FürEineHandVollBunterSteinchen

Avengers: Infinity War von Anthony Russo und Joe Russo

Directed by Anthony Russo, Joe Russo
Produced by Kevin Feige
Screenplay by Christopher Markus, Stephen McFeely
Based on The Avengers by Stan Lee, Jack Kirby
Starring Robert Downey Jr., Chris Hemsworth, Mark Ruffalo, Chris Evans, Scarlett Johansson, Benedict Cumberbatch, Don Cheadle, Tom Holland, Chadwick Boseman, Paul Bettany, Elizabeth Olsen, Anthony Mackie, Sebastian Stan, Danai Gurira, Letitia Wright, Dave Bautista, Pom Klementieff, Zoe Saldana, Josh Brolin, Chris Pratt
Music by Alan Silvestri
Cinematography Trent Opaloch
Edited by Jeffrey Ford, Matthew Schmidt
Production company  Marvel Studios
Distributed by Walt Disney Studios Motion Pictures
Release date April 23, 2018 (Dolby Theatre), April 27, 2018 (United States)
Running time 149 minutes
Country United States
Language English
Budget $300–400 million
Box office $630 million

 

Thanos macht nun Nägel mit Köpfen und macht sich auf, die sechs Infinity Steine im Universum aufzuspüren. Ein Handschuh für die Steine ist bereits angefertigt und den Machtstein konnte er dem xandarianischen Nova Corps stehlen. Nun überfällt er das Schiff der Überlebenden von Asgard auf dem Weg zur Erde und selbst Loki kann nicht mehr tricksen, sie verlieren ihren Infinity- Stein.
Währenddessen schickt Thanos seine Kinder zur Erde die zwei dort vorhandenen Steine zu holen und fliegt selbst nach Knowhere, um den Realitätsstein vom Collector zu holen, doch die Guardians of the Galaxy sind ihm dicht auf den Fersen, nicht ohne vorher Thor eingesammelt zu haben wie auf der Erde die Avengers und alle Superhelden versuchen die Infinity-Steine dort zu verteidigen.

Tja irgendwie ist das hier wohl der Endspurt. So fühlt es sich zumindest an. Der große Krieg steht vor der Tür, wir wissen einige werden ihr leben lassen, aber wer und fragen uns schon jetzt: wie soll es dann mit dem MCU weitergehen?
Thanos, will die ultimative Macht im Universum und gegen die Überbevölkerung ankämpfen. Ein Kindheitstrauma hat ihn dahin geführt, außerdem fühlt sich Macht immer gut an. Er benötigt dafür die sechs Infinity-Steine, von denen fünf in den letzten zehn Jahren fein säuberlich im Marvel-Universum zusammengetragen und gerecht verteilt wurden. So durfte das Nova Corps und der Collector je einen bunkern, Dr. Strange und Vison ebenfalls je einen und natürlich hatte Asgard einen, der von Hela so missachtet wurde.
So verstreut ruft das natürlich auch alle Helden und Bäume auf den Plan, warum wir ein Crossover von Avengers, nicht mehr Avengers, afrikanischen Königen und den Guardians of the Galaxy zu verzeichnen haben. Letztere haben ohnehin noch eine Rechnung mit Thanos offen, rein familiäre Gründe und sammeln unterwegs Thor ein, der letzte Mann aus Asgard. Das ist wahrscheinlich die lustigste Mischung, die man sich so vorstellen kann, denn hier treffen Welten aufeinander, wenigstens aber hat Thor in der Schule bäumisch belegt und versteht Groot, der ja nun in einer schwierigen pubertären Phase ist.
Unterdes geht’s auf der Erde rund, denn Thanos hat seine Kinder (ich weiß nicht wie viele er noch hat) dorthin geschickt, um Dr. Strange und Vision um ihre Steine zu erleichtern, doch Strange hat einen starken Zauber und die Avengers und Vision ist verliebt und hat Steven Rogers. So verschanzt sich der eine in Wakanda, der andere macht über nach Thanos zu Hause, aber wenigstens mit Iron Man und Peter Parker.
Die Handlung springt durchs Universum, der Bruce kann den Hulk nicht mehr, nachdem er ordentlich von Thanos auf die Mütze bekommen hat, Black Widow ist blond, Strange und Stark üben sich in Selbstbeweihräucherung (kein Sieger bekannt) und Dax kann sich so langsam bewegen, dass ihn niemand sehen kann.
Es wird viel, sehr viel geballert, Thanos und seine Bälger sehen aus wie Gummipüppchen (ganz fieses CGI) und die Mucke stimmt soweit.
Der Film ist zumindest in weiten Teilen, wenn Banner, Strange, Thor oder die Guardians auf dem Plan sind, extrem lustig und hängt in Schottland mit einer völlig überflüssigen Liebesgeschichte durch. Dann kommt es ausgerechnet in Wakanda zu einem Schlachtfinale mit viel archaischem afrikanischen Gebrüll, das schon peinlich und deplatziert wirkte.
Alle Seiten stecken ein und wie es Strange mehrere Millionen Mal durchgegangen ist, gibt es praktisch keine andere Möglichkeit als das eine Seite verliert. Immer.
Der Post Credit leitet wie stets zum nächsten Marvel-Film hin, aber es ist nicht der davor betrailerte „Ant-Man & Wasp“, warum auch immer.
Insgesamt ein ordentliches Werk und ein Glück mit den Guardians, ohne die das hier voll in die Hose gegangen wäre und ach ja, mit einem sehr bekannten riesigen Zwerg.
Muss man gucken, um im MCU am Ball zu bleiben und kann man stecken, wenn man eben nicht vorher alles gesehen hat.

9 thoughts on “FürEineHandVollBunterSteinchen”

    1. Ja, ich denke gerade bei den Avengers kann man die Filme nicht allein für sich stehen lassen. Hier sind so viele Verknüpfungen, dass es nur die halbe Miete wäre, wenn man nicht alles gesehen hat.
      Und was die Belegung der Kinos angeht: ätzend, aber sie müsse ja die enormen Produktionskosten vervielfachen, sonst gilt das Ding ja als Flop. Verrückte Zeiten!

  1. Heute gesehen. Hat mir insgesamt gefallen, aber irgendwie war es nur eine Aneinanderreihung von Episoden, ohne eine alles umspannende Entwicklung. Bei der kurzen Rückblende über Thanos wurde einem (mir) erst bewußt, wie wenig bisher über ihn bekannt war. Das wäre schon eine eigene Geschichte gewesen, über ihn, Nebula und Gamora.

    Bin mal gespannt, wie es weitergeht. Ich schätze mal das Ganze kommt zu einem Ende, danach dann ein Reboot. Da wäre ich nicht mal traurig, irgendwie kommt nach so vielen Filmen schon irgend eine Art Burnout. Und die Darsteller werden ja auch nicht jünger.

    Marvel hat ja auch noch Ant Man und einiges andere, dazu kommen jetzt noch die Rechte an X-Men und Fantastic Four. Für Nachschub ist in jedem Fall gesorgt.

    1. Ein Reboot ist eine interessante Theorie, aber ich denke, irgendwer bekommt den grünen Stein in die Finger und dreht die Zeit zurück. Ohne Groot existiert kein Marveluniversum. Das geht einfach nicht :))

      1. Ja, die Steine lassen natürlich viele Möglichkeiten. Zeit, Realität, alles ist veränderbar. Mal sehen, so einfach werden die es sich bestimmt nicht machen, das können sie sich nicht leisten.

        1. Ich denke Disney kann sich einfach alles leisten und die ziehen ihr Ding durch. Die Leute gehen ja doch immer wieder ins Kino. Also da mache ich mir keine Illusionen mehr 🙂

  2. Als MCU-Fan wurde ich besten zufrieden gestellt von diesem Film. Thanos fand ich als Bösewicht absolut gelungen, das Gewusel an Superhelden in diesem Film war ganz gut gebändigt, auch wenn schon ein paar von denen ziemlich untergegangen sind. Bleibt halt nur die Frage, wie sie das in „Avengers 4“ nun wirklich zu Ende bringen und wie das Ganze dann noch weitergehen wird in der Zukunft….

    1. Also irgendwer bekommt den Grünen Stein in die Finger und dreht die Zeit zurück, aber Loki bleibt tot.
      Oder aber nicht und Spider-Man2 und Black Panther2 spielen vor dem Krieg :))

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