DerKinderdiebVonColdRock

The Tall Man von Pascal Laugier

the-tall-man-Inhalt:
Cold Rock ist eine alte Bergbaustadt, die ihre besten Zeiten längst hinter sich gelassen hat. Die Minen sind geschlossen, die Bevölkerung zu meist arbeitslos und veramt ohne Hoffnung auf Besserung. In dieser Trostlosigkeit aufzuwachsen wünscht man keinem Kind, doch die Wenigsten davon haben die Chance hier groß zu werden, denn sie verschwinden einfach. Seit vielen Jahren geht das so und das Gerücht der schwarze Mann würde sie in den Wald schleppen hält sich hartnäckig.
Krankenschwester Julia glaubt nicht an das Hörensagen und versucht ihr Bestes für die Gemeinde zu geben, doch dann verschwindet ihr Sohn.

Fazit:
Eigentlich hätte ich auf meinen Instinkt hören und die Finger von diesem Film lassen sollen. Nicht, dass ich mich die ganze Zeit gewunden hätte, aber gute Unterhaltung geht für mich anders. Laugier hatte mich ja bereits mit „Martyrs“ enttäuscht und setzt mein Negativbild von sich mit diesem Film fort.
Nun mag hinzukommen, dass ich ein mehr oder weniger gespaltenes Verhältnis zu Jessica Biels Können habe. Eigentlich finde ich sie, sagen wir, recht gleichförmig langweilig, mit ein zwei guten Momenten, die mir gerade nicht einfallen. Hier in der Hauptrolle kann sie nicht gerade bestechen und ihr betont geschminktes ungeschminktes Gesicht machen sie keine Deut natürlicher oder glaubwürdiger. Biel spielt in diesen Streifen die Krankenschwester Julia, die sich fürsorglich um ihre Schäfchen kümmert und durch die verwahrloste Gemeinde fährt. Sie wohnt mit ihrem Sohn und einer Freundin etwas abseits und versucht die Leute von dem Märchen mit dem schwarzen Mann, der die Kinder aus der Gegend entführt abzubringen. Doch es gibt da tatsächlich jemanden, der Kinder entführt und eines Tages trifft es auch Julia, obwohl sie so ganz anders als die anderen Betroffenen lebt. Sie reagiert natürlich panisch auf den Übergriff und die Entführung ihres Sohnes, doch wie so oft ist auch hier nichts wie es scheint und hinter allem verbirgt sich ein düsteres Geheimnis.
Nun gut, eigentlich kann man sich den Großteil der Geschichte schon von Beginn an denken. Die Art wie die Situation und die Menschen in Cold Rock beschrieben werden gibt eine Menge her und so ist die Wendung des Films auch nur in geringem Maße überraschend. Für mich ist das aber ziemlich zweitrangig, im Gegensatz zu dieser unglaublich überheblichen Aussage des Films, die für meinen Geschmack am Schluss zu wenig in Frage gestellt wird.
*Niemand hat das Recht Eltern die Kinder wegzunehmen, weil sie arm sind und nicht in der Lage sich alleine aus dem Elend zu befreien. Das ist keine Lösung, sondern grausam für Eltern wie Kinder. Dieser Schluss hat mich echt wütend gemacht. Lasst die Penner doch im Dreck vergammeln, wir geben ihre Kinder zu Leuten, die es besser können und seht, die Kinder sind doch zufrieden. Boah. *
Mit den erheblichen inhaltlichen Mängeln geht dann auch der triste, schäbig braune und unbelebte Kulissenlook einher, der so gar nicht richtig wirken mag, kein Vergleich zu Werken wie „Winter’s Bone“.
Nein, das war nicht der Knaller.4:10

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p>Directed by Pascal Laugier Produced by Clément Miserez Kevin DeWalt Jean-Charles Levy Scott Kennedy[1] Written by Pascal Laugier Starring Jessica Biel Jodelle Ferland Stephen McHattie Distributed by Image Entertainment Release date(s) 31 August 2012 Running time 100 minutes Country France Canada United States Language English

5 thoughts on “DerKinderdiebVonColdRock”

  1. Wegen der verarmten, sozial schwachen Situation in dieser waldigen Hinterland-Einöde. (Den Begriff White Trash hasse ich, weil kein armer oder ungebildeter Mensch ist Abfall). Fast schien es mir hier einen Lösungsansatz für dieses „Problem“ gesucht zu haben.
    Ja die Biel ist ziemlich langweilig.

  2. Achso, also auf „Winter´s Bone“ wäre ich trotzdem überhaupt nicht gekommen. 🙂 Ich finde den Begriff White Trash vor allen Dingen rassistisch, wie auch Euro Trash. Unterschicht ist ja auch alles andere als eine feine Beschreibung. Ich habe eh eine tiefe Abneigung gegen (zu viel) Anglizismen in der schriftlichen Sprache. Wenn man heutzutage online irgendwo etwas liest, hat man manchmal den Eindruck, die Schreiberlinge wollen cooler wirken, wenn sie ihre Texte mit Englischen Begriffen überhäufen. Auf mich wirkt es aber eher nachlässig, albern und dumm. Es liegt nahe, dass sie gar nicht wissen, wie bestimmte Sachen in der eigenen Sprache heißen. Jetzt bin ich aber vom Thema abgekommen… :))

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