TödlicherStaub

Right At Your Door von Chris Gorak
6380420_65cce6bbed_mInhalt:
Es ist ein ganz normaler Morgen für die Eheleute Lexi und Brad im Vorort von Los Angeles.
Während Lexi in die Stadt zur Arbeit fährt, bleibt der Musiker Brad zu Hause. Doch bereits kurz nachdem Lexi weg ist, kommen die ersten Meldungen von Bombenanschlägen in der City.
Brad ist völlig aufgelöst und macht sich Sorgen um seine Frau, doch kann er ihr nicht zur Hilfe eilen, weil die Stadt gesperrt wird und zur Sicherheit vor giftiger Asche Hausarrest verordnet wird.
So muss sich Brad im Haus ohne Lexi verschanzen und wird auf eine große Bewährungsprobe gestellt, als die schwer angeschlagen vor der Tür steht und Einlass fordert.

Fazit:
Man muss schon sagen, dass man dem Film nicht ansieht, dass Gorak Art Director so genialer Filme wie „Fight Club“ war, aber gut ein kleines Budget, eine gute Story und der Mut zu Wesentlichen reichen ja auch.
Eine Stadt im Ausnahmezustand: Bombenanschläge erschüttern die Innenstadt Los Angeles. Neben vielen Toten und der Unwissenheit, wer die Bomben gelegt hat, kommt ein noch größeres Problem auf die Region zu, denn es handelte sich um schmutzige mit einem Virus infizierte Sprengkörper. So fällt in einem großen Umkreis giftige Asche hernieder, von der niemand weiß wie sie sich auf die Bevölkerung auswirkt. Sofort wird eine Ausgangssperre verhängt, eingestaubte Menschen festgenommen und irgendwohin verbracht. Die Häuser müssen hermetisch isoliert werden, damit nichts eindringen kann und Regierungsbeamte in Schutzanzügen kontrollieren irgendwann, nach endlosem Warten auf Hilfe die Lage in den Häusern…
…und irgendwann wird aus dem Schutzhaus die tödliche Falle und aus dem tödlichen Umfeld die Rettung.
Was dazwischen an zwischenmenschlichen Gekrisel abgeht, stellt Gorak ziemlich gut in einem Kammerspiel dar. Zu meiner Überraschung war Rory Cochrane als Brad dabei mal gar nicht so nervig und konnte im Zusammenspiel mit Mary McCormack überzeugen.Wie später auch bei „The Divide“ ist es dabei nicht von Belang wer die Katastrophe herbeigeführt hat, vielmehr liegt auch bei „Right At Your Door“ der Fokus darauf, was sie mit den Menschen macht. Das sich die ausweglose Situation nebenbei irgendwann umkehrt, ist noch eine nette Wendung.
Natürlich darf man nicht zu sehr aufs Detail achten, vielleicht auch ein Synchro-Fehler. Viren können nicht mit Antibiotika behandelt werden und ob sie durch Noppen- und Frischhaltefolie wirksam abgehalten werden, wage ich auch zu bezweifeln, aber egal, insgesamt ist „Right At Your Door“ ein durchaus passables Indie-Drama.2657943_f05919646a_s

Right at Your Door , USA 2006, 91 Minuten, Altersfreigabe FSK 12, Regie Chris Gorak, Drehbuch: Chris Gorak, Produktion: Jonah Smith, Palmer West, Musik: Tomandandy, Kamera: Tom Richmond, Schnitt: Jeffrey M. Werner, Besetzung: Mary McCormack: Lexi, Rory Cochrane: Brad, Tony Perez: Alvaro, Scotty Noyd Jr: Timmy, Jon Huertas: Rick

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