SiehNichtHin

Lemony Snicket’s A Series of Unfortunate Events Season 1 von Mark Hudis und Barry Sonnenfeld für Netflix

Based on A Series of Unfortunate Events by Lemony Snicket
Developed by Mark Hudis, Barry Sonnenfeld
Starring Neil Patrick Harris, Patrick Warburton, Malina Weissman, Louis Hynes, K. Todd Freeman, Presley Smith
Theme music composer Nick Urata, Daniel Handler
Opening theme „Look Away“ by Neil Patrick Harris
Composer(s) James Newton Howard, Sven Faulconer, Chris Bacon
Country of origin United States
Original language(s) English
No. of seasons 1
No. of episodes 8 (list of episodes)
Production Executive producer(s) Cindy Holland, Brian Wright, Ted Biaselli, Daniel Handler, Barry Sonnenfeld, Rose Lam[3]
Producer(s) Neil Patrick Harris
Cinematography Bernard Couture
Editor(s) Stuart Bass, Skip MacDonald
Running time 42–64 minutes
Production company(s) Paramount Television, What is the Question?, Sonnenfeld Productions, Inc.
Distributor Netflix
Release Original network Netflix
Picture format 4K (Ultra HD)
Original release January 13, 2017 – present

 

Nachdem die Eltern der drei Geschwister Violet, Klaus und Sunny Baudelaire bei einem mysteriösen Feuer ums Leben kommen, werden sie unter ebenso mysteriösen Umständen einem gewissen Graf Olaf zugesprochen, der angeblich ihr nächster Verwandter sein soll, den sie jedoch noch nie gesehen oder von ihm gehört haben. Und richtig, Olaf ist ein eitler Selbstdarsteller, ein Schauspieler, der es nur auf das Erbe der Baudelaire Kinder abgesehen hat.
Sein hinterlistiger Plan sieht vor, Violet zu ehelichen und sich dann der Kinder zu entledigen, doch der Plan geht schief, aber Olaf entkommt.

 

Ich weiß überhaupt nicht wo ich hier anfangen soll: was für eine großartige Serie. Ich meine, schon der Film mit Jim Carry war großartig, aber der erzählte im Gegensatz zur Serie eben nur einen Bruchteil dieses tollen Kinderbuches über die Abenteuer oder besser gesagt den Leidensweg der Baudelaire Kinder. Schwarzhumorig, böse und voller Tragik wird in der von Neil Patrick Harris selbst produzierten und selbst verhauptrollten Serie der Werdegang Dreier wohlhabender, aber spontan verwaister Kinder erzählt. Glücklicherweise sind die drei keinesfalls auf den Kopf gefallen und können sich immer wieder irgendwie vor ihrem Aggressor Graf Olaf retten. Dieser jener wird von Harris gespielt und ich muss sagen, selten eine bessere Performance gesehen. Dank seines Graf Olafs, sind die qualvollen Jahre mit „How I Met Your Mother“ vergeben und ich erinnerte mich wieder warum ich „Doogie Howser, M.D.“ und „Dr. Horrible’s Sing-Along Blog“ so mochte; der Mann geht hier völlig auf, zeigt Bandbreite und ist dabei irre lustig. Natürlich ist die Grundlage, also die Geschichte an sich ja schon brillant und fantasievoll, aber das richtig umzusetzen ist dem Team hier perfekt gelungen.
Düstere Kulissen, drei verzweifelte Kinder und ein hinterlistiger Erbschleicher. Dann wird es so richtig mysteriös, denn die Baudelaire Eltern hatten irgendwas mit einer Geheimgesellschaft zu tun und egal, wen die Kinder treffen, jeder kennt jeden, ihre Eltern und alles hängt zusammen, nur die Kinder kennen die Leute nicht. So werden sie von einem zum anderen weitergereicht und irgendwie schleicht sich Graf Olaf immer wieder in verschiedenen Verkleidungen ein. Der Witz an der Sache ist natürlich, dass die Kinder ihn immer sofort erkennen, alle anderen aber nicht.
Die Kinder selbst: Violet die Erfinderin, Klaus der belesene und Sunny – ach, ich will sie haben – Sunny, das nicht sprechende sprechende Baby, das gerne mal einen Baum mit seinen eigenen Zähnen entrindet und einfach immer den besten Kommentar zu babbeln hat.
Die Serie hat so viel zu bieten: schräge und wundervolle Charakter, tolle Darsteller, ein Lemony Snicket, der ganz getragen immer wieder davor warnt die Serie weiterzusehen, sofern man auf etwas lustiges hofft und ein toller Titelsong, der sogar auf Deutsch klasse ist.
Wer mit sarkastisch düsteren Kindergeschichten nichts anfangen kann, sollte sie auch nicht ansehen, aber alle anderen großen Kindern sei die Serie ans Herz gelegt, alleine wegen Harris lohnt sich jede Minute und ich harre der zweiten Staffel im Januar nächsten Jahres.

 

5 thoughts on “SiehNichtHin”

  1. Von der Serie habe ich bewusst noch gar nichts gehört, klingt aber wirklich gut. Ich glaube, den Film mochte ich damals auch. Und Neil Patrick Harris ist der einzig bekannte Schauspieler? Mittlerweile ist Netflix was Serien angeht, geradezu ungeschlagen. Ich habe im Moment eigentlich gar keine Zeit für Serien, auch wenn ich tatsächlich eine hervorragende („Mindhunter“) bereits ein zweites Mal gesehen habe.

    1. Nein, Cobie Smulders spielt ihre Mutter, Will Arnett den Vater, Joan Cusack hatte eine entzückende Rolle, Don Johnson war auch eine Zwischenstation, also man sieht schon bekannte Gesichter.
      „Mindhunter“ kenne ich noch nicht. Ich bin gerade bei Star Trek Discovery und Glow und eigentlich müsste ich auch mit Gotham S2 anfangen, aber lieber gucke ich dann erst mal Stranger Things. Ich habe ja auch nur einen Tag :))
      Offtopic: Den Blade Runner 2049 habe ich mir übrigens noch im IMAX gegeben (dank Punktesammeln für null Euro). War toll, ich kann aber nicht wirklich sagen, dass es extremer Zugewinn war.

      1. Na Du hast ja einiges vor. 🙂 Ich konzentriere mich im Moment wieder mehr auf Kinofilme. Glaube, dass BR2049 in IMAX toll ist, schade, dass der Film so gefloppt ist. Aber ehrlich gesagt, habe ich ihn auch – mit Ausnahme von den Hammer-Szenen am Ende – total vergessen.

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