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Road Games von Abner Pastoll

RoadGamesFAUSSE ROUTE –– Grossbritannien/Frankreich 2015 –– 95 min –– französisch, englische OmeU
REGIE & DREHBUCH Abner Pastoll
PRODUZENT Junyoung Jang, Guillaume Benski
KONTAKT SC Films
DARSTELLER Andrew Simpson, Joséphine de La Baume, Frédéric Pierrot, Barbara Crampton, Féodor Atkine

 

Was soll man davon halten, wenn ein junger Mann ganz ohne Gepäck und Tasche irgendwo in Frankreich auf der Landstraße steht und per Anhalter nach Calais will?
Offensichtlich ist das den Vorbeifahrenden auch suspekt und so bleibt Jack ohne Mitfahrgelegenheit zu Fuß unterwegs.
Doch als er ein Auto bemerkt, in dem sich eine Frau und ein junger Mann streiten und scheinbar handgreiflich werden, mischt er sich ein und ist daraufhin in weiblicher Begleitung.
Die hübsche Véronique ist auch als Anhalterin auf der Straße und geht wohin der Wind sie trägt.
Jack und sie verstehen sich gleich gut und das Glück ist ihnen holt, denn schon bald hält ein älterer Herr an und bietet ihnen an, sie mitzunehmen und sogar bei sich übernachten zu lassen, weil in Calais gestreikt wird.
Gut, dessen Ehefrau Mary ist nicht wirklich begeistert und das Paar ist durchaus verhaltensgestört, aber es ist ja nur eine Nacht. Oder Zwei?

RoadGames2

Ja gut, legen wir erst mal den hauseigenen Kommentar des White Nights Beiblatts beiseite und vergessen den Satz mit „wendungsreich“ und „bis zum Schluss offen“.
Bei fünf Darstellern ( ich lasse die ängstliche Familie im Van mal außer Acht) und überschaubarer Location sind die Möglichkeiten wie was passt oder nicht schnell durch und der erfahrene Anseher kennt jeden erdenkliche Plotwist und tippt hier, sofern er zuhört und genau hinsieht, schnell auf die richtige Konstellation.
Davon abgesehen handelt es sich um einen netten Thriller mit Sprachbarriere, die dann auch ein echtes Hindernis für den Protagonisten ist. Immer schlecht, wenn man nicht so recht versteht, was um einen herum vor sich geht, wobei die eigene Rolle im Spiel auch nicht so ganz klar definiert ist.
An sich eine nette Idee das, aber wie gesagt auch vorhersehbar.
Warum alle von Barbara Crampton schwärmen kann ich nicht nachvollziehen. Ich finde sie weder besonders talentiert, noch attraktiv, aber wohin die Liebe fällt.
Über das Schlimmste hinweg retten konnten den Film dann aber (offenherzig) Joséphine de La Baume und (talentiert) Frédéric Pierrot, der vielleicht dem einen oder anderen noch aus „Les Revenants“ in Erinnerung ist.
So rennen alle um ihr Leben, es fließt auch mal etwas Blut und neben dem nahezu lächerlichen Overacting am Schluss und einer Hommage, die ich nicht weiter benenne, um nicht zu spoilern, hat man einen passablen Thriller.
Okay, aber absolut kein Muss, auch wenn Abner Pastoll, Joséphine de La Baume  und onion_head_5-253A10Junyoung Jang sehr sympathisch waren und selbst Fragen zum mitspielenden Trabant fröhlich beantworteten.
Der Film wurde übrigens nicht in Frankreich, sondern auf der Insel gedreht, was man meiner Meinung nach auch sieht, aber das nur am Rand.

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