GegenDieZeitImMultiversumMitJetski

Loki Season 1 von Kate Herron nach einer Idee von Michael Waldron für Disney+

Created by Michael Waldron
Based on Marvel Comics
Starring : Tom Hiddleston, Gugu Mbatha-Raw, Wunmi Mosaku, Eugene Cordero, Tara Strong, Owen Wilson, Sophia Di Martino, Sasha Lane, Jack Veal, DeObia Oparei, Richard E. Grant, Jonathan Majors
Music by Natalie Holt
Country of origin United States
Original language English
No. of seasons 1
No. of episodes 6
Executive producers : Kevin Feige, Louis D’Esposito, Victoria Alonso, Stephen Broussard, Tom Hiddleston, Kate Herron
Michael Waldron
Production locations Atlanta, Georgia
Cinematography Autumn Durald Arkapaw
Editors  Paul Zucker, Calum Ross, Emma McCleave
Running time 42–54 minutes
Production company Marvel Studios
Distributor Disney Platform Distribution
Release Original network Disney+
Original release June 9, 2021 – present
Chronology
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Prompt, während seines Erfolgsrausches mit dem gerade gestohlenen Tesseract die Welt zu beherrschen (Avengers Endgame 2019),trotz einiger sprachlicher Schwierigkeiten irgendwo in der Gobi, wird Loki verhaftet und an einen seltsamen Ort verbracht. Er ist bei der obersten Behörde gegen die Zeitabweichung, der TVA gelandet, wo er aufgrund seines schwerwiegenden Verstoßes gegen die Zeitlinie und damit seiner Bestimmung zur Auslöschung aus dem Multiversum verurteilt wird. Doch Loki ist nur eine Variante, während ein andere Loki den Zeitfluss unsicher macht. So schlägt Agent Mobius M. Mobius Loki einen Überlebensdeal vor, den der nur schwerlich ablehnen kann.


Du meine Güte, was war das denn? Nicht dass ich keine Erwartungen bezüglich einer reinen Loki-Serie gehabt hätte, aber was uns hier geboten wird ist schon außergewöhnlich gut und damit meine ich nicht nur die irre Story.
In der ersten Staffel „Loki“ sehen wir wie Loki mit Hilfe des sich zufällig angeeigneten Tesseracts den Avengers entfliehen kann und irgendwo in der Wüste landet, wo er augenblicklich versucht über die Eingeborenen zu herrschen. Soweit so gut, bis sich ein Portal öffnet und Loki von ein paar Soldaten verhaftet und an einen geheimnisvollen Ort gebracht wird. Der entpuppt sich als TVA und ist die sehr bürokratische Behörde für Zeitabweichungen. Die erzählen Loki, dass hier nichts mit Magie und Weltherrschaft ist, Loki nur eine von vielen Varianten ist und ohnehin ausgelöscht werden soll, weil er Verbrechen gegen den einzig wahren Zeitstrang begangen hat. Tja und so ein Zeitstrang muss eben linear verlaufen und jeder darauf muss sich gefälligst seiner Bestimmung verhalten. Tut er das nicht, verzweigt sich der Zeitstrang und das darf nicht sein, also wird die Abzweigung und dessen Verursacher gestutzt. Offensichtlich hat die oberste Führung (drei Timelords in Echsenform) ganz besonders was gegen Loki, denn er ist nicht die einzige Variante Loki, die eliminiert werden soll und so begibt es sich dass sein Sachbearbeiter Agent Mobius Loki für die TVA verpflichtet, um einen viel schlimmeren Loki zu fangen, der bereits seit Ewigkeiten, und das ist wortwörtlich gemeint, sein Unwesen in der Zeit treibt. Zwischen Mobius und Loki entwickelt sich sowas wie eine Freundschaft, nichtsdestotrotz versucht Loki natürlich auf seine Art zu entkommen und entdeckt dabei das ein oder andere Geheimnis, bringt die TVA total durcheinander und verliebt sich in sich selbst. Zu viel sei hier nicht verraten, vielleicht noch der Alligator-Loki, den ich gerne hätte.
Auf jeden Fall lernt Loki eines: er ist zum Scheitern verurteilt. Egal was er anpackt, irgendwie gelingt ihm nie der krönende Abschluss, als wäre es so vorherbestimmt und das ist es auch, wenn man das so akzeptiert. Vom Chaos in die Ordnung? Nicht mit Loki.
Wie erwähnt ist alleine die Story schon total meins. Ich liebe diesen schrägen Humor und diese scheinbar abgedrehten Zeitgeschichten. Eine hemdsärmelige Behörde, die über die Zeit wacht und mächtiger ist als alles andere? Als Götter? Als Thanos mit allen Infinitysteinen, die hier übrigens allenfalls als Briefbeschwerer taugen? Ja, hier wird das Universum ordentlich aufgerollt und wir Zuschauer nochmals auf das Multiversum vorbereitet und auf wahrscheinlich etliche filmische Fortsetzungen, die sonst so nicht mehr ins alte Marvelversum passen würden. Aber ich will nicht unken, alleinstehend ist Loki einfach mal genial. Keine Plattitüden, stattdessen gute Dialoge, viel intelligenter Wortwitz und ein exzellenter Cast, allen voran Tom Hiddleston als Loki und Owen Wilson als Mobius M. Mobius, dem Amtsschimmel mit einer Vorliebe für Jetski, der hier wie die Faust aufs Auge passt und sich das Marvelversum erst mal von Hiddleston erklären lies, denn die Filme kannte er wohl nicht. Ach ja da ist auch noch Richard E. Grant als Classic Loki im albernen Strumpfhosenkostüm und natürlich Gugu Mbatha-Raw als Ravonna Renslayer, der etwas undurchsichtigen Chefin Mobius. Für mich stimmt hier einfach alles; die Kostüme und Maske sind toll, die Farbpalette ist so Loki, Kamera und Bild – was soll ich sagen? Musik und Abspann stimmen auch und die Animationen erinnern an alte Comicstrips aus den frühen Sechzigern. Für mich DAS Serien-Highlight dieses Jahres, sofern man Marvel und Loki mag und das beste, was Marvel bislang so zu bieten hatte; kein Vergleich zu Einschläferserien wie „Agent Carter“.
Hat mir gefallen. Gerne mehr als die sechs Folgen.

 

 

2 Gedanken zu „GegenDieZeitImMultiversumMitJetski“

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