EinTodFür2000Pfund

Dead in A Week: Or Money Back GB 2018 von Tom Edmunds

REGIE
Tom Edmunds
DARSTELLER
Tom Wilkinson, Aneurin Barnard, Marion Bailey, Freya Mavor, Christopher Eccleston
DREHBUCH
Tom Edmunds
PRODUZENT
Daniel-Konrad Cooper, Nick Clark Windo
VERLEIH
Ascot Elite Entertainment
Großbritannien 2018 • 90 Min • englische OmdU

 

Schriftsteller William ist des Lebens müde und das im wahrsten Sinne des Wortes. Er kann seine Wohnung nicht mehr bezahlen und sein Buch will niemand verlegen, dabei arbeitet er dort seine Erfahrungen als erfolgloser Selbstmörder auf.
Von einer Tablettenüberdosis über Ersticken durch Auspuffgase oder der berühmte Föhn in der Wanne, William gibt immer sein Bestes, doch nichts trägt Früchte. Als William nun versucht seinem Leben ein Ende zu setzten, in dem er von einer Brücke springt, wird er von einem gepflegten alten Herrn angesprochen. Leslie bietet William seine Hilfe an, denn er ist Auftragskiller und unterbreitet ihm eine breite Palette an möglichen Ableben. William entscheidet sich für eine günstige schmerzfreie Variante. Das stellt auch Leslie zufrieden, denn der Schriftsteller ist genau die Person, die ihm zur Erfüllung seiner Quote noch fehlt. Sein Chef sitzt ihm im Nacken, will ihn berenten und der Ostblock bringt enorme Konkurrenz ins Land.
Ausgerechnet jetzt interessiert sich ein Verlag für Williams Buch und er für die nette Verlagsassistentin Ellie.

Okay, „Dead in A Week: Or Money Back“ erfindet das Rad nicht neu, ist aber ein durch und durch sympathischer Film, der einfach auch Spaß macht.
Die Geschichte ist bekannt: lebensmüder Mann schafft es nicht sich selbst zu töten, engagiert einen Profikiller die Aufgabe zu übernehmen und verliebt sich prompt, beziehungsweise beruflicher Erfolg stellt sich ein.
Tom Edmunds setzt aber noch einen drauf, denn sein „Opfer“ ist ein wirklich bemitleidenswertes Bürschen, der bereit sieben Mal versucht hat seinem Leben ein Ende zu setzen und darüber sogar ein Buch geschrieben hat, also darüber, was so alles schiefgehen kann. Selbstmörder William hat dafür sogar eine ganz entzückende Pinnwand angelegt, auf der so ziemlich jeder Möchtegerntod in einen Cartoon verewigt ist. Nur eines der vielen liebevollen Details in diesem Film.
Und auch was die Auswahl des Richters über Leben und Tod angeht, setzt man in diesem Film Akzente, denn der Mann für gewisse Aufträge trifft William bei einem gerade in die Hose gehenden Selbstmord und bietet sich spontan an die Sache zu übernehmen. Dabei denkt er nicht ganz uneigennützig, denn Killer Leslie ist ein betagter Mann, der eigentlich in den Ruhestand gehört und ein ganz beschauliches Leben mit Ehefrau Penny führt, deren Ziel es ist bei einem örtlichen Stickwettbewerb zu gewinnen. Doch sein Job macht ihm Spaß, da hilft weder die goldene Standuhr vom Boss, noch das Reden der Frau. Leslie will weitermachen.
Ich würde sagen, es sind diese rührenden und zugleich lustigen Details, die einen großen Beitrag daran haben, dass mir dieser Film so gefallen hat, aber auch die großartigen Dialoge und tollen Darsteller wie Tom Wilkinson, Freya Mavor, Marion Bailey oder Christopher Eccleston. Insgesamt eine wirklich gelungene schwarze Komödie.

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