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Tragedy Girls von Tyler MacIntyre

Tragedy Girls
Directed by Tyler MacIntyre
Produced by Anthony Holt, Armen Aghaeian, Edward Mokhtarian, Cameron Van Hoy, Tara Ansley, Craig Robinson
Screenplay by Chris Lee Hill, Tyler MacIntyre
Starring Alexandra Shipp, Brianna Hildebrand, Josh Hutcherson, Craig Robinson, Kevin Durand, Jack Quaid
Music by Russ Howard III
Cinematography Pawel Pogorzelski
Edited by Martin Pensa
Production company: The Comeback Kids, New Artist Pictures
Distributed by Gunpowder & Sky
Release date March 12, 2017 (SXSW), October 20, 2017(United States)
Running time 96 minutes
Country United States
Language English

 

Sadie und McKayla sind zwei moderne High-School Schülerinnen, die sich ihr Leben nicht ohne ihr Handy vorstellen könnten, denn sie sind süchtig nach „Likes“ auf ihrem Account „Tragedy Girls“. Hier berichten sie über die Rosedale Morde, denn ein Serienkiller treibt in der Gegend sein Unwesen.
Doch so viel Mühe sich die beiden geben, es gibt immer noch Mitschüler, die, warum auch immer, wesentlich beliebter sind als sie selbst. Ein Punkt an dem man eingreifen muss, also wird der Serienkiller entführt und festgesetzt und sich der lästigsten Konkurrenten unter seinem Label entledigt und schon bimmeln die „Likes“. Doch der Ruhm hat auch seine Schattenseiten und stellt die Freundschaft der Mädchen auf eine harte Probe.

Lustigerweise waren die „Tragedy Girls“ neben allen deutschen Beiträgen einer der ersten Filme, die ich aus meinem Programm gestrichen hatte. Doch dann habe ich es gewagt Stefan Rainer zu vertrauen und den Film wieder mit reingenommen, eine gute Entscheidung wie sich für mich schnell zeigte, denn Tyler MacIntyres bitterböse Horrorkomödie hat nicht nur Kevin Durant als Serienkiller in petto, sondern auch zwei richtig gut zusammenpassende Hauptdarstellerinnen. Das hat seinen Ursprung in MacIntyres ausgesuchten Casterinnen, die bereits für einige seiner Lieblingsfilme die Darsteller zusammengesucht haben.
Die Story über zwei Teenagerinnen, die aus welchen Gründen auch immer, geistig die völlig falsche Richtung eingeschlagen und sich zum erstrebenswerten Lebensinhalt Popularität mittels Serienmordberichterstattung auf die Fahne geschrieben haben, ist schon schräg. Ausgewogenes MakeUp und hippe Kleidung sind alles nichts, wenn man nicht die gewünschte Anerkennung bekommt und wenn man keine Exklusivstories hat, bleiben die Follower aus.
Warum dann nicht mit dem Serienkiller in medias res gehen und zur Not selbst etwas nachhelfen und sich der Konkurrenz und den ungeliebten Mitmenschen entledigen?
„Tragedy Girls“ vereint gekonnt den klassischen High-School-Splatter mit parodiertem Jugend- und Medienverhalten und verzichtet dabei auf die üblichen blanken Busen und Teenagersex. Unsere Mädchen haben im Grunde anderes zu tun und alles ist bunter, extremer und blutiger, hat so seine unappetitlichen Seiten und ist dabei urkomisch. Alleine Brianna Hildebrand ist diese Reise wert und zusammen mit Alexandra Shipp bildet sie das perfekte Freundinnen-Love-Hate-Gespann, dass es unter Umständen sogar aufs College schafft.
Ein wahres Festival Highlight.

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