DerRufDerEule

Sicilian Ghost Story von Fabio Grassadonia und Antonio Piazza

Originaltitel Sicilian Ghost Story
Produktionsland Frankreich, Italien, Schweiz
Originalsprache Italienisch
Erscheinungsjahr 2017
Länge 122 Minuten
Stab
Regie Fabio Grassadonia, Antonio Piazza inspired by the story “Un cavaliere bianco” by Marco Mancassola
Drehbuch Fabio Grassadonia, Antonio Piazza
Musik Anton Spielmann, Soap&Skin
Kamera Luca Bigazzi
Schnitt Cristiano Travaglioli
Besetzung Julia Jedlikowska: Luna, Gaetano Fernandez: Giuseppe, Corinne Musallari: Loredana, Andrea Falzone: Nino, Federico Finocchiaro: Calogero, Lorenzo Curcio: Mariano, Vincenzo , mato: Lunas Vater, Sabine Timoteo: Lunas Mutter
PRODUCTION: (Italy-France-Switzerland) A BIM Distribuzione (in Italy), Jour2fête (in France), Filmcoopi Zurich (in Switzerland) release of an Indigo Film, Cristaldi Pics production with Rai Cinema, Mact Prods., JPG Films, Ventura Film, RSI-Radiotelevisione Svizzera, with the participation of Aide Aux Cinémas du Monde, CNC, Institut Français. (International sales: The Match Factory, Cologne.)
Producers: Nicola Giuliano, Francesca Cima, Carlotta Calori, Massimo Cristaldi.
Executive producer: Francesco Tatò.
Co-producers: Elda Guidinetti, Andres Pfaeffli, Walter Bortolotti.

 

Die 13jährige Luna liebt ihren Klassenkameraden Guiseppe und der mag Luna ebenso. Heimlich treffen sie sich im Wald und einmal begleitet sie ihn sogar zum Reiten. Ihr erster Kuss übertrifft alles, doch dann verschwindet Guiseppe und niemand kümmert sich darum. Er sein länger krank, sagen sie in der Schule und Lunas Mutter möchte ohnehin nicht, dass sie mit ihm Kontakt hat, denn Guiseppes Vater ist Kronzeuge gegen die Mafia.
Doch Lunas Herz brennt heiß und sie weiß, dass mehr hinter seinem Verschwinden steckt und beginnt nach ihm zu suchen. Aber die Monate vergehen ohne ein Lebenszeichen Guiseppes und Lunas Schwermut hält an, doch ihre Träume geben ihr Hinweise, wo sie nach ihm suchen soll.

„Sicilian Ghost Story“ war für mich der Film, vor dem ich mich am meisten fürchtete. Als Centerpiece und im Fresh Blood Wettbewerb platziert, kann so ein ruhiges Drama total in die Hose gehen und die Ausschnitte konnten mich nicht wirklich begeistern.
Um so erfreulicher war es für mich, dass sich das Werk von Fabio Grassadonia und Antonio Piazza als einer der besten Filme des Fantasy Filmfest herausstellte.
Die Geschichte basiert lose auf einem sehr bekannten Kriminalfall und wurde von Fabio Grassadonia und Antonio Piazza in eine sehr gefühlvolle und wahnsinnig gut gefilmte Coming of Age Geschichte verpackt.
Im Fokus der Geschichte steht die 13jährige Luna, die sich das erste Mal so richtig verliebt hat. Doch wenn es nach ihrer Mutter geht: in den Falschen, denn ihr Guiseppe ist Sohn eines Mafiamitglieds und natürlich möchte eine Mutter nur das beste für ihr Kind. Aber Luna rebelliert gegen ihre strenge Mutter, lässt nicht von Guiseppe ab und als er verschwindet, sucht Luna unermüdlich nach ihm, färbt sich sogar ihre Haare blau.
Doch Guiseppe bleibt verschwunden und Luna ist in einer Geisterwelt gefangen und fällt in schwere Depressionen.
Dieses Jahr haben es Rosebud für meinen Geschmack etwas mit ihren Coming of Age Storys übertrieben, aber diesen Film sollte man gesehen haben. Er ist traurig, märchenhaft und doch voller Zuversicht. Die beiden Hauptdarsteller Julia Jedlikowska und Gaetano Fernandez sind großartig und auch wenn man nicht weiß wie es dem echten Guiseppe während seiner Gefangenschaft ergangen ist, legt Fernandez eine berührende Performance hin. Julia Jedlikowska ist ohne Zweifel ein großes Talent und mir gefiel ihre absolute Natürlichkeit.
Zahlreiche Bezüge und Anspielung auf Märchen und Sagen, ein richtig guter Score und eine tolle Kamera runden dieses Drama ab und heben es aus der Masse heraus.
Absolut sehenswert.

Warum dieses Jahr Werke von Regisseuren im Fresh Blood Wettbewerb teilnahmen, die bereits vorher Langfilme veröffentlicht haben, war mir nicht klar, denn eigentlich sollte es sich um Debütfilme handeln. Aber gut, dafür gab es wohl Gründe.

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