DerWegInEineBessereWelt

Promised Land von Gus Van Sant

Promised_LandInhalt:
Steve Butler sieht beruflich einer rosigen Zukunft entgegen. Er arbeitet bei einer Erdgasförderfirma Global, die das kostbare Gut mittels Fracking ans Tageslicht befördert. Steve ist der beste Vertreter im Team mit den meisten Abschlüssen zu den niedrigsten Pachten. Er kommt selbst vom Land und hat miterlebt wie das Sterben einer Firma die Region in die Knie zwang und weiß wie schwer es die Landbevölkerung hat. Das ist auch sein Ansatz: die letzte Chance an Geld zu kommen ist er.
Auch der neue Auftrag scheint echte Routinearbeit zu werden, aber Steve rechnet nicht mit dem aufgeklärten Lehrer Frank Yates, der Widerstand leistet und die Dorfbewohner schnell gegen Global einnehmen kann. Und wäre das nicht schon schlimm genug, erscheint auch noch ein Umweltaktivist auf der Bildfläche, der die Arbeit Butlers untergräbt.

Fazit:
Auch Hierzulande hört man immer wieder den Begriff „Fracking“ doch irgendwie scheint total unterzugehen wie Umweltschädlich dieses Verfahren tatsächlich ist. Zwar wird damit „sauberes“ Erdgas gefördert, jedoch wird dies mittels giftiger Chemikalien aus der Erde katapultiert, die dann ins Erdreich diffundieren und dann auch ins Trinkwasser gelangen können. Nicht gut, für Mensch, Tier und Umwelt.
Protagonist Steve Butler ist ein Vertreter einer dieser Erdgasförderer. Er fährt von Stadt zu Stadt in Gebieten, in denen große Erdgasvorkommen liegen und pachtet das Land der Einheimischen und kauft die Rechte dort Erdgas zu fördern.
Bei seinen Verhandlungen ist Steve jedoch alles andere als aufrichtig. Robust ländlich gekleidet erzählt er den Landleuten, dass dies ihre letzte Chance ist an Geld zu kommen. Dabei bleibt er weit unter dem vermuteten tatsächlichen Wert der Erdgasvorkommen und zieht die Menschen über den Tisch, die letztendlich mit zu wenig Geld und unbrauchbarem Land zurückbleiben. Wir sind dabei wie ausgekocht Steve und seine Partnerin Sue vorgehen. Abgebrüht wie sie sind, kaufen sie sich im örtlichen Drugstore einfache Kleidung, um sich der Landbevölkerung optisch anzupassen und machen stets einen auf verständnisvoll, täuschen Respekt vor Kind und Kegel vor. Dennoch unterscheiden sich Sue und Steve. Während Sue das wirklich nur als Job wie jeden anderen ansieht, glaubt Steve, trotz seines immer gleichen Vorgehens fest daran den Menschen etwas Gutes zu tun, auch wenn er ihnen als guter Verkäufer viel zu wenig dafür gibt. Er nimmt wacker den Kampf auf, als ein Umweltaktivist auftaucht und praktisch mit den gleichen Mitteln wie Sue und Steve versucht die Stadt umzudrehen. Währenddessen durchläuft unser Protagonist einen gehörigen innerlichen Wandel, als er nämlich entdeckt, dass er gar nicht der Gute ist und mit welchen schäbigen Methoden sein Arbeitgeber an das Land kommen will.
So ist „Promised Land“ mehr als ein Film über Fracking, Matt Damon verkörpert überzeugend eine komplexe Figur mit der ihm gegebenen Natürlichkeit, was ihn und den Film durchaus sympathisch machen.
Insgesamt muss man jedoch sagen, dass „Promised Land“ auch ein Film ohne Höhen und Tiefen ist, also gleichförmig vor sich hinplätschert und das ist auch sein großes Manko. Sicher hat die McDormant einige großartige Momente, auch Krasinski nervt nicht ganz so tödlich ab wie sonst, Damon wie erwähnt sehr gut und das Thema nicht uninteressant, dennoch sprang der Funke nicht ganz über.6:10
Kein schlechter Film, den man schnell vergisst, aber nicht das erwartete Highlight.

Promised Land Directed by Gus Van Sant Produced by Chris Moore Matt Damon John Krasinski Screenplay by John Krasinski Matt Damon Story by Dave Eggers Starring Matt Damon John Krasinski Frances McDormand Music by Danny Elfman Cinematography Linus Sandgren Editing by Billy Rich Studio(s) Participant Media Image Nation Abu Dhabi Distributed by Focus Features Release date(s) December 28, 2012 (United States) Running time 106 minutes Country United States Language English Budget $15 million Box office $7.5 million

2 thoughts on “DerWegInEineBessereWelt”

  1. Was du nur gegen Krasinski hast… 🙂 ja genau gleichförmig mit einigen Längen. Ich finde übrigens gar nicht so sehr, dass Steve eine echte Wandlung vollzogen hat, vielmehr hat er am Ende doch aus gekränkter Eitelkeit gehandelt, als er erfuhr, dass auch mit ihm nur gespielt wurde.

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