DerMannMitDemHammer

A Beautiful Day (You Were Never Really Here) von Lynne Ramsay

Directed by Lynne Ramsay
Produced by Rosa Attab, Pascal Caucheteux, James Wilson, Lynne Ramsay
Written by Lynne Ramsay
Based on You Were Never Really Here by Jonathan Ames
Starring Joaquin Phoenix, Ekaterina Samsonov, Alex Manette, John Doman, Judith Roberts
Music by Jonny Greenwood
Cinematography Thomas Townend
Edited by Joe Bini
Production company: Film4 Productions, British Film Institute, Why Not Productions, Page 114
Distributed by Amazon Studios
Release date 27 May 2017 (Cannes), 8 November 2017(France), 9 March 2018 (UK), 6 April 2018 (US)
Running time 90 minutes
Country United Kingdom, France, United States
Language English

 

Joe ist Kriegsveteran und der Mann, den man ruft, wenn ein Kind verloren gegangen ist und dem Bösen Schmerzen zugefügt werden sollen.
Auch diesmal sucht ein Mann in Amt und Würden seine Tochter, die vermutlich in den Händen von Sexhändlern gelandet ist und selbstredend findet Joe schnell heraus wo sich das Mädchen aufhält, doch dann geraten die Dinge aus den Fugen und nichts ist mehr wie vorher.

Wie ich erst nach den White Nights erfuhr, lief „A Beautiful Day“ bereits in Cannes jedoch unter dem Titel „You Were Never Really Here“.  Es gibt Quellen, die sagen, der Film in Cannes war noch nicht wirklich fertig, andere es war die Endfassung. Mich würde das wirklich interessieren, denn in Cannes kam er bei den Kritikern ausgesprochen gut an, so wie er da eben lief.
Aber gut, wir haben nun diese Version mit einem neuen Titel und ich fand ihn so wie er hier gezeigt wurde wirklich gut, auch wenn Joaquin Phoenix mit seinem Rauschebart und kleiner Wampe original wie mein Cousin aussieht (der aus dem „Osten“) und ich diese Verbindung einfach nicht losgeworden bin.
Ramsay bewegt sich in „A Beautiful Day“ auf Thrillerterrain. Ihre Hauptfigur ist ein traumatisierter Kriegsveteran, der sich mit Tabletten und Plastiktüte überm Kopf versucht bei Verstand zu halten und der bei seiner Muddi lebt, um die er sich liebevoll kümmert, auch wenn es gerade hier Momente gibt, die einer gewissen Komik nicht entbehren.
Er hat sich auf Kinderentführungen spezialisiert und macht seine Sache gründlich und schmerzvoll, weil es so gewollt ist und die Täter es nicht besser verdient haben. Auch sein neuer Fall behandelt die Entführung einer Politikertochter. Er findet sie, doch auf einmal löst sich die Realität in Wohlgefallen auf. Ein mordsmäßiges Blutbad und ein seltsam gelassenes Opfer verwirren nicht nur den Zuschauer, aber da ist schon fast klar, was hier gerade passiert und auch Joes Uhr verdammt schnell tickt.
Am Ende fließen Tränen, auch bei Joe, denn er sieht, was aus seinem Opfer geworden ist. Vielleicht erkennt er sich einen kurzen Augenblick selbst, aber wer weiß das schon so genau.
Mir hats gefallen, ob er nun so geschnitten werden sollte oder wollte oder wie auch immer. „A Beautiful Day“ ist ein intensives Erlebnis und Phoenix ist großartig.

4 thoughts on “DerMannMitDemHammer”

  1. Nur 8 Punkte? Ich dachte, der bekommt mehr von Dir. Den muss ich unbedingt sehen, am liebsten jetzt gleich. Ich hatte mal kurz geguckt, die Regisseurin hat angegeben, dass der Film in Cannes noch nicht die Endfassung war.

    Klar ist Phoenix großartig – und er sieht hier aus wie Dein Cousin aus dem Osten. :))

    1. Das sind aber gute 8 Punkte 🙂
      Außerdem kann ich mich partout nicht an das Ende erinnern. Nach nur 6 Tagen! Das mag daran liegen, dass der Film auch ein Mischmasch aus Rückblicken, Traumsequenz und Realität war. Ich werde ihn auf jeden Fall noch mal ansehen.
      Ja wirklich, mein Cousin in seiner Bartphase sieht genauso aus. Er hat die gleichen Augen und ist ihm einfach total ähnlich.

        1. Ganz genau, mache ich auch manchmal, aber ich hatte es hier einfach vergessen, weil so wenig Zeit zwischen den Filmen war. Muss ich mehr zur Routine werden lassen.

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