DiePilleFürJedeStimmungslage

Side Effects von Steven Soderbergh

Inhalt:
Der große Tag ist gekommen: nach vier Jahren kann Emily ihren Mann endlich aus dem Gefängis abholen, in dem er wegen Insiderhandels gesessen hat. Die Freude ist zunächst groß, auch wenn sich Emily nach ihrem Luxusleben sehr einschränken musste. Doch es legt sich eine tiefe Schwermut über sie und Martin bestärkt Emily darin sich in Behandlung zu begeben.
Nach einem Selbstmordversuch trifft sie auf den Psychater Dr. Jonathan Banks, der sie in Obhut nimmt und mit Antidepressiva behandelt. Aber Emily verträgt die Pillen nicht und drängt auf ein neues Medikament: Ablixa, dass sie aus der Werbung kennt und endlich stellt sich eine Besserung ein.
Emily ist fidel und fühlt sich gut, aber nun wird sie Schlafwandlerin, mit schlimmen Folgen.

Side-Effects

Fazit:
„Side Effects“ hat mich ausgesprochen zwiespältig hinterlassen.
Mit ein paar Wochen Abstand sage ich: er ist nicht so schlecht wie „Contagion“, aber bei weitem keiner Soderberghs besserer Filme.
Nun mag er auf jeden anders wirken und bei Wohlgesonnenen, die Filme wie „EIskalte Leidenschaft“ oder „Zwielicht“ vielleicht wegen der Titel oder Richard Gere meideten und auch nie einen anderen Plottwistthriller dieser Art gesehen haben, als ein wirklich spannender, überraschender Thriller aussehen, doch für mich persönlich hat das nicht funktioniert.
Für sich genommen macht hier fast jeder seine Sache ganz ordentlich, aber die Story ist mit verlaub so abgedroschen und vorhersehbar wie nur irgendwas und hat ein paar echte unfreiwillige Lacher, aufgrund von partieller schlechter Inszenierung und darstellerischer Fehlleistungen.
Da haben wir eine junge Frau, Emily, mit schlechtem Toupet gespielt von Rooney Mara, die sich auf die Heimkehr ihres wegen Insiderhandels inhaftierten Mannes (Channing Tatum) freut. Der hat scheinbar alles ziemlich easy genommen, zwar ist die Asche, Haus und Sportwagen weg, aber man knüpft neue Kontakte. Emily benimmt sich derweil immer seltsamer, leidet unter Depressionen, versucht sich das Leben zu nehmen und wird fast eingewiesen, kommt dann jedoch in die sanften Hände des verständnisvollen Dr. Banks (Judd Law). Seine Medikamentierung greift nicht, Emily geht es schlecht. Da sieht sie die Werbung für Ablixa und überredet Dr. Banks ihr das zu verschreiben. Emily geht’s super doch leider schlafwandelt sie nun. Dr. Banks nimmt das ernst, jedoch ist es da schon zu spät. Emily ist außer Kontrolle und Banks inmitten eines dollen Komplotts gelandet.
Die Geschichte wäre bis hierhin erträglich und verzeihbar, aber dann kommt Catherine Zeta-Jones als Dr. Victoria Siebert vor die Kamera und auch wenn man ihr die etlichen ursprünglich unnötigen „Schönheitskorrekturen“ nachsieht, hat sie bei irgendeiner Vollnarkose offensichtlich auch ihr Talent gelassen. Völlig albern und hölzern krampft sich die „Schöne“ durch die Szenen und gibt eine gänzlich unglaubwürdige Performance zum Besten. Das ist schade für Zeta-Jones, vor allem aber für den Film, der so um ein paar peinlich bis unfreiwillig lächerliche Momente reicher wurde.
Die Auflösung ist dann wie gesagt sehr vorhersehbar und das Ende läuft nach dem Motto: Rache ist Blutwurscht, auch nicht neu, ab.
Zusammenfassend ist „Side Effects“ der gefühlte x-te Aufguss des: wie werde ich ihn los in weniger als 10 Tagen-Themas.
Auch ein Name wie Steven Soderbergh kann hier nichts mehr retten und mehr als Durchschnittsware aus der Geschichte herauspressen. Ich habe keine Ahnung was mit dem Mann los ist, aber wenn er tatsächlich den Rückzug vom Regiestuhl plant, setzt er sich damit kein Denkmal.6:10

Side Effects Directed by Steven Soderbergh Produced by Lorenzo di Bonaventura Gregory Jacobs Scott Z. Burns Written by Scott Z. Burns Starring Jude Law Rooney Mara Catherine Zeta-Jones Channing Tatum Music by Thomas Newman[1] Cinematography Peter Andrews Editing by Mary Ann Bernard Studio Endgame Entertainment Distributed by Open Road Films Release date(s) February 8, 2013 Running time 106 minutes[2] Country United States Language English Budget $30 million[3] Box office $26,324,309

5 thoughts on “DiePilleFürJedeStimmungslage”

  1. Oh Mann die Berlinale Filme… Mittlerweile fällt es mir so schwer, abends noch ne Rezension zu schreiben, weil meine Gedanken nur noch permanent um die Arbeit kreisen… Side Effects ist bei mir irgendwie verpufft. Im Kino fand ich ihn nicht schlecht, aber dann war auch auf einmal die Wirkung weg. Und ich fand Catherine Zeta-Jones wirklich richtig schlecht.

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