FantasyFilmfest2018

Tag 9

Tja, es gab Jahre da wäre das Fantasy Filmfest mit gut 30 mehr Filmen nun schon zu Ende, aber die Einsaaltaktik reduziert das Angebot und leider auch die Nachfrage.
Seit Dienstag sind die Vorstellungen übersichtlich besucht, dabei waren ja gute Sachen dabei und dieser Donnerstag war da keine Ausnahme. Für mich hieß das 4 von 5 und das nenne ich eine gute Ausbeute.

Paradox Hongkong 2018 von Wilson Yip

Klassischer Polizeifilm, aber mit der Choreografie des IP-Man Regisseurs Wilson Yips.
Witwer zieht Tochter groß, die verliebt sich und Papa wird streng. Tochter haut ab und wird in Thailand entführt. Dann beginnt die packende Suche nach dem Mädel mit vielen Zufällen, Gesang, unglaublichen Kampfszenen, die zu mehrmaligen Zwischenapplaus führten und einem „asiatischen“ Happy End. Sehr gut das.

The Cannibal Club Brasilien 2018 von Guto Parente

Völlig danebengegangenes Laientheater, mit extrem lauter Musik und ich meine extrem, keinen Schauspieler, viel portugiesischem Gelaber, wenig Kannibalenclubbing, endlosem Gerammel und Tischreden, bei denen das Essen kalt wird. Hart an der Schmerzgrenze und unsagbar ermüdend, trotz der nur 81 Minuten Laufzeit.

Await Further Instructions GB 2018 Johnny Kevorkian

Student Nick besucht mit Freundin Annji nach langer Zeit seine Eltern zu Weihnachten und dank einer intakt desolaten Familie wollen Nick und Annji auch gleich wieder abbhauen, doch das Haus ist mit einer schwarzen festen Ummantelung verschlossen, die ganze Familie darin gefangen, und über den Fernseher erscheinen abstruse Anweisungen, denen zu folgen ist. Das ergibt keine gute Familiendynamik, wird für uns aber zu einem ordentlichen Drama und sehr ansehbaren SF-Film.

Cutterhead Dänemark 2018 von Rasmus Kloster Bro

Eigentlich ein Film fürs Fresh Blood, weil Filmdebut, aber gut.
PR-Frau geht in Kopenhagen unter Tage in den U-Bahn-Bau, um die Arbiter zu interviewen, doch als sie am Bohrkopf angekommen ist, bricht eine Katastrophe aus und sie ist mit zwei Arbeitern eingeschlossen.
Die Protagonistin stellt sich als keine Sympathieträgerin heraus, was den Kampf ums Überleben da unten noch nervenaufreibender macht. Rasmus Kloster Bro hat hier auf extrem beengtem Raum einen weitgehend realistischen Klaustrophobiethriller gedreht, geht man davon aus, dass Kopenhagen nur auf weichem Schlamm steht. Fand ich gut.

The Inhabitant Mexiko 2018 von Guillermo Amoedo

Ziemlich gemeiner Einbruchs-Exorzismus-Thriller (ist das ein neues Genre?). Spannend, tolle Mädels mit trauriger Vergangenheit und durchaus gruselig. Erfindet das Rad nicht neu, ist aber gut gemacht und gedarstellt. Da habe ich es nicht bereut, so lange im Kino gesessen zu haben.

 

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