TödlicheGier

Livid von Julien Maury und Alexandre Bustillo

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Inhalt:
Lucie hat einen neuen Job, sie wird in den örtlichen Pflegedienst eingewiesen und von nun an die Alten und Kranken der Umgebung versorgen. Ihre Chefin Wilson geht die Sache ziemlich locker an und scheint sich wenig um das tatsächliche Wohlergehen ihrer Schützlinge zu kümmern, nur eine Dame scheint ihr am kalten Herzen zu liegen: die im Dauerkoma liegende ehemalige Tanzlehrerin Madame Jessel. Nicht ohne Grund, denn die soll einen Schatz im Haus verbergen, so flüstert es Wilson Lucie ins Ohr. Und weil Lucie Geheimnisse nicht für sich behalten kann, geht es mit der stillen Post gleich zu Freund William und dessen Bruder.
Wie das Leben so spielt, sehen die eine Chance dem Kaff zu entkommen und überreden Lucie mit ihnen ins Haus einzubrechen und den Schatz zu suchen.
Schlechte Idee wie sich bald herausstellt, denn Madame Jessel ist dann doch nicht so komatös wie gedacht und ihr Schatz ebenfalls nicht…

Fazit:
Zugegeben ich war schon kein großer Fan von „A l’interieur“, aber jeder hat eine zweite Chance verdient.
Leider konnten mich Julien Maury und Alexandre Bustillo auch dieses Mal nicht überzeugen. Das lag nicht unbedingt an den Effekten; eklige Masken und netter Splatter war, wenn auch viel weniger, wieder zu bestaunen, aber die Geschichte, die so verheißungsvoll anfing, driftete doch schnell, dank romantischer Rückblicke Madame Jessels im albernen Schwebevampiroderweißichwasnirvana. Ich liebe ja besonders die Mär Vampire könnten sich Fortpflanzen, so getwilightet erging es wohl auch Madame Jessel. Warum ihr Schützling dann nicht weiter alterte weiß nur sie und der Vater des Balges, denn ihre Hochlaucht unterlag indess erheblich dem Verfallsprozeß. Auch immer wieder spannend welche Eigenschaften den Blutsaugern noch so angedichtet werden, hier nun Schweben im Sonnenlicht statt glitzern, ganz zu schweigen was nachts los war. Vielleicht handelte es sich auch um eine spezielle Kannibalenlibellenart ich weiß nicht, wahrscheinlich habe ich die Story überhaupt nicht verstanden und es ging um die Unterdrückung einer Tochter durch die Mutter, das nicht loslassen können des Kindes, aber wer weiß das schon so genau.
Letztendlich lies der Film nachdem erstmal klar war wie der Hase läuft (was ziemlich schnell ging), recht schnell nach und tendierte mehr in die Richtung „Zärtliche Cousinen“ oder so nur etwas blutiger.
Kann man also getrost drauf verzichten.4-10

LIVIDE FRANKREICH 2011 / 88 MIN / FRANZÖSISCHE OMDU REGIE JULIEN MAURY / ALEXANDRE BUSTILLO
DARSTELLER JÉRÉMY KAPONE / CHLOÉ COULLOUD / CATHERINE JACOB / FÉLIX MOATI / MARIE-CLAUDE PIETRAGALLA / CHLOÉ MARCQ DREHBUCH ALEXANDRE BUSTILLO / JULIEN MAURY  PRODUZENT VÉRANE FRÉDIANI / FRANCK RIBIÈRE
VERLEIH TIBERIUS FILM

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