DasDingAusDemMeer

Cold Skin von Xavier Gens

Directed by Xavier Gens
Produced by Mark Albela, Frederic Bovis, Gregoire Gensollen, Lucette Legot
Written by Jesús Olmo, Eron Sheean
Based on Cold Skin by Albert Sánchez Piñol
Starring David Oakes, Aura Garrido, Ray Stevenson, John Benfield, Iván González, Winslow Iwaki
Music by Víctor Reyes
Production company: Babieka, Kanzaman, Ink Connection
Budget: ca. $ 8,5 Mio
Release date 10 September 2017 (L’Étrange Festival), 20 October 2017 (Spain)
Country France, Spain
Language English


1914, es ist Ablösung des Wetteroffiziers auf einer zerklüfteten Insel am Südlichen Polarkreis, doch der Mann ist nicht auffindbar, seine Hütte verlassen. Der Einzige, der Auskunft geben könnte ist der Leuchtturmwärter Gruner, aber der ist total verwahrlost und ein Trinker. 

So nimmt der Ablöseoffizier einen Dienst auf und denkt an einen Begrüßungstrunk, als es nachts an der Tür klopft, muss seinen Irrtum jedoch schnell einsehen. Was hier am Häusle rüttelt ist alles andere als der Leuchtturmwärter und sie kommen in Scharen, sind nicht gut drauf und das nächste Boot landet erst wieder in einem Jahr an der Insel.

Manchmal frage ich mich, woher das Fantasy Filmfest-Team seine Infos her hat, denn angeblich hat Xavier Gens hier das höchste Budget seiner Karriere verbraten. Naja, auch wenn der Film ganz hübsch geworden ist, war der Hitman mit $ 24 Mio um das dreifache teurer, aber das nur am Rande.
Was Gens Bandbreite angeht, kann man nicht meckern, denn vom harten Horror, über SF und Action ist alles dabei.
Hier versucht er sich nun an einem fast klassischen Abenteuerroman. Die Geschichte dreht sich um einen jungen Wetteroffizier, der seinen Dienst auf einer abgelegenen Insel antritt und sehr bald auf das Geheimnis der Insel und seines Leuchtturmwärters stößt. Auf dem isolierten Eiland leben nämlich amphibisch-humanoide Wesen, die von den Eindringlingen nicht begeistert sind.
Doch was nach Aggressoren aussieht, entpuppt sich als Opfer und so stellt sich irgendwann die Frage, wer hier das Monster ist: Mensch oder Kreatur.
Angesichts der Tatsache, dass ich vor den White Nights nichts zu den Filmen gelesen habe, war ich etwas überrascht, denn ich hätte Gens einen solchen Streifen nicht zugetraut, der sich mehr nach einer Jack London Verfilmung anfühlt, als nach Creature-Horror.
Natürlich ist der Film brutal, denn die Geschichte ist grausam, aber auch das gehört zu einem spannenden Abenteuerfilm einfach dazu.
Das Setting und die Kameraarbeit sind großartig, das Creature-Design aus der Hand Arturo Balseiros. Selbst an der Inszenierung ist nichts auszusetzen; es geht flott zur Sache, hat Tempo und lässt sich an der richtigen Stelle auch mal Zeit.
Der einzige, der mich nicht wirklich überzeugen konnte war David Oakes, der hier nur 1,5 Gesichtsausdrücke hatte und die waren leicht einfältig.
Für Abenteuergeschichten Fans ein schöner Film, wenn auch ziemlich metzelig.

 

8 thoughts on “DasDingAusDemMeer”

  1. Wenn man auf einem Filmfestival ein paar Highlights über einen Film ankündigt, dann sollten die natürlich noch mal doppelgescheckt sein. Sonst ist das peinlich. Mich ärgert es auch öfter, wenn ich mal im Flieger durch die Yellow Press blättere und sehe, wie viele Dinge (gerade über die Oscars) einfach falsch rausposaunt werden.

    Gibt es eigentlich einen Unterschied zwischen Creature Horror und Monster Horror?

    1. Also zur Frage: nein. Ich finde Monsterfilm hört sich irgendwie altmodisch an und Monster sind so negativ belegt (auch, wenn PIXAR das anders sah :)) ). Creature passt dagegen immer besser.
      Im Grunde beschreibt es aber das gleiche Genre.

        1. Ich mag die Bezeichnung auch und würde sie für viele Filme auch noch benutzen, nur hier fand ich Creature Horror einfach schöner 🙂

  2. Ich habe irgendwann mal vor Ewigkeiten das Buch dazu gelesen, kann mich aber nicht mehr wirklich an was erinnern 😀 Jetzt überlege ich, ob ich eher den Film gucken oder doch noch einmal das Buch lesen soll (ist ja auch nicht so dick)

    1. Solche Fälle sind schwierig, gerade bei diesen Creature Geschichten, hat man bestimmte Bilder im Kopf. Also so viel kann ich verraten: wie Froschwesen sehen die Kreaturen nicht aus :))
      Ich persönlich hätte das Buch bevorzugt, aber der Film ist ganz gut angekommen.

    1. Absolut, wer war auf sich hält hat Amphies dabei.
      Ja, Shape of Water…ist im Vergleich zu diesem natürlich etwas konventioneller und wesentlich romantischer.

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