LangeRedeKaltesFleischUnd
EinFlattermannMitGroßemMilchdurst

The Cannibal Club von Guto Parente

O CLUBE DOS CANIBAIS
Brasilien 2018 • 81 Min • portugiesische OmeU
REGIE
Guto Parente
DARSTELLER
Ana Luiza Rios, Tavinho Teixeira, Zé Maria, Pedro Domingues, Rodrigo Fernandes
DREHBUCH
Guto Parente
PRODUZENT
Ticiana Augusto Lima
VERLEIH
Donau Film

 

Otávio und Gilda sind stinkreich und leben behaglich in ihrer abgelegenen Strandvilla. Sie haben wenig Personal und die armen Schlucker, die bei den beiden den Hauswart und Mädchen für alles machen, landen in der Regel erst bei Gilda im Bett, um dann von Otàvio zerhäckselt zu werden. Danach verspeisen die beiden ihr Opfer und gehören damit zu einem exklusiven Club.
Doch als Gilda während einer Party einen wichtigen Abgeordneten bei etwas sieht, das sie lieber nicht gesehen hätte, verlässt die beiden ihr Glück.

Tja „The Cannibal Club“ wird uns als Parabel auf die brasilianische Gesellschaft verkauft und ja, es geht um reiche dekadente Menschen und arme ausgebeutete, die auch noch gefressen werden, aber das unsagbar schlecht gespielt und mehr gewollt als gekonnt. Man ermüdet uns mit alten Männern, die sich beim Sex-Zusehen einen runterholen und oder aufwändig zubereitetes Menschenfleisch auf dem Teller kalt werden lassen, weil sie viel zu lange Tischreden halten, beziehungsweise zuhören müssen, die das Anschneiden unterbinden.
Die Darsteller sind Kasperletheater, sprich grottenschlecht, das Drehbuch gibt aber auch nicht mehr her, was man mit extrem lauter Musik und noch mehr Gerammel zu übertünchen versucht.
Nun, Ana Luiza Rios ist nicht hässlich, aber für solche Streifen hat Tele5 doch freitags einen festen Sendeplatz. So ist dieses verunglückte Kannibalenclubbing hart an der Schmerzgrenze und unsagbar langweilig, trotz der nur 81 Minuten Spielzeit.

 

Wenigstens kann ich aber hier von einem recht gelungenen Vorfilm berichten:

LATCHED / Kanada 2017 / 17 Min

Eine Choreografin und junge Mutter möchte  an ihrem Comeback arbeiten und zieht sich dafür in ihr Cottage auf einer kleinen abgelegenen Insel zurück. Da sie wieder tanzen will, versucht sie ihren Sohn abzustillen und sammelt Milch. Als sie mit ihrem Kind im Wald spazieren geht finden sie ein winziges dehydriertes Tier oder Wesen, dass die Mutter nicht einordnen kann. Ihr Nachbar, ein alter Mann, sagt es handle sich um eine Fledermaus, doch dem ist nicht so. Als auf das Ding versehentlich umgekippte Muttermilch läuft, erwacht es zum Leben und wächst ganz beachtlich. Von nun an wird die Mutter täglich nachts ihrer Muttermilchvorräte beraubt und besonders freundlich ist das Ding aus dem Wald auch nicht. Nun ist guter Rat teuer, denn es trinkt auch gerne Blut.


Kaum zu glauben, dass ein Vorfilm mehr zu erzählen hat als der Hauptfilm, aber es ist diesmal so und diese Geschichte hat mir wirklich gut gefallen. Wie in so vielen Streifen auf diesem Fantasy Filmfest spielt die Geschichte im Wald, eine unbedingt gute Gruselumgebung und greift etwas in die Dark-Fantasy Kiste. Ob Elfe oder  was auch immer, findet unsere Protagonistin etwas Eingetrocknetes und erweckt es unwissentlich zum Leben. Diese unwirsche Ding trinkt ihre Milch und ist auch nicht abgeneigt einen ganz Menschen zu fressen. So ist die junge Mutter hier ganz auf sich alleine gestellt und muss sich und ihr Baby vor diesem Wesen verteidigen.
Justin Hardin and Rob Brunner haben hier einen stimmigen und unheimlichen Fantasyhorror geschaffen, der zwar ziemlich entspannt und mit schönen Tanzeinlagen beginnt, dann jedoch wirklich Gänsehautmomente hat und mit viel Liebe inszeniert wurde,

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