KampfUmsKleineGlück

Prospect USA/Kanada 2018 von Christopher Caldwell und Zeek Earl

USA/Kanada 2018
98 Min
englische OV
REGIE Christopher Caldwell, Zeek Earl
DARSTELLER Sophie Thatcher, Pedro Pascal, Jay Duplass, Andre Royo, Sheila Vand
DREHBUCH Christopher Caldwell, Zeek Earl
VERLEIH Capelight Pictures
PRODUCTION: A Depth of Field, The Realm, Ground Control production, in association with Creative Wealth Media. (International sales: Endeavor Content, Los Angeles.)
Producers: Andrew Miano, Chris Weitz, Scott Glassgold, Dan Balgoyen, Garrick Dion, Matthias Mellinghaus. Executive producers: Aaron L. Gilbert, Steven Thibault, Jason Cloth, Paul Tennyson, Stan Thomas, Andria Spring, Tracey Bing.
Camera (color): Earl.
Editor: Paul Frank.
Music: Daniel L.K. Caldwell.

 

Irgendwo im Weltall suchen ein Vater und seine Tochter ihr finanzielles Glück auf einem Planeten, auf dem es spezielle schwer zu bergende und deshalb seltene Edelsteine gibt. Leider hat ihr Raumschiff ein paar Altersleiden und die beiden legen eine Bruchlandung hin. Und wäre das nicht schon schlimm genug, werden sie auch noch überfallen, denn sie sind nicht die einzigen, die auf Beute aus sind.

Selbst wenn ich dieses Jahr nicht jeden SF-Beitrag gesehen habe, bin ich immer dankbar für jeden gezeigten Streifen aus dieser Rubrik, auch wenn es hier weniger um die Wunder des Weltalls geht, als um das Schicksal einer Teenagerin, die nicht nur auf einem fernen Planeten strandet, sondern auch noch ihren Vater verliert und Gefahr läuft von Banditen versklavt oder umgebracht zu werden. Doch das Mädel hat Glück im Unglück und ausgerechnet der Mann, der ihren Vater tötete, wird zu ihrem Lebensretter und Ersatzvater. Er kümmert sich um sie und sie um ihn. Eine ganz entzückende Beziehung ist das und man merkt, dass die Chemie zwischen Pedro Pascal und Sophie Thatcher stimmt. Ich mag die beiden, insbesondere die Thatcher legt eine tolle Performance hin, während Pascal wieder etwas nuschelt.
Die Story wurde für diesen Film vom gleichnamigen Kurzfilm Christopher Caldwells und Zeek Earls grob übernommen, ausgeschmückt und mit einem neuen Ende versehen.
Die Grundintention des Abenteuers ist das Streben nach finanziellem Glück, in Form von Edelsteinen. Die sind auf diesem schönen, aber menschenunfreundlichen Planeten nicht nur schwer zu finden, sondern auch schwer zu gewinnen. Nur Wenige scheinen die Prozedur zu kennen, die Steine aus ihrer säurehaltigen Ummantelung zu bergen und wenn der einzige Spezialist umgebracht wird, nützt keinem Banditen auch eine Hauptader nichts wie sich zeigen wird.
So ist „Prospect“ ein Low-Budget Weltraumabenteuer, in dem die Protagonistin schnell erwachsen werden muss und sich, über Hass und Misstrauen hinwegsetzt und sich dem Mann anvertraut, der sie zur Vollwaisen machte.
Das der Look des Filmes etwas zwischen „Dark Star“ und „Mad Max“ liegt, macht überhaupt nichts, irgendwie sind auch die kleinen Seifenbläschen im Wald ganz bezaubernd und das Zusammenspiel aller Komponenten mit der guten Filmmusik zusammen ergeben einen wirklich guten Science Fiction Film, der ohne viel Schischi auskommt und dabei hervorragend unterhält.
Ich bin ganz beseelt, aber davon hätte ich wirklich gerne mehr auf der Leinwand.

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