EinIllegalerEinwandererInNöten

Man of Steel von Zack Snyder

Wegen der gewissenlosen Ausbeutung aller Bodenschätze und der Zerstörung des Planetenkerns steht Krypton kurz vor dem Overkill und ausgerechnet jetzt wird das erste Kind seit Jahrhunderten auf natürlichem Weg geboren. Es ist Kal-El der Sohn von Jor-El, der mit seiner Frau beschließt das Kind in einer Rettungskapsel vom Planeten zu schaffen.
Doch in der Kapsel ist nicht nur das Baby, sondern auch der „Codex“ – eine Sammlung des Genoms aller Kryptonier und während General Zod einen Aufstand anzettelt, verliert und verbannt wird, schuchtelt Kal-El zur Erde, Krypton explodiert und Zod und seine Mannen, sind genauso schnell wieder aufgetaut wie schockgefrostet. Trotzdem vergehen auf dem blauen Planeten erst mal ein paar Jahrzehnte und Kal-El wird von den kinderlosen Clarks auf dem Feld gefunden und adoptiert. Er mausert sich zu einem stattlichen Mann, der seine Kräfte verbergen soll, aber das Herz am rechten Fleck trägt und hilft wo es nur geht. So wandert er von einem Ort zum nächsten heuert hier und da an und wird eines Tages doch entdeckt. Zuerst von Lois Lane, der Journalistin, dann auch von Zod, weil Clark unbedingt an einem überraschenderweise spontan entdecktem Raumschiff herumfingern muss.
Zod fackelt nicht groß rum und unser Mann aus Stahl steht zwischen Baum und Borke: neben: wer bin ich, nun auch: was tun?

Tja ich will nicht behaupten, dass „Man Of Steel“ nicht seine Momente hatte. Vielleicht nicht in der albernen Vorgeschichte, die für die 225 Mio Dollars Produktionskosten schon ziemlich trashig aussah, aber so zwischendurch, wenn Henry Cavill nicht gerade wieder so äffisch durch die Gegend rannte, nachher dann beim Terraforming – beeindruckend, entschädigt für so manches im Film.
Gut ausgewählt die Kents – sehr sympathisches Paar, hätte mich auch adoptieren dürfen und Lois Lane – nicht zu vergleichen mit der dummdreisten Version in „Lois und Clark“; auch Zod, ja ja.
Aber machen wir uns nichts vor, der Film ist  irgendwie konfus, auch wenn Clark dann irgendwann mal beim Daily Planet landet, aber Superman als Fischer? Gestückelt, zeitliche Abläufe für mich nicht nachvollziehbar und dann natürlich wesentlich zu lang mit hochnotpeinlichen Bolzszenen, das ging dann irgendwann gar nicht mehr.

Insgesamt blieb ein sehr fader Nachgeschmack, typisch für einen schlechten Film, der für seine Highlights dennoch ein paar Punkte bekommt.
Vielleicht bin ich einfach auch zu wenig DC-Fan.

Man Of Steel Directed by Zack Snyder Produced by Christopher Nolan Charles Roven Emma Thomas Deborah Snyder Screenplay by David S. Goyer Story by Christopher Nolan David S. Goyer Based on Superman by Jerry Siegel Joe Shuster Starring Henry Cavill Amy Adams Michael Shannon Diane Lane Kevin Costner Laurence Fishburne Antje Traue Ayelet Zurer Christopher Meloni Russell Crowe Music by Hans Zimmer[1] Cinematography Amir Mokri[2] Editing by David Brenner Studio Legendary Pictures Syncopy DC Entertainment Distributed by Warner Bros. Pictures Release date(s) June 14, 2013[3] Running time 143 minutes[4][5] Country United States United Kingdom[6] Language English Budget $225 million[7] Box office $662,845,518

12 thoughts on “EinIllegalerEinwandererInNöten”

  1. Hast recht.
    Ich muss auch noch einen ReReview-Text verfassen. Der Film hat absolut seine Längen. Ist leider an manchen Stellen voller Pathos. (O my, dear!)
    Die Entwicklungsgeschichte ist nicht flüssig erzählt. Wenn ich auch sagen muss, so wie der Charakter Clark Kent/ Kal-El/ Superman angelegt ist – DAS gefiel mir schon. Auch dass Lois reifer ist, hat mein Wohlgefallen gefunden.
    Aber wie gesagt, es gab da so ermündende Längen. Und Lücken. Denn eines hätte ich gerne gewussen: was ist aus dem Guardian und seinem Trupp geworden, die eines der Maschinen mit Kal-Els Raumschiff zerstörten? Haben die überlegt? Weil, Superman flog ja nur Lois nach, damit er nach der Rettungsaktion seinen ersten Kuss von ihr bekommen konnte.
    Du siehst, auch DC-Fan-Girls haben nach anfänglicher Begeisterung so ihre zweiten Gedanken. 🙂

  2. Irgendwie bekommt DC es nicht auf die Reihe, die Filme sind alle Mist, bis auf die Dark Knight Trilogie, das sind zwar gute Filme, aber auch bei denen vermisse ich alles, was an Comicverfilmungen Spaß macht oder machen sollte. Da hab ich doch lieber die alten Batman FIlme, alle viere.
    Bei Man of Steel hatte ich ein Deja Vu nach dem anderen; dieses Flüssigmetall-Gedöns war bei Terminator 2 noch neu und toll, einiges erinnerte mich an die Matrix Filme. Und dann dies ganze „sich selber finden“, einfach dröge und völlig daneben. Superman war immer derjenige, der keine Motivation brauchte, er war hier um uns zu helfen, und das war genug. Ein wenig Selbstlosigkeit wäre heute schon wieder viel revolutionärer in einem Film, als dies ewige Herumgesinne nach Sinn und Zweck und Identität. Und dann der ermüdende Showdown. Und der Cavill… der bessere Nachwuchs-Superman war bei weitem Brandon Routh. Superman Returns war zwar auch nicht der volle Burner, aber auf dem hätte man gut aufbauen können.

  3. Ich fand das Drehbuch etwas strange: Für Leute, die fest im Superman-Universum hocken und die alten Filme/Referenzcomics/Smallville kennen, war’s Dank der vielen Querverweise ein witziger Nostalgietrip, für den Rest wohl nur ein generischer Blockbuster. Hätte man besser machen können/müssen. Zum Soundtrack hüpf ich aber gern auf meinem Trampolin xD

  4. Aha, eine weitere, recht kritische Betrachtung.
    Ich habe den Film bis heute nicht gesehen, habe aber schon seit Monaten ein recht massives Verlangen, dies zu ändern.
    Auf dem Papier sieht „Man of Steel“ doch sooooooooooo verdammt gut aus…

    1. Tja, ich dachte auch, das kann doch nicht so schlimm werden, aber wie gesagt, ich bin keine DC-Liebhaberin und mit Superman im Speziellen hatte ich schon immer besondere Probleme. Ist eben sehr over the Top.

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