Henne,EiOderHahn

Predestination von Michael Spierig und Peter Spierig

Predestination_posterDirected by Michael Spierig Peter Spierig
Produced by Paddy McDonald Tim McGahan
Michael Spierig
Written by Michael Spierig Peter Spierig
Based on „—All You Zombies—“ by Robert A. Heinlein
Starring Ethan Hawke Sarah Snook Noah Taylor
Music by Peter Spierig
Cinematography Ben Nott
Edited by Matt Villa
Production company Blacklab Entertainment Screen Australia Wolfhound Pictures
Distributed by Sony Pictures Worldwide Acquisitions
Release dates 8 March 2014 (SXSW Film Festival)
28 August 2014 (Australia)
Running time 97 minutes
Country Australia Language English
Box office $3.4 million

 

Anfang der Siebziger Jahre des letzten Jahrhunderts wütet der sogenannte Fizzle Bomber in den USA. Beim Versuch einer der größten Anschläge zu vereiteln, wird der Special Agent einer geheimen Organisation für Zeitreisen schwer verletzt und verliert sein Gesicht und auch seinen Job. Doch er gibt nicht auf, will den Bomber fassen und reist unauthorisiert wieder in der Zeit umher. Wieder in den Siebzigern trifft er in einer Bar auf einen Mann, der ihm eine ganz besondere Geschichte eines Waisenmädchens erzählt, dass Karriere im Spacecorps machen wollte, jedoch schwanger und verlassen wurde und dann eine krasse Wandlung durchmachte.

Ehrlich gesagt wollte ich diesen Film wirklich mögen, schon wegen der beherzten Empfehlungen geschmackssicherer Blogfreunde, aber irgendwie sprang der Funke nie so ganz über.
Zum einen lag das an Ethan Hawke, den ich nur in wenigen Filmen wirklich mag, an Sarah Snook, die als Frau glänzte, doch in der schlechten Männermaske albern aussah und unglaubwürdig rüberkam sowie der Story. Zwar wird von vielen Plottwist geschrieben, ich fragte mich aber wo diese waren. Für mich war ziemlich schnell klar wer wer ist und worauf die Geschichte hinausläuft, die zudem voller Logiklücken ist. Nur weil sich eine Story zeitlich „im Kreis dreht“ kann ich nicht von Wendung reden, außerdem stellt sich mir die Frage: wie sehr kann man sich selbst lieben?  Für mein Empfinden ging hier alles einen Tick zu weit und zu wenig nach meinem Geschmack, über einen Menschen, wenn man ihn so nennen darf, der sich nur selbst enttäuscht und sich wissentlich dauerhaft Schmerz cute_msn_onions-6-253A10zufügt. Ob das die Buße für irgendetwas sein soll? Wer weiß. Der Lauf der Dinge ist einfach nicht zu ändern – oder?
Nichtsdestotrotz ist diese Low Budget-Produktion überaus ambitioniert, ein nettes Zeitreise-Experiment und durchaus einen Blick wert.

6 thoughts on “Henne,EiOderHahn”

  1. Ach schade… ich fand den Film irgendwie großartig. Logiklöcher groß genug, um den Everest darin zu versenken und immer noch Platz zu haben, aber trotzdem irgendwie schön abgedreht… und ja, ich gebe auch zu, man kann es schnell ahnen, worauf es hinaus läuft. Ich fand’s aber cool, dass die Herrschaften Regisseure das trotzdem durchgezogen haben 😀

    1. Also mein Mitseher war total und überaus begeistert. Vielleicht spricht die Story eher Männer an, keine Ahnung. Mir ging diese „in sich selbst verliebt sein“ Story einfach zu sehr gegen den Strich.
      Ich möchte kein Kind von mir haben :))

  2. Ahoi!

    War aufgrund Influenza ’ne Woche quasi gelähmt,
    nicht dass du denkst, ich hätte keine Lust..;-)

    Gehöre ich etwa auch zu den „geschmackssicheren
    Freunden“, da ich ihn dir ja auch empfohlen hatte..;-D
    Ich steh nachwievor dazu: Der Film hat was. Basta!^^

    Guck jetzt dann noch ’nen guten alten Blaxploitation.
    „Black Shampoo“ (US ’76) (Frisch „eingetroffen“)
    Finde dieses Genre richtig cool. Black’n’Black…;-)

    1. Natürlich zählst Du dazu 🙂
      Vielleicht waren meine Erwartungen zu hoch. Sicher ist er ganz eigen und wirklich nicht schlecht, hat aber einfach nicht gefunkt.

SagWas!