MehrAlsEinIkeaWürfel

Black Hollow Cage von Sadrac González

REGIE Sadrac González
DARSTELLER Lowena McDonell, Julian Nicholson, Haydée Lysander, Marc Puiggener, Will Hudson, Daniel M. Jacobs, Lucy Tillett
DREHBUCH Sadrac González
PRODUZENT Javier Aguayo
KONTAKT Reel Suspects
SPANIEN 2017 / 105 MIN / ENGLISCHE OV

 

Mitten im Wald lebt Adam mit seiner Tochter Alice ein sehr zurückgezogenes Leben. Alice hat einen Arm verloren und trägt von nun an eine elektronische Prothese. Alice hat auch einen Hund, den sie Mum nennt und tatsächlich kann er durch eine Computersteuerung mit ihr reden.
Doch eines Tages wird die Idylle der beiden durch eine junge Frau und ihren Bruder gestört, gleichzeitig findet Alice im Wald einen Kuben, der sie durch die Zeit transportieren kann.

Tja nun, ein spanischer Film, in dem nur englisch gesprochen wird, der sehr künstlerisch, wortkarg und stylisch ist. Die Geschichte spielt in mehreren Zeitebenen, auf Grund des kubischen Fundes Alices im Wald. Denn dieser schwarze Würfel kann sie durch die Zeit schicken, sofern sich Alice konzentriert. Konzentration ist für Alice alles, denn ihren neuen künstlichen Arm kann sie nur durch intensives Training und Konzentration präzise steuern. Bald wir ihr und uns klar, dass sie das auch lernen muss, denn dem Unglück ihre Mutter verloren zu haben folgt bald ein weiteres, das es zu verhindern gilt; vielleicht auch mehr.
„Black Hollow Cage“ ist in jeder Beziehung anstrengend und erinnerte mich sehr an eine dieser „modernen“ Theaterstücke, in denen alle barfuß oder nackt herumlaufen. Keine Ahnung warum. Gesprochen wird nicht viel, aber letztendlich ist die Story klar wie Kloßbrühe, wenn auch etwas gedehnt erzählt. Solche Betonhütten wie hier muss man lieben, solche Geschichten auch, aber im Nachhinein fand ich ihn doch besser als direkt nach der Sichtung. Er bleibt einem auf jeden Fall im Gedächtnis und im Grunde mag ich Geschichten, in denen man durch die Zeit springt und Paradoxien erzeugt.
Warum man solche magersüchtigen Wesen wie Haydée Lysander verpflichtet kann ich allerdings nicht verstehen. Sollte man nicht unterstützen sowas. Untalentiert war sie außerdem auch noch.
Insgesamt durchaus in Ordnung.

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