DämonenbärUndLilaDrache

The New Mutants von Josh Boone

Directed by Josh Boone
Produced by Karen Rosenfelt, Lauren Shuler Donner
Simon Kinberg
Written by  Josh Boone, Knate Lee
Based on  New Mutants by Chris Claremont, Bob McLeod
Starring  Maisie Williams, Anya Taylor-Joy, Charlie Heaton
Alice Braga, Blu Hunt, Henry Zaga
Music by Mark Snow
Cinematography Peter Deming
Edited by  Matthew Rundell, Robb Sullivan, Andrew Buckland
Production company : 20th Century Studios, Marvel Entertainment
Genre Films, Sunswept Entertainment
Distributed by 20th Century Studios
Release date  August 28, 2020 (United States)
Running time 94 minutes
Country United States
Language English
Budget $67–80 million
Box office $41.9 million

Dani Moonstar ist die einzige Überlebende einer Katastrophe in ihrem Reservat. Sie hat nicht verstanden, was dort passierte, doch nun wacht sie gefesselt in einer Art Krankenhaus auf, deren einzige Angestellte Dr. Reyes zu sein scheint.
Dani ist verwirrt, angeblich soll sie Mutantenkräfte haben wie auch die anderen vier Insassen der Einrichtung. Sie sollen lernen mit ihren Kräften umzugehen mit dem Ziel zu den X-Men zu stoßen, doch irgendwas stimmt nicht und das sehen die anderen bald auch so.


Wie heißt es doch so schön? Was lange währt wird endlich gut? Na, daran hat nun wirklich niemand man mehr geglaubt, der den Werdegang der „The New Mutants“ mitverfolgt hat. Die ersten Trailer liefen vor zwei Jahren und da war der Film ja bereits abgedreht. Dann kamen die Gerüchte. Mehr Horror, weniger Horror, zu krass, zu soft, geschnitten, verstümmelt, nachgedreht. Dann gabs neue Trailer, Todesstille und dann der Supergau, Fox ging an Disney und begrubt alle Hoffnungen, dass die jungen Mutanten nur ansatzweise in Richtung Horror oder finstere Variante der X-Men gehen würde. Natürlich war das auch das Aus für den Zusammenhang innerhalb der X-Men-Reihe, denn eigentlich ist dieser Film ja der Anschluss an „Logan“ oder sehe ich das falsch? Man man, das haben sie ordentlich verkackt und nun steht hier ein verweichlichtes Standalone im Raum, dass aus dem sich selbst gegeben Zeitrahmen herausgerissen ziemlich schwer liebzuhaben ist. Doch was solls, denn die jahrelangen Tottereien und der Shitstorm der nun, nach der endlichen Veröffentlichung, über den Film hereingebrochen ist, obwohl alle hätte wissen müssen, was da kommt, haben meine Erwartungen so in den Keller gefahren, dass ich fast euphorisch aus dem Kino wankte. 
Vielleicht mochte ich die alten X-Men Streifen irgendwie mal, es gab damals ja nicht viel und niemand konnte ahnen wohin die Reise geht, dennoch habe ich mir niemals was vorgemacht: das war größtenteils schon trashig. Figuren wie Storm oder En Sabah Nur fand ich grenzwertig und erst mit „X-Men: First Class“ kam auch etwas Qualität in die ganze Sache. Egal.
„The New Mutants“ hat keine albernen Anzüge oder Superheldenkostüme und das ist schon mal ein Anfang, wobei es ja das Ende ist. Erzählt wird die Geschichte fünf sehr junger Mutanten, denen eingeredet wird, das sie auf ihre Karriere bei den X-Men vorbereitet werden. Dafür wurden sie, nachdem sie aufgesammelt wurden, in ein altes Krankenhaus verfrachtet, dass durch eine undurchdringliche Barriere kein Entkommen zulässt, um dort auf ihre Fähigkeiten getestet zu werden. Doch mit dem Neuzugang Dani kommen auch Zweifel, denn sie will das Spiel nicht mitmachen und entfesselt ein emotionales Chaos unter den Jugendlichen, die allesamt eine echt schlimme Kindheit hatten oder wenigstens eine traumatische Erfahrung aufgrund ihrer Fähigkeit durchmachen mussten. Darauf liegt hier dann auch der Fokus, die Jugendlichen müssen sich ihrem Dämonen stellen, und gemeinsam gegen das Böse ankämpfen, was zu den durchaus gruseligen Szenen des Film zählt. Da der Streifen nur 94 Minuten lang ist, geht das denn auch alles recht flott und für meinen Geschmack rauft sich die Bande ziemlich flott zusammen. Tja gut, das war es auch schon. Kein Post Credit, aus nachvollziehbaren Gründen (trotzdem blieben einige sitzen). Insgesamt kein so schlechtes Werk, kein Horrorfilm, eher Coming of Age, aber durchaus ein  Teil, das in die Reihe passt, mit guten Charakteren und einer etwas schwachen Maisie Williams in der eher undankbaren Rolle einer Werwölfin.

 

Ein Gedanke zu „DämonenbärUndLilaDrache“

NurZuTrauDich!

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