EinKesselBuntes

Black Panther von Ryan Coogler

Directed by Ryan Coogler
Produced by Kevin Feige
Written by Ryan Coogler, Joe Robert Cole
Based on Black Panther by Stan Lee, Jack Kirby
Starring Chadwick Boseman, Michael B. Jordan, Lupita Nyong’o, Danai Gurira, Martin Freeman, Daniel Kaluuya, Letitia Wright, Winston Duke, Angela Bassett, Forest Whitaker, Andy Serkis
Music by Ludwig Göransson, Kendrick Lamar
Cinematography Rachel Morrison
Edited by Michael P. Shawver, Claudia Castello
Production company Marvel Studios
Distributed by Walt Disney Studios Motion Pictures
Release date January 29, 2018 (Dolby Theatre), February 16, 2018(United States)
Running time 134 minutes
Country United States
Language English
Budget $200 million
Box office $122.8 million

 

Nach einem Meteoreinschlag entwickelt sich mitten in Afrika der technologisch hochentwickelte Staat Wakanda, der dank des im Gestein enthaltenen Vibraniums eine fast unerschöpflich Energie- und Rohstoffquelle hat. Doch das wahre Wakanda verbirgt sich hinter einer Tarnvorrichtung und gibt sich vor dem Rest der Welt als Entwicklungsland aus.
Wakandas Führer sahen die große Verantwortung, die das Vibranium mit sich brachte und hielten die Isolation bis heute aufrecht, doch nun ist König T’Chaka tot und T’Challa soll seine Nachfolge antreten, der nun auch vor der Frage steht, ob sich Wakanda öffnen sollte.
Aber zunächst hat T’Challa vor allem Probleme mit einem alten Feind der Familie: Waffenhändler Ulysses Klaue. Erneut ist er an Vibranium gekommen und er ist nicht alleine, denn ein gewisser Erik Killmonger mischt hier mit und ehe sich T’Challa versieht, steckt er in einer zutiefst familiären wie politischen Krise und steht kurz vor einem Krieg, Wakanda gegen den Rest der Welt.

Ich muss gleich vorneweg zugeben, ich bin keine Freundin der Figur Black Panther. Superhelden in Tiermasken fand ich schon immer besonders uninteressant und mit afrikanischer Folklore kann ich nichts anfangen.
Das ist natürlich keine gute Grundlage für eine Originstory, die genau das zum Mittelpunkt hat.
Ein fiktiver afrikanischer Staat namens Wakanda ist die Heimat T’Challas, der nach dem Tod seines Vaters zu rechtmäßigen König und somit auch zum Black Panther wird. Eine Ungereimtheit hier in den zeitlichen Abläufen, da er ja bereits als Black Panther in Civil War zu sehen war und ich davon ausgehen muss, dass diese Geschichte genau mittendrin spielt oder ich das Black Panther-König-Ding nicht verstanden habe.
Auf jeden Fall ist Wakanda ein moderner technologisch fortgeschrittener Staat, der dennoch irgendwie in seiner Volkstümlichkeit festhängt, wenn auch ein wenig aufgepimpt und auch wenn er nie Krieg führen will voll aufgerüstet ist. Der „amerikanische Traum“ Waffen für den Frieden wird hier also ganz groß geschrieben. Die Kleider sind bunt, die kleine Schwester des Königs ist ein Nerd, die Ex kämpft für die Unterdrückten der Nachbarländer und die Leibgarde sind toughe Frauen, die zeigen wo der Hammer hängt.
Aber der Haussegen hängt schief. Das Bergvolk Wakandas geht auf Distanz und fordert den Prinzen heraus, ein Vibraniumdieb ist seit über 20 Jahren nicht in den Griff zu bekommen und der verstorbene König hat 1992 so richtig Mist gebaut und seinen Bruder getötet. Als Konsequenz daraus stürzt T’Challa und Wakanda in eine tiefe Krise, eine Glaubenskrise. Hält man sich verborgen wie die Väter es bereits taten, geht man nach vorne macht die Black Community sichtbar, setzt Zeichen, öffnet sich und hilft den Schwachen und Unterdrückten oder setzt man seine Ziele, dem Schluss der Unterdrückung der Schwarzen, ein Ende mit Gewalt und Unterjocht die Welt? So hadert nicht nur die Hauptfigur mit sich selbst, auch der Gegenspieler Killmonger nagt schwer an seiner Vergangenheit.
Und während in Wakanda die Kampfnashörner herumhüpfen, machen Wakandas Spione überall auf der Welt was auch immer.
Zwischenzeitlich geht es auch mal in die „richtige“ Welt wo die Sprachgewandtheit und Überlegenheit des Völkchens zum Ausdruck gebracht wird und der Mann vom CIA, ehemaliger Hobbit, hat so manche spaßige Einlage.
An den Performances von Chadwick Boseman, Lupita Nyong’o, Michael B. Jordan und Danai Gurira (jajaja sie gefiel mir) ist absolut nichts auszusetzen, Letitia Wright fand ich etwas überdreht, aber gut.
Insgesamt ist „Black Panther“ kein Film, der mich vom Hocker gehauen hat, aber ich bin hier auch absolut nicht die Ziel- und Identifikationsgruppe. Im Kino gab es von selbiger mächtig Applaus und das ist okay so.
Leider musste ich den Film in 3D sehen, was mir noch am nächsten Tag zu Kopfschmerzen verhalf – ich sehe das 3D weiterhin als überflüssig an.
Den Score fand ich in weiten Teilen super schlecht. Es gab keine Sekunde der Ruhe und teilweise trötete es so nervig wie bei Williams in Indiana Jones über die Lautsprecher. Keine Ahnung warum hier solche Begeisterungsstürme ausgerechnet zur Musik hereinbrachen.
„Black Panther“ ist bunte Marvel-Popkultur gepaart mit Black Power, aber kein Film, an den ich lange und wohlig zurückdenken werde, erster schwarzer Superheld hin oder her.

3 thoughts on “EinKesselBuntes”

  1. Waaas nur 6 Punkte? Von dem verspreche ich mir so viel. Ich wollte ja eigentlich keine Marvel-Filme mehr gucken, hatte aber gehört, dass der von der Story her so gut sein soll. Ich werde ihn mir aber wohl in 1 1/2 Wochen anschauen, aber 3D werde ich dann lieber knicken. 🙂

    1. Ja das 3D ist hier einfach zu viel, außerdem lief er auch noch mit Pause. Ich hasse das.
      Der Film hatte schon seine Momente, aber die Hauptfigur ist für mich einfach kein spannender Superheld, denn Black Panther an sich ist ziemlich langweilig. Das Drum und Dran ist aber in Ordnung.
      Ich bin gespannt, was Du dazu sagst.

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