EinFastNormalesLeben

The Returned von Manuel Carballo

Gut 100 Millionen Menschen verloren ihr Leben und wurden zu Zombies; dann kam das Medikament und rettete die Infizierten, die damit ein fast normales Leben führen können, fast normal.
Man nennt diese Nicht-Zombies “The Returned”, die regelmäßig mit ihrer Medizin versorgt werden müssen, damit sie der Virus nicht zu blutrünstigen Monstren verwandelt. Doch die Stimmung in der Gesellschaft kippt. Hohe Versorgungskosten, Unwissenheit und Angst macht sich breit. Immer mehr Menschen wollen die Returned abschotten, in Gettos sehen oder lieber tot, als so frei herumlaufen.
Das Paar Alex und Kate steht somit vor großen Problemen. Während Kate als Spezialärztin in einer “Returned-Klinik” arbeitet und infizierte vor dem zombiewerden bewahrt, selbst traumatisiert ist und ihre Eltern an den Virus verlor, ist der Musiker Alex ein Wiederkehrer. Kate und Alex ahnen, dass die Zeiten nicht besser werden und besorgen sich illegal Medizin, um bei Versorgungsengpässen oder auf der Flucht gewappnet zu sein und sie outen sich vor Alex bestem Freund und seiner Frau.
Schon kurze Zeit später tritt der Extremfall ein. Die öffentliche Stimmung kippt und es gibt medikamentöse Versorgungsengpässe; Kate und Alex müssen nach einem terroristischen Mordanschlag in Kates Klink untertauchen und finden zunächst Schutz bei Alex Freunden.
Doch das dicke Ende kommt noch.

“The Returned” ist weniger der übliche Zombiefilm, in dem die Untoten über die Lebenden herfallen, auch wenn es diese Kategorie durchaus gibt, vielmehr zeigt er die Lebensalternative durch eine rechtzeitige Behandlung und die Konsequenzen daraus.
Ein Biss ist nun nicht mehr ein endgültiges Todesurteil, nein, jeden Tag eine Injektion mit der richtigen Flüssigkeit und schon ist der menschenfleischfressende Zombie gestoppt und ein fast normales Leben möglich. Gut bei Verletzungen, bei denen Blut fließt sollte man weiterhin vorsichtig sein, aber ansonsten gibt es keine Übertragungswege.
Leider ist ein zunehmender Teil der Bevölkerung misstrauisch. Wie bei HIV und Aids meist aus mangelndem Wissen oder einer gestörten Weltanschauung heraus, hagelt es Proteste und man möchte die Wiederkehrer isolieren. Als dann die Medizin knapp wird, gerät die Welt ins wanken und auch Infizierte plus Angehörige werden zu erbitterten Feinden beim Kampf um die Ampullen.
Trotz der ansteigenden Dramatik der Ereignisse ist “The Returned” kein Actionfilm, vielmehr ist er ein sehr ruhiger Liebesfilm. Kate und Alex leben füreinander und Kate würde alles für ihren Mann tun, trotzdem versuchen sie besonnen zu agieren, soweit das geht.
Was mir auffiel, dass “The Returned” ähnlich wie “The Hidden Face” extrem stylisch, also schön ausgestattet, aber storytechnisch viel glattgebügelter daherkam. Im Gegensatz zum Vorgänger war er für mich ziemlich überraschungsfrei, das Tempo zu zurückgenommen. Der Ablauf und die Wendungen waren durchweg vorhersehbar, das Ende hatten wir in einem anderen Film/Buch fast genauso schon mal, trotzdem ist es durchaus tragisch, wenn ich im Kino auch niemanden schluchzen gehört habe.
Insgesamt konnte ich die Euphorie der Veranstalter nicht ganz nachvollziehen, auch wenn man das Zombiethema mal neu angegangen ist war mir das Ergebnis etwas zu konventionell. Hauptdarsteller Kris Holden-Ried hat mich die ganze Zeit an Chris Martin erinnert, so dass ich mich nur schwer in seine Rolle versetzten konnte, die Mädels waren 6-10wieder alle sehr hübsch und immer dick geschminkt, auch im Bett – na ja.
Kann man durchaus sehen.

RETORNADOS SPANIEN/KANADA 2013 98 MIN ENGLISCHE OV REGIE MANUEL CARBALLO DARSTELLER
EMILY HAMPSHIRE, KRIS HOLDEN-RIED, CLAUDIA BASSOLSM, SHAWN DOYLE DREHBUCH HATEM HRAICHE PRODUZENT GEORGE AYOUB, JULIO FERNÁNDEZ, GARY HOWSAM VERLEIH MFA+ FILMDISTRIBUTION

SagWas!

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.