lucien Aimé-Blanc
Cinematography Laurent Tangy
Edited by Sophie Reine
Production company  Gaumont, Légende Films
Distributed by Gaumont (France)
Release dates 10 September 2014 (TIFF) 3 December 2014 (France)
Running time 135 minutes[1]
Country France, Belgium
Language French
Budget $26 million

 

Mitten in den Siebzigern in Marseile, der seinerzeit weltweiten Hochburg des Drogenhandels, hat sich die French Connection in der Stadt breit gemacht und beherrscht von der Disko bis hin zum Außenhandel so ziemlich alles. Ihr Kopf heißt „Tany“ Zampa.
Zampa selbst hat eine weiße Weste, doch seine Ära soll ein Ende haben, als der engagierte Untersuchungsrichter Pierre Michel in die Anti-Drogen-Einheit versetzt wird. Michel recherchiert gewissenhaft und setzt alles daran Zampa in die Knie zu zwingen, doch so einfach ist das nicht und es liegen sechs Jahre harter Schlagabtausch vor den beiden.

Wenn es um den Retrolook geht, lasse ich ja nichts auf die Franzosen kommen.
Cédric Jimenez, der bereits für „Das Eden Log“ verantwortlich war, bestätigt dieses Vorurteil in diesem Film in Perfektion. Vom Straßenbild, Frisur, MakeUp, Kostüm bis hin zur Musik, hier stimmt einfach jedes Detail. Dazu kommt ein gut ausgewähltes Cast, in dem natürlich die Hauptfigur gespielt von Jean Dujardin, heraussticht.
Ich mag den Kerl ja, auch wenn ich dachte, er wäre zu wenig wandelbar und eher was für komische Rollen, beweist er hier, dass er durchaus anders kann. Mich persönlich hat er überzeugt und ist in der Rolle des unnachgiebigen und unbestechlichen Untersuchungsrichters genau richtig platziert.
Lustig war, dass er seinem Gegenspieler Gilles Lellouche, der Tany Zampa spielte, in einigen Einstellungen zum verwechseln ähnlich sah. Ob das so gewollt war?
Was den beruflichen Ehrgeiz anging, nahmen die beiden sich nichts, auch wenn Richter Pierre Michel zunächst gar nicht scharf darauf war ins Dezernat für organisierten Drogenhandel zu wechseln. (Und nein er ist keinesfalls Polizeichef wie in vielen Printmedien behauptet!). Beide zeigen vollen Einsatz, wenn es darum geht Erfolge zu erzielen, lieben ihre Familie, auch wenn es nicht immer so glatt läuft.
Ein Wiedersehen gab es an der Seite Dujardins mit Céline Sallette, die ich schon in „Les Revenants“ sehr mochte; hier spielt sie auf ihre ganz sehr natürlich Art seine Frau und mit Guillaume Gouix, als einzig verlässlicher Bulle im Film, der praktisch auch schon Dauergast auf dem Fantasy Filmfest ist, auch in „Les Revenants“ mitspielte und auf dem Festival ebenfalls in „Rabid Dogs“ zu sehen war.
onion_avatars8:10Ein wirklich guter Krimi, der trotz einer Länge von 135 Minuten recht kurzweilig ist, einfach weil über die dargestellten sechs Jahre viel passiert. Neben Ehekrise entgleitet Michel der Fall immer wieder und wird erst in den Achtzigern durch Ermittlungen der DEA wieder ins Rollen gebracht. Tolle Bilder, ein fabelhafter Soundtrack – perfekt ausgestattet, gut gespielt und einfach packend.

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